sechs
Warum beißen sich die Esoteriker gerne an der 6 fest? Sie verdoppelt die 3, verdreifacht die 2, läßt sich durch 1, 2 und 3 teilen, und es ist 1+2+3=6, weshalb 6 die kleinste voll­kommene Zahl ist. Unsere drei­dimen­sionale Welt weist in sechs Richtungen, der Würfel hat sechs Flächen und mit dem Sechseck kann man wie die Bienen die Ebene sehr gut parket­tieren. Das alles sollte die 6 zu einer angenehmen, gar heiligen Zahl machen. Doch woher rührt die starke negative Sicht auf diese Zahl? An der laut­lichen Änlichkeit von sechs, six und Sex wird es wohl nicht liegen. Meine bescheidene Antwort führt auf den Würfel mit seinen 1 bis 6 Augen. Eine Sechs zu würfeln ist Glück, und drei Sechsen Teufelswerk.

Die Parket­tierung der Ebene mit Sechsecken ist die günstigste, sozusagen die rundeste, die mit der geringsten Kanten­länge auskommt. Da zusätzlich der 120-Grad-Winkel sich wie bei Seifenblasen durch das Gleich­gewicht der Kräfte von selbst bilden kann, ist es nicht verwun­derlich, daß die Bienen keine Quadrate bauen, die auch noch gegen seitliche Kräfte anfälliger sind. Die dichteste Packung von gleich­großen Kreisen in der Ebene ist die in Wabenform, wo jeder Kreis von 6 anderen umgeben ist, die sich unter­einander berühren und nicht wackeln können. Da liegt die Versuchung nahe, eine Siebenheit als ein Sechsfaches mit Zentrum zu denken.

In sechs Tagen hat Gott gearbeitet, am siebten ruhte er. Das war der Samstag. Und dazu fällt mir ein: Wie setzt sich M,D,M,D,F fort? Naürlich mit S,S für Samstag und Sonntag. Und wie steht es um 1010,20,12,11,10? Mit der Zahl 6 wird es etwas zu tun haben, sonst stünde es nicht hier.

5 | 7 | 666 | Sechseckzahlen | Sterne

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