Elf
Die Zahl Elf liegt ungün­stig zwi­schen zehn und zwölf, eins zuviel oder eins zuwe­nig. Streicht man Judas, blei­ben elf Jün­ger. Der Elfer­rat mag die spa­ßige Ant­wort auf sich wich­tig machen­de Gre­mien aus zehn oder zwölf Per­sonen gewe­sen sein. Sich für Frei­geister hal­tende Jecken verein­nah­men auch Ega­lite, Liberte, Frater­nite (ELF), obwohl es eigent­lich LEF hei­ßen müßte. In jedem Falle hat sich die Elf im Kar­neval festge­fres­sen, wes­halb die Kam­pagne am 11.11. um 11 Uhr 11 beginnt. Sie sollte mit dem Fast­nachts­dienstag 47 Tage vor dem Osterfest enden. Im Jahre 1971 fiel das auf den 11. April, und 11, 22 und 33 Jahre später wieder, also auch letz­tes Jahr. Kein Wunder, denn der Abstand von elf Jah­ren im Oster­datum tritt häufig auf. Nor­maler­weise gibt es alle vier Jahre ein Schalt­jahr. Jedes Datum fällt dann in 28 Jah­ren vier­mal auf den gleichen Wochen­tag, im Abstand von 6, 11, 6 und 5 Jahren. Nach den drei Abstän­den 5+6, 11 und 6+5 liegt der Voll­mond keine zwei Tage frü­her, daß bis zu vier­mal hinter­einander der Oster­abstand von 11 Jah­ren ent­ste­hen kann. Der fast exakte Zyklus von 235 Voll­mon­den inner­halb von 19 Jahren spielt keine Rolle, weil deren 6939 und aus­nahms­weise 6938 Tage nicht durch sie­ben teil­bar sind.

Eine Fußball­mann­schaft aus zehn Feld­spie­lern und einem Torwart wird ein­fach Elf genannt. Unter dem File­namen Busen­elf habe ich zwei fast nackte Frauen­mann­schaften von vorne und hinten abge­legt, die Rudi Völler vor seinem Spiel gegen Tsche­chien 2004 moti­vie­ren soll­ten. In der allwis­senden Müll­halde konnte ich sie 15 Jah­re später nicht mehr finden. Das waren wohl gerade noch Zeiten, da man unge­straft solche Bilder zeigen und dazu von Mann­schaften spre­chen durfte. Ein Jahr später las ich: Zum Auf­takt des Länder­­spiel-​Jahres 2005 musste sich die Ver­legen­­heits­elf von Jür­gen Klins­mann mit einem 2:2 (2:1) gegen den zwei­fachen Welt­mei­ster Argen­­ti­nien begnü­gen. Da Fuß­ball eine emo­tio­nal aufrei­bende Sache ist, wird es viele wei­tere Elfen geben, auch Sie­ger­el­fen. Ich habe mich hier mit den ein­zi­gen begnügt, an die ich mich erin­nern kann. Mein Inter­esse an Fuß­ball ist näm­lich sehr beschei­den. Ich weiß aber, daß der Elf­meter­punkt drei Zenti­meter näher am Tor liegt, weil es nur 12 Yard sind.

Ins engli­sche Maß­system rutschte die Elf wohl durch 99/70 als Nähe­rung der Wurzel aus 2 zur Mes­sung der Fläche über die Diago­nale. Deshalb gibt es die engli­sche Rute (Rod) von etwa 5 Metern aus 11 hal­ben Yard (Cubit). Eine Meile umfaßt 320 Rod, also 160·11=1760 Yard, etwa 1,6 Kilometer. Amerika­nische Stadt­blöcke halten sich gerne an dieses Rod-​Maß. Ein kleines quadra­ti­sches Grund­stück von 10 Rod Länge und Breite hat 2529,285 Qua­drat­meter. Das sind recht genau die 2529,346 des römi­schen Iuge­rum (Joch), wenn ich den metrolo­gi­schen römi­schen Fuß zu­grunde­lege. Es ist also durch­aus plau­sibel, daß man sich mit dem Rod am römi­schen Maß­system orien­tierte. Auch wenn damals die abso­luten Maße nicht sehr genau waren, ging man dennoch davon aus, daß 36 pes genau 35 foot umfaßten. [1] Zusammen mit den 99/70 für die Wurzel aus 2 gelangte man so zu den 16,5 Fuß eines Rod und damit zu einem Faktor 11 nicht nur im anglo­amerika­ni­schen Maß­system.

