neun
Will man der 9 eine Bedeutung zumessen, so ergeben sich zwei in die gleiche Richtung weisenden Möglich­keiten. Zum einen die Erhöhung der schon voll­kommenen 8 und als Verdrei­fachung der schon heiligen 3. Deshalb steht sie für die höchste Voll­kommenheit. Recht willkürlich ist dagegen ihre Bedeutung als größte einstellige Zahl des Dezimal­systems, weshalb jede Zahl bei der Division durch 9 den gleichen Rest läßt wie ihre Quersumme. Und so führt die Vorgehens­weise der Numerologen, aus Zahlen und aus in Zahlen umgesetze Buch­staben durch fort­währende Addition der Ziffern alles auf eine Zahl von 1 bis 9 zu reduzieren, immer auf den Rest der Division durch 9, wenn man statt der 0 eine 9 nimmt.

8 | 10 | 3 | 999 | Teilbarkeitsregeln

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und neun ist keins
und zehn ist eins.
Das ist das Hexen-Einmaleins.

Interessante Seite, muss ich schon sagen. Respekt!

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Als ich diesen Spruch bei irgendwelchen Esoterikern las, dachte ich sofort an die Welt von 1 bis 9 der Numerologen, bei denen wirklich 9=0 und 10=1 ist, modulo 9 eben. Aber dabei bleibt es auch, denn von 4*5=2 habe ich noch nichts gehört. Auch nichts davon, daß das Hexeneinmaleins nicht neunteilerfrei ist.

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Der Spruch
stammt ja aus Goethes Faust (1. Teil) und ist der Schluss vom Hexeneinmaleins ("Du mußt verstehn - aus eins mach zehn, die zwei laß gehn, die drei mach gleich, so bist Du reich...").

Wenn mans richtig dechiffriert kommt ein magisches Quadrat raus - und zwar nicht das, was im Anhang der DTV-Ausgabe abgedruckt ist. Hab es aber nicht mehr im Detail parat.

Mir, der ich in Mathe und Zahlenakrobatik nie so recht firm war, schwirrt bei dem ganzen "die dreizahl durch die vierzahl auf die einzahl reduzieren" ohnehin ganz schön der Schädel. Und so kommt mir dann bisweilen der Spruch von Mephisto in den Sinn:

Es war der Brauch zu allen Zeiten
durch drei und eins
und eins und drei
Irrtum statt Wahrheit zu verbreiten.

Könnte ein Seitenhieb auf das Dreieinigkeitsdogma sein. Oder auf Zoroaster, der gesagt hat:
Die Dreizahl glänzet im Universum -
und die Monade ist ihr Prinzip.

Gleichzeitig spüre ich, dass in dem alten Zahlenwissen, von dem mich manchmal eine leise Ahnung umweht, doch tiefere Wahrheiten und Schönheiten stecken. Die heilige Geometrie, der Zusammenhang von Fibonacci-Zahlen und dem goldenen Schnitt, die Phi-Relation, die Zyklen des Maya-Kalenders, die 19,5 und 33-Grad-Zusammenhänge. Ein weites Feld...

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Es ist schon lange her, da ich im Schauspielhaus zu Frankfurt der Tragödie erster Teil mit Brandauer als Mephisto gesehen habe. Und meine Schulzeit liegt noch viel weiter zurück. Vielleicht aber sollte ich Goethe mit Blick auf die Zahlen einmal studieren, gleichwohl dabei nicht mehr herauskommen wird als aus seiner Farbenlehre. Bach dagegen wäre ergiebiger.

Wenn ich auch etwas über die Zahlen zugeordneten Bedeutungen geschrieben habe, so glaube ich doch nichts davon. Vielmehr finde ich manche Zahlen interessant, die ebenso beliebig scheinen, es dennoch nicht sind. Das Paradebeispiel ist die Zwölfteilung der Oktave. Und natürlich auch das Wachstum einiger Pflanzen nach Fibonacci.

Quinte

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Im Faust steht ab Vers 2550 "Und Neun ist Eins, Und Zehn ist keins" (9=1, 10=0), also leider nicht die esoterische Umdichtung (9=0,10=1). Und das mit dem magischen Quadrat leutet mir auch nicht ein. Dann wäre es doch am einfachsten, die 5 stehen zu lassen. Wahrscheinlich soll ein sinnleerer Hexenspruch in Kindervers-Manier nur deutlich machen, daß es sich um Schwachsinn handelt.

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Magisches Quadrat
Ganz so schwachsinnig isses nicht. Mal gucken, ob ich die Auflösung noch irgendwo auf der Festplatte habe. Ansonsten sehe ich das Thema Numerologie ziemlich undogmatisch und entspannt. Mit der kabbalistischen Gleichsetzung von Buchstaben und Zahlenwerten kann ich beispielsweise ziemlich wenig anfangen, auch wenn ich schon hundertmal gehört habe, dass die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets den 22 großen Arkana des Tarot entsprechen und den Pfaden des Sephiroth-Baums.
Wie auch immer, ich bin schon gespannt, was Ihnen zur 13 einfällt;-)

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Da die 5 in der Mitte unumgänglich ist, würde ich sie nicht wegschieben. Die nach Goethe konstruierten magischen Quadrate haben deshalb auch Mängel. Die Diagonalen stimmen nicht. An anderen Deutungen haben sich auch schon Heerscharen versucht.

Welche Buchstaben im Alphabet welchen Wert haben, ob man Vokale weglassen darf oder nur Buchstabeln zählt, die römischen Zahlzeichen entsprechen, finde ich weniger interessant als die Tatsache, daß man heute von der englischen Sprache und sogar vom ASCII-Code ausgeht, als sei die heilige amerikanische Nation von Anfang an auserwählt.

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