Die Elf ist eine sog. Repunit, eine Schnaps­zahl aus lau­ter Ein­sen. [2] Für manche mag sie die klein­ste sein, weil man einstel­lige nicht mit­zählt, für andere ist sie gar keine, weil minde­stens drei Ziffern erfor­der­lich seien. Man kann aber noch bru­taler denken und jede Zahl (10−1)/9 Rep­unit nennen. Dann wäre die Null eine null­stel­lige Rep­unit. Diese unter­schied­lichen Auf­fas­sun­gen sind kein Pro­blem unter den­ken­den Menschen und Außer­irdi­schen. Im Inter­net aber versam­meln sich gerne Neun­mal­kluge und ant­wor­ten auf die Frage, ob es prime Schnaps­zah­len gäbe: Ja, die Elf. Aber es gibt auch Ver­nünf­tige, die auf 19 und 23 Ein­sen in Folge auf­merk­sam machen, den beiden kürze­sten der wenigen bekann­ten primen Rep­unit nach der Elf. [3]

Da man eine Pizza mit vier geraden Schnit­ten in 11 Stücke tei­len kann, ist 11 die vierte Pizza­zahl. [4] Ganz allge­mein ist mit n Schnitten ein Stück mehr zu erzielen als die zuge­hörige Dreieckszahl angibt. Wer es elegant probieren will: Penta­gramm-​Stern auf die Pizza malen und vier der fünf Kan­ten zu Schnit­ten verlän­gern. Alle Schnitte kreu­zen sich. Mehr Stücke gehen nicht, es sei denn, man kauft eine übli­cher­weise mit vier Schnitten geach­telte Pizza und teilt sie in den sozi­alen Medien. Manch­mal kann man im Mitten­matsch noch die drei feh­len­den Stücke erah­nen.

Makabere Berühmtheit färbt vom Terror­anschlag am 11. Sep­tem­ber 2001 ab. Verschwö­rungs­theo­retiker finden immer etwas. So ist 9/11 mit der Quer­summe 9+1+1=11 der 254. Tag im Jahre 2001 mit der gleichen Quer­summe 2+5+4=11. In den beiden Flug­zeugen sollen 92 bzw. 65 Passa­giere mit 9+2=6+5=11 geses­sen haben. Die Wiki­pedia nennt 155 statt 157. Dieser kleine Unter­schied ist numero­logisch so tödlich wie einer von einer Mil­lion. Aber dank 1+5+5=11 wäre noch etwas zu ret­ten. Die Ameri­kaner schlu­gen einen Monat später am 07.10.2001 in Afgha­ni­stan zurück und töte­ten nach zehn Jahren am 02.05.2011 Osama Bin Laden. Wieder sind die Quer­summen 11. Leicht findet man auch pas­sende Begriffe mit elf Buch­sta­ben: Afgha­ni­stan, New York City, The Pen­ta­gon. Wie gut, daß man einen Arti­kel voran­stel­len kann! Am besten ist aber die Dar­stel­lung der bei­den Türme als 11, wobei pikan­ter­weise nicht uner­wähnt bleibt, daß die 1 für einen Phal­lus steht. Manche Men­schen haben eben viel Phan­tasie.

Was bleibt mathe­ma­tisch? Aus 11=10+1 ergibt sich die Regel, daß eine Zahl durch 11 teil­bar ist, wenn ihre alter­nie­rende Quer­summe es ist. Eine Mer­senne-​Zahl, also eine Zweier­po­tenz minus eins, kann nur prim sein, wenn auch der Expo­nent prim ist. Für 2, 3, 5 und 7 ist das der Fall, denn 3, 7, 31 und 127 sind prim. Für 11 wegen 2^11−1=​2047=​23·89 erst­malig nicht. [5] Das ist erwäh­nens­wert, weil man sich auf der Suche nach sehr großen Prim­zah­len gerne an Mer­senne-​Zah­len hält. Schließ­lich kommt die Elf noch in ver­schie­denen Anzah­len vor, die ich aber nicht auf­zähle, weil ich mich zu lange sach­kun­dig machen müßte, um zu über­prü­fen, daß es nicht zehn oder zwölf sind und es neben der Elf nicht eine ganze Reihe von Zahlen mit ähn­li­chen Eigen­schaf­ten gibt.

[1] Hier ist eine gute Gelegen­heit darauf hinzu­weisen, daß Maß­anga­ben im allge­mei­nen nicht dekli­niert wer­den.

[2] Weil die Begriffs­bil­dung in der Wissen­schaft nicht mehr in deut­scher, sondern in engli­scher Sprache erfolgt, gibt es gele­gent­lich keine schönen Über­set­zun­gen. Durch die man­chmal rigo­rose engli­sche Wort­bil­dung wird das noch beför­dert. Und so nehme ich hier Abstand von mir gekün­stelt vor­kom­men­den Bezeich­nun­gen wie Ein­ser­kolon­nen.

[3] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Stellen­zahl primer Repunits A004023.

[4] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Pizza­zahlen A000124.

[5] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Expo­nenten primer Mersenne-​Zahlen A000043.

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Zehn
Die Zahl Zehn ist sicher­lich bedeu­tend, doch im wesent­lichen nur wegen eines ein­zigen Umstan­des, näm­lich der übli­chen Dar­stel­lung der Zahlen mit zehn Zif­fern, dem Dezi­mal­system. Bevor man eine Zahl wegen einer Eigen­schaft rühmt, die sich allein aus ihrer Dezimal­dar­stel­lung ergibt, sollte man sich immer fragen, ob ver­gleich­bare Bedeu­tung nicht einer ganzen Reihe ande­rer Zahlen zu ande­ren Basen eben­falls zukommt. Es ist sicher­lich ein guter Sport, Beson­der­hei­ten der Basis 10 zu finden, um sie unter ande­ren heraus­zuhe­ben. Nur sollten sie nicht kon­stru­iert, sondern schlicht und einfach sein. Fünf Finger an jeder Hand sind allen­falls eine gute Erklä­rung für unsere Ent­schei­dung, mehr nicht.

Der für Vollkommen­heit stehen­den Zah­len ist kein Ende. Nach acht und neun nun auch zehn. Nicht zuletzt wegen der zehn Gebote, wovon nach Luther die ersten drei auf der einen und die letz­ten sieben auf der ande­ren Tafel stehen sollen. Das bestärkt die Heilig­keit der 10=3+7 als Summe zweier ande­rer hei­liger Zahlen, kann aber auch rein­inter­pre­tiert sein, zumal Reihen­folge und Zusam­men­fas­sung sich nach Glau­bens­rich­tung unter­schei­den. Schon in der Bibel gibt es mehrere Versi­onen, die nicht durch­nume­riert sind. Deshalb ist es wohl umge­kehrt: Es gibt nicht zwölf Gebote gemäß den Stäm­men Israels, sondern nur zehn, weil wir dezi­mal denken und uns ein Deka­log gut in den Kram paßt.

Als Summe der ersten vier Zahlen ist 1+2+3+4=10 die vierte Drei­ecks­zahl, eine Tetrak­tys genannte Vier­heit, die natur­gemäß gerne wie die Kegel beim Bow­ling als Dreieck darge­stellt wird. Das zeigt die zweite Figur im nach­ste­henden Bild. Die erste ver­sucht eine Veran­schau­lichung von 10=1+3+6 als drit­ter zen­trier­ter Drei­ecks­zahl. Um den blauen Mitten­punkt herum liegt ein grünes Dreieck mit zwei Punkten auf der Kante, darum ein rotes mit dreien. Man kann darin auch einen Tetra­eder mit blauer Spitze und roter Basis sehen. Deshalb ist zehn zugleich auch dritte Tetra­eder­zahl. [1]

                    ♛ • • • •   • ♛ • • •   0 - 00110  5 01100                                                       
            ●      • • • ♛ •   • • • • ♛   1 - 00011  6 10001                                                 
         ● ●     • ♛ • • •   • • ♛ • •   2 - 00101  7 10010                                                  
          ● ● ●    • • • • ♛   ♛ • • • •   3 - 01001  8 10100                                                   
          ● ● ● ●   • • ♛ • •   • • • ♛ •   4 - 01010  9 11000                             
Zehn als Tetraeder- und Dreieckszahl, 8+2 Möglichkeiten für fünf Damen
auf dem 5×5‑Schach­brett und der 2‑aus‑5-​Code (png)

Die beiden Schach­bret­ter des nun­mehr vorste­hen­den Bildes zeigen die zehn Mög­lich­kei­ten, fünf sich nicht schla­gende Damen auf ein Schach­brett der Grö­ße 5×5 zu stel­len. [2] Das linke reprä­sen­tiert 8 durch Dre­hung und Spiege­lung entste­hende Mög­lich­kei­ten, das rechte ergibt unter reinen Rota­tionen keine neue Stel­lung, steht also nur für zwei Lösun­gen. Und die letz­ten beiden Spal­ten zeigen den 2‑aus‑5-Code, den Urvater vieler Strich­codes. Die ange­gebene Zuord­nung der zehn Zif­fern auf die Fünfer­ketten ist zwar grund­sätz­lich belie­big, folgt hier jedoch der gängi­gen Vor­stel­lung, daß den fünf Stel­len die Gewichte 6, 3, 2, 1 und 0 zukom­men. Nur auf die 0 trifft das nicht zu.

Was gibt es sonst noch? Nicht nur zehn Gebote, auch zehn Plagen, zehn kleine Neger­lein und die zehn Zweige des Lebens­baumes Sephi­rot, der die Zahlen von 1 bis 10 mit den 22 Buch­staben des hebrä­ischen Alpha­betes verwur­stelt. Eigent­lich nichts von eige­nem Wert, nur Aus­schmückung unseres Dezi­mal­systems, durch das es den Zehn­ten, Dezi­meter für zehn­tel Meter [3] und für Öster­rei­cher auch Deka­gramm gibt. Ein Dime zu 10 Cent umfaßt den zehn­ten Teil eines Dol­lars, Renn­fahrer geben nicht 100 Pro­zent, sondern ten tenths, der eng­li­sche Pre­mier­mini­ster wohnt in Num­ber Ten, mit zehn Jah­ren wird man Teen­ager, und das Zehn­fache wird gerne eine Größen­ord­nung oder Magni­tude genannt. [4] Ein Bel bezeich­net eine solche Ver­zehn­fachung. Fünf Dezibel, also die Wurzel aus 10 liegen mit 3,16 bemer­kens­wert nahe an der Kreis­zahl π. [5]

[1] Doch Vorsicht! Die vierte zen­trierte Dre­iecks­zahl 1+3+6+9=19 bildet keinen Tetra­eder 1+3+6+10=20, weil in der vier­ten Schicht ein Punkt unter dem blauen zu lie­gen kommt. Es kann ja auch nicht über n=1,2,3 hinaus für alle n Gleich­heit herr­schen, da die ebenen Drei­ecks­zah­len nur qua­dra­tisch wachsen, das Volu­men des Tetra­eders aber mit der drit­ten Potenz zunimmt. Von Bedeu­tung sind die drei Schich­ten (blau, grün, rot) nicht nur beim Sta­peln von Apfel­sinen, sondern auch in Kri­stal­len, in denen die Far­ben zwar von Schicht zu Schicht wech­seln müssen, doch nicht unbe­dingt in stets der glei­chen Abfolge.

[2] Ich weiß, es gibt 53130 (25 über 5) Mög­lich­kei­ten, weil nur Figuren fremder Farbe geschla­gen wer­den kön­nen. Und ein Schach­brett hat nicht 5x5, sondern 8x8 Fel­der. Doch dafür muß auf die 12, wenn nicht 92 gewar­tet werden.

[3] Früher war man humaner und dezi­mierte nicht auf den zehn­ten Teil, son­dern nur einen von Zehnen.

[4] Irgend­wie hatte ich im Klein­hirn, daß der Loga­rith­mus aus Magni­tude vor und Man­tisse nach dem Komma besteht. Zumin­dest letz­teres ist rich­tig. Bei Erd­beben und Stern­hellig­keiten steht eine Magni­tude auch für einen solchen Zusam­men­hang, nur mit einem ande­ren Faktor als 10. Bei Beben wohl die etwa dreißig­fache Ener­gie, bei Ster­nen geht es sogar nach unten, etwa um den Fak­tor 2,51 in der Hellig­keit.

[5] Da π2 im tägli­chen Leben kaum vor­kommt, wäre das von wenig Nutzen, wenn es nicht auf guten Rechen­schie­bern auch π‑versetzte Skalen gäbe, nicht (nur) um die Multi­pli­kation mit und Divi­sion durch π zu verein­fachen, sondern weil damit die Eins ziem­lich genau in der Skalen­mitte liegt. Das erweist sich als prak­tisch, weil durch diese Skalen mögli­cher­weise ein starker Auszug oder ein Umsetzen der Zunge vermieden werden kann.

9 | 11 | Dreieckszahlen | Logarithmentafel | Rechenschieber

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Ziffern
Die Null und die ersten neun natürlichen Zahlen werden üblicherweise durch eigene Zeichen 0, 1, ..., 9 dargestellt, die man Ziffern nennt. Alle größeren Zahlen werden in der üblichen Art und Weise durch eine Kette dieser Ziffern geschrieben. 842 bezeichnet zum Beispiel die Zahl 8*z*z+4*z+2, worin z die auf die höchste einstellige Zahl 9 folgende ist. Sie hat demzufolge die Darstellung 10 und heißt natürlich zehn. Das alles mag trivial erscheinen, doch einmal im Leben sollte man Ziffern von einstelligen Zahlen unterscheiden und bei der Zuordnung von Zahlen zu Ziffernketten und umgekehrt nicht leichtfertig die Zahl zehn durch die Zeichenkette 10 darstellen, wenn man ihren Zahlenwert zuvor nicht gesondert definiert hat.

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Krebs
Nachdem die Bedeutung der Umkehrung von Zeichen, insbesondere die der Ziffern 6 und 9 erwähnt wurde, wäre es eine Sünde, die Zahl 69, besser die Anein­ander­reihung der beiden Ziffern 6 und 9 auszu­lassen. Für einen Esote­riker ist nun klar, daß die gute und männ­liche Zahl 9 für den auf­rechten Mann steht. Es fügt sich gut, daß die 6 gerade und damit weib­lich ist. Und daraus folgt, daß das Runde in den Ziffern für den Kopf stehen muß, was im Zuge der Gleich­berech­tigung nicht hin­nehmbar ist. Deshalb bietet sich eine Drehung der 69 um 90 Grad an, je nach Geschmack nach rechts oder nach links. In beiden Fällen entsteht ♋das Tier­kreis­zeichen des Krebses.

6 | 9

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Drehsinn
In der heutigen Zeit wird normaler Text gerne durch Sonderzeichen, eleete Verhunzungen und Smilies unleserlich gemacht. Doch in Zeichenketten durch Drehung einen gewissen Sinn zu erkennen, ist keine neue Idee. So können die 3 und die 8 durchaus als ein um 90 Grad nach links gedrehtes offenes oder geschlossenes Omega gesehen werden, das im Einklang mit den 3 und 8 zugemessenen Bedeutungen für die Unendlichkeit steht. Eine Drehung um 180 Grad dagegen stellt Zeichen auf den Kopf und soll die Bedeutung umkehren, wenn nicht wie bei der 0 und der 8 eine Abbildung auf sich selbst vorliegt. Unter den Ziffern eignen sich dafür nur 6 und 9, was sich wieder scheinbar zufällig gut trifft, wenn die 9 für das Gute und die 6 für das Böse, die 9 für den aufrechten und die 6 für den sündigen Menschen steht.

6 | 8 | 9

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Neun
Will man der Neun eine Bedeu­tung zumes­sen, so erge­ben sich sofort zwei in die glei­che Rich­tung wei­sen­de Mög­lich­kei­ten. Die Erhö­hung der schon voll­kom­me­nen Acht und als Ver­drei­fachung der schon heili­gen Drei. Des­halb steht sie für die höch­ste Voll­kom­men­heit, als unge­rade und damit männ­liche Zahl für den auf­rech­ten Mann. Auf den Kopf gedreht ergibt 9 die eher mit Hexe­rei in Verbin­dung stehen­de 6, wes­halb nicht lange gera­ten werden muß, wem in 69 welche Rolle zuge­dacht wird. Gleich­berech­tig­ter wäre das Zei­chen ♋ des Kreb­ses.

Sprach­lich soll neun etwas mit neu zu tun haben, da man früher ohne Daumen gezählt habe und bei neun neu begin­nen mußte. Nur frage ich mich, wes­halb wir dann mit Dezi­mal- und nicht mit Oktal­zah­len rech­nen. Ich ver­mute, daß man die Acht­finger­methode nur dort ange­wen­det hat, wo fort­wärend hal­biert und verdop­pelt wurde, bei den Maßen und Gewich­ten. [1] Sicher­lich neu­zeit­lich ist die Inter­preta­tion der Neun als „nein, ich will hier nichts machen und schnell wieder weg“ wegen der laut­li­chen Über­einstim­mung mit dem engli­schen nine. So hiel­ten es manche Pro­gram­mie­rer bei der Gestal­tung von Bild­schirm-​Menus der Sieb­zi­ger Jahre. Heute wird ihnen sowas von Desig­nern vorge­geben.

Recht willkürlich ist die Bedeu­tung der Neun als größte ein­stel­lige Zahl des Dezimal­systems, weshalb jede Zahl bei der Divi­sion durch 9 den glei­chen Rest läßt wie ihre Quer­summe. Und so führt die Vor­gehens­weise der Nume­rolo­gen, aus Zah­len und aus in Zah­len umge­setz­ten Buch­sta­ben durch fort­wäh­rende Addi­tion der Zif­fern alles auf eine Zahl von 1 bis 9 zu redu­zie­ren, immer auf den Rest der Divi­sion durch 9, sofern man statt der 0 eine 9 nimmt. Allem und jedem Zah­len oder Zif­fern zuzu­ord­nen und dann diese digi­tal root [2] zu bil­den, ist also primi­ti­ves Abzäh­len in Neuner-​Blöcken, ver­schlei­ert durch mehr­stufi­ges Brim­bo­rium. Nähme man statt 9 die 10, ent­schiede einfach die End­ziffer und keiner würde in Ehr­furcht erstar­ren. Mein Geburts­datum kommt auf eine beschei­dene 6, doch erst im zwei­ten Schritt nach der 33!

Da Zahl und Quer­summe durch 9 geteilt den glei­chen Rest lassen, kann nicht nur die Teil­bar­keit durch 9 leicht geprüft wer­den. Es ist auch Grund­lage der Neuner­probe: Man wieder­holt Addi­tion und Multi­plika­tion einfach mit den ite­rier­ten Quer­summen und kann die 9 sogar durch 0 ersetzen (strei­chen). Stimmt die so verein­fachte Rech­nung nicht, ist irgend­etwas nicht in Ord­nung. [3]

● ● ●    1 • •    • 1 •    8 1 6    8 1 6
● ● ●    • 5 X    • 5 •    • 5 •    3 5 7
● ● ●    • X 9    • 9 •    • 9 •    4 9 2
Neun als Quadratzahl und das kleinste magische Quadrat (png)

Neun ist als Quadrat­zahl natür­lich eine figu­rierte Zahl. Und aus den Zah­len 1 bis 9 kann man das kleinste aller magi­schen Qua­drate bilden. Moderne Esote­riker weisen es dem höch­sten aller Pla­neten, dem die römi­sche Woche anfüh­renden Saturn zu. Neben den Zah­len 3 und 9 stehen für ihn auch die Gesamt­summe 45 und die magi­sche Zahl 15 der Zei­len-, Spal­ten- und Dia­gonal­sum­men. Bis auf Dre­hung und Spie­ge­lung gibt es nur ein sol­ches magi­sches Qua­drat: Steht in der Mitte die Zahl n, so müssen die Rand­felder sich zu 45−n addie­ren, weil von der Gesamt­summe 45 nur n fehlt. Ande­rer­seits addiert sich jedes der vier gegen­über­lie­gen­den Rand­paare zu 15−n. Zusam­men bilden sie den Rand mit 4(15−n)=​45−n, was n=5 er­zwingt. Stünde die 1 in einer Ecke, blieben für 2, 3 und 4 nur die mit einem X markier­ten Felder. Das sind zuwe­nige. Also steht 1 an einer Kanten­mitte, im Bild oBdA oben. Unten muß dann die 9 stehen, wes­halb in der ober­sten Zeile nur noch 6 und 8 mög­lich sind. Der Rest ist erzwun­gen und lie­fert das bis auf Dre­hung und Spie­ge­lung ein­zige magi­sche Quadrat der Grö­ße 3×3.

Daß 9 als Potenz der Drei so knapp an der Zweier­po­tenz 8 liegt, führte zu der Frage, ob es noch andere Zusam­men­tref­fen von Zweier- und Dreier­poten­zen im Abstand von eins gibt. Das war auch von theo­reti­schem Inter­esse für die pytha­gore­ische Tei­lung der Oktave. Eine enhar­moni­sche Verwech­selung von 9/8 ist viel zu grob, schö­ner wäre (n+1)/n für ein größe­res n. Das Gefühl winkt sofort ab, und tat­säch­lich konnte Levi ben Gershon schon im 14. Jahr­hun­dert bewei­sen, daß 9 und 8 die beiden ein­zigen sind. Catalan vermu­tete 1844, dies gelte für alle Poten­zen, doch erst im Jahre 2002 konnte Preda Mihailescu beweisen: Von allen Poten­zen natür­licher Zahlen sind 8 und 9 die ein­zigen im Ab­stand 1.

3,1415926535897932384626433832795028841971693993751058209749445923078164
  0628620899862803482534211706798214808651328230664709384460955058223172
  5359408128481117450284102701938521105559644622948954930381964428810975
  6659334461284756482337867831652712019091456485669234603486104543266482
  1339360726024914127372458700660631558817488152092096282925409171536436
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Feynman-Punkt an der 762. Nachkommastelle

Die Kreiszahl π sei rational, sogar ein in der 761. Stelle mit 5 enden­der Dezi­mal­bruch, weil die Berech­nung in der Folge nur noch Neu­nen lie­fere. Das woll­ten Richard Feynman und Douglas R. Hof­stadter angeb­lich den Leuten weis­machen, indem sie ab der 762. Stelle „nine nine nine nine nine nine and so on“ zu sagen planten. Doch beide schafften es nie, π derart weit aus­wen­dig zu lernen. So blieb es dabei, daß die 762. Stelle, ab der sechs­mal hinter­ein­ander eine 9 erscheint, Feynman-​Punkt heißt. Natür­lich ist es sehr unwahr­schein­lich, daß so früh eine Folge von sechs Neunen auf­tritt. Doch gibt es eine Reihe von Beson­der­heiten, nach denen man in den Nach­komma­stellen suchen kann. Und dann ist die Wahr­schein­lich­keit für irgend­einen auf­fälli­gen Furz gar nicht mehr so gering. Es bleibt aber bemer­kens­wert. [4]

Was gibt es sonst noch? Neun ist Quadrat einer Drei­ecks­zahl und damit Summe 1+8=9 von ersten Kubik­zah­len. [5] Und wie jede Zahl Summe von 4 Qua­drat­zahlen ist, so auch von 9 nicht­nega­tiven Kubik­zahlen. [6] Es gab einmal neun Pla­neten. [7] Eine Katze hat neun Leben, der Bahai-​Stern neun Zacken. Wegen „Revolu­tion No. 9“ bei den Beatles nach Neu­nen zu suchen, ist wenig ergie­big, hält manche aber nicht ab. Ein Ennea­gramm ist für Esote­riker nicht einfach ein Neun­eck oder ein neun­zacki­ger Stern, sondern verwur­stelt die Periode 142857 von 1/7 mit dem drei­ecki­gen Rest 3, 6, 9. Psycho­logi­sche Preise enden gerne mit minde­stens einer Neun, beson­ders pene­trant an Tank­stellen mit ihren Milli­euro. Ein Stan­dard-​Sudoku erfor­dert neun­mal jede Ziffer von 1 bis 9 in einem 9×9‑Qua­drat gemäß den hof­fent­lich bekann­ten Regeln. Neun-​Live gibt es leider nicht mehr.

[1] Vier Finger (digit, etwa 2 cm) bilden eine Hand­breite ohne Dau­men (palm) und zwei solcher Hände eine Spanne (shaft­ment). Wenn man mit den Fingern etwas abmes­sen wollte, dann war der Daumen einfach im Wege.

[2] Ein schönes deutsches Wort dafür fällt mir nicht ein. Zahlen-, Ziffern- oder digi­tale Wurzel scheiden für mein Ohr aus. Manche sprechen von einer ein­stel­ligen Quer­summe, ich bevor­zuge ite­rierte Quer­summe.

[3] Die Neuner­probe ist in etwas mehr als zehn Prozent der fehler­haften Rech­nungen falsch posi­tiv. Ein 15 Jahre später dank Corona und PCR‑Test jedem bekannter Begriff. Auch falsch negativ ist möglich, wenn man sich bei der Probe selbst ver­rech­net hat. Wer sicherer sein will, macht zusätz­lich die Elfer­probe.

[4] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Neunerfolgen A048940 in den Dezimalstellen vom π.

[5] 1+8+27=36, 1+8+27+64=100, allgemein 13+23+…+n3=Dn2.

[6] Nur 23=8+8+1+1+1+1+1+1+1 und 239=125+27+27+27+8+8+8+8+1 erfordern volle neun Summanden. Wer nun 16 für vierte Potenzen vermutet, liegt falsch. Es sind 19.

[7] Mein Vater Erklärt Mir Jeden Sonntag Unsere Neun Planeten.

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Acht
Warum die Acht in ihrer Beliebt­heit deut­lich hinter der Sieben liegt, bleibt unklar, zumal sieben auf den zweiten Blick nicht viel hergibt. Immer­hin ist acht die dritte Potenz von zwei, geht also aus der gött­lichen Eins durch drei­malige Ver­doppe­lung hervor. Wohl deshalb steht sie für Voll­kommen­heit. Und die drei­fache Acht für Jesus=​Iota+​Eta+​Sigma+​Omikron​+Ypsilon​+Sigma=​10+8+​200+​70+​400+200=​888. Heute würde er seine Namens­vetter von 888.com aus dem Tempel werfen, von 88 ganz zu schweigen.

Obschon bereits in den Sech­zigern 32‑Bit-​Rech­ner üblich waren, hat sich das Byte zu 8 Bit durch­gesetzt und gehalten, vor allem in unse­rem Denken. Es wird noch lange dauern, bis es sich zu den anti­ken Maßen gesellt, die nur noch in den USA gebräuch­lich sind. Bis dahin sollte man die Umrech­nung kennen und nicht erwarten, einen 10 Giga­byte großen Film mit 100 Megabaud in zwei Minu­ten runter­laden zu können.

Hätte sich der Sand­rechner des Archi­medes durch­gesetzt, würden wir heute unsere Dezimal­zahlen in Vierer­blöcke (Myriaden) gliedern. Doch Dreier­blöcke (Tau­sender) sind uns ange­nehmer. Deshalb läge es nahe, auch drei und nicht vier Binär­stellen mit einer Ziffer zu schrei­ben, also die im Unix-​Bereich bevor­zugten Oktal­zahlen zu nutzen. Daß wir uns statt­dessen mit den häß­lichen Hexa­dezimal­zahlen herum­schlagen, ist aber kein später Sieg des Archi­medes, sondern eben­falls der 8 geschul­det, weil die 8 Bit eines Bytes genau zwei Hexa­dezimal­stellen ent­sprechen.

Sprach­lich ist die Acht ihren Nach­barn über­legen. Jeder kennt den Oktopus, die Oktave und den Deutsch­land-​Achter. Wo dagegen gibt es Septo­pusse oder Sie­bener mit Steuer­mann? Zwar kennt die Musik auch Septi­men, die Eso­terik Hepta- und Ennea­gramme, doch gab und gibt es einen Drang, in Achter­gruppen zu glie­dern oder ein­fach sieben Schritte acht zu nennen, eine Altlast römi­scher Zähl­weise. Eine Oktave umfaßt nur sie­ben Töne, mit acht Tagen meint man eine Woche. John Newland glie­derte die Ele­mente in Oktaven, ohne die achte Gruppe der Edel­gase zu kennen. Zu groß war die Ver­suchung, die Ton­leiter ins Spiel zu brin­gen.

Es gibt auch berühmte achteckige Bauten, vom Felsen­dom in Jeru­salem bis zum Cafe Acht­eck in Berlin. Man mag darin die Voll­kommen­heit aus­drücken wollen, könnte auf ein Achteck aber auch einfach kommen, wenn man eine regel­mäßige Struktur bevor­zugt, ein Quadrat für zu schlicht hält, ein Kreis oder Sechseck zu kompli­ziert ist und eine Ausrich­tung nach Osten leicht zu erken­nen sein soll. Die acht Seiten wei­sen in acht Himmels­rich­tungen, aus denen acht Winde wehen. [1]

Spinnen haben acht Beine, die acht Gruppen von Elementen gliedern sich nach den äußeren 2+6=8 Elek­tronen. Sie gehen bevor­zugt Bin­dun­gen ein, in denen die Elek­tronen Oktette bil­den. Die Chine­sen preisen in ihren Restau­rants acht Schätze an, weil sie aus laut­lichen Gründen die Acht für eine Glücks­zahl halten, 2³=8 Tri­gramme stehen für den acht­fachen Weg, gerne in acht Himmels­rich­tungen darge­stellt. Es gibt nur noch acht Pla­neten, die Venus wird durch den acht­strah­ligen Stern von Isch­tar symbo­li­siert, die jüdi­sche Beschnei­dung erfolgt am ach­ten Tag. Acht Einfach­schritte sind eine Seil­länge (6 Meter). Je höher die Oktan­zahl, desto teurer das Ben­zin. Die letzen 16 treten im Achtel­finale gegen­ein­ander an und kämpfen um einen Platz unter den ersten vier. Der Wür­fel hat acht Ecken und der duale Okta­eder des­halb acht Flächen. Auch Achte­lun­gen sind beliebt. Es gibt Rohre mit 3/8 Zoll Durch­messer, das okta­metri­sche Baumaß orien­tiert sich am Achtel­meter.

Die Acht als Inbe­griff der Unend­lich­keit und Voll­kom­men­heit zu sehen, kann nicht daraus abge­lei­tet wer­den, daß wir Unend­lich­keit oder Ehe­schlie­ßung mit einer liegen­den 8 bezeich­nen und in vielen Spra­chen das Wort „Nacht“ aus „nicht“ und „acht“ zusam­men­gesetzt sein soll. [2] Eher ist es ein lan­ger wechsel­sei­tiger Pro­zeß gewe­sen, der Bedeu­tung und Benen­nung in Ein­klang gebracht hat. Die Acht ist also nicht hell, weil die Nacht dun­kel ist. Man muß sich davor in Acht nehmen, aus Rede­wen­dun­gen mit Zahl­an­klän­gen Bedeu­tun­gen abzu­lei­ten. So hat die Acht auch sprach­lich nichts mit Äch­tung oder Acht­sam­keit zu tun, auch nicht mit aid, schon gar nichts mit Aids. Viel­mehr soll das Wort sich aus einer wie auch immer gear­te­ten Bezeich­nung für zwei­mal vier ausge­streckte Fin­ger ablei­ten.

Okta­ven nennt man auch die Okto­nio­nen oder Cayley­zahlen. Sie werden aus acht reelen Zahlen gebil­det. Unter Ein­schrän­kungen kann man mit ihnen wie mit reel­len oder kom­ple­xen Zahlen rech­nen. Und es verwun­dert nicht, sie nicht nur auf mathe­mati­schem Gebiet, sondern auch in der Physik erfolg­reich ein­setzen zu können. Trotz der sieben Ima­ginär­teile hat das nichts mit Musik, Regen­bogen, Wochen­tagen oder Wandel­ster­nen zu tun. Sonst bleibt mathe­ma­tisch nicht viel. Die Acht ist keine schöne figu­rierte Zahl, aber sech­ste Fibo­nacci­zahl. [3] Die Folge 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, … kommt allent­halben vor, auch beim Legen eines Strei­fens der Breite 2 und Länge n aus Domino­steinen. Es gibt F(n+1) Muster, für n=5 also F(6)=8:

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Nicht immer nur Kaninchen, auch einmal Mauern
im Achtelmeter-Baumaß (png)

Wir schreiben nunmehr das Jahr 2020. In meinem IG‑Metall-​Kalen­der steht nichts von der Weiber­fast­nacht, vermerkt ist aber neben dem Valen­tinstag der heutige Welt­frauen­tag wie immer am 8. März. Ob es den Frauen gelingt, diese Zahl für sich zu ver­ein­nah­men, bezwei­fele ich. Die G8‑Staa­ten sind schon lange nur noch sieben und von Live‑8-​Kon­zer­ten habe ich glück­licher­weise nichts mehr gehört.

[1] Warum keine 16 oder nur vier Windrichtungen? Das hängt davon ab, was man unter ihnen versteht. Die Griechen sollen acht Winde benannt haben. Und so halten wir es heute noch. Regel­mäßig gibt es stür­mische Nord­west­winde, von Nord­nord­west­winden habe ich noch nicht gehört. Und wenn man es genauer sagen will, dann spricht man von Winden aus nord­nord­west­licher Rich­tung oder von auf Nord drehenden Nord­west­winden.

[2] Gute N8, 1tr8 Frankfurt, interpol8. Warum hat die Zehn Angst vor der Sieben? Why is ten afraid of seven? Seven ate Nine!

[3] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Fibo­naccizahlen A000045.

7 | 9 | 88 | 888 | Live 8 | Drehsinn | Oktave

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