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Vielfalt ./. Vielfalt
wuerg, 26.07.2026 13:38
Man mag es mir nachsehen, wenn bei einem Anschlag nicht spontan „meine Gedanken bei den Opfern“ sind, und ich als Politiker befragt eine solche Phrase auch nicht raushauen würde, sondern vielmehr hoffte, daß nicht eine rechte Gruppierung oder ein auch nur mit Mühe rechts zu verortender Einzeltäter verantwortlich ist, denn 1000 ‚Brennpunkte‘ vor einer derart bedeutenden Wahl möchte ich nicht sehen
‚Glücklicherweise‘ handelte es sich wohl um einen Moslem [1], zwar ein deutscher, doch kein Nicht-Migrant (früher Biodeutscher). Immerhin ein Mann! Doch im Vordergrund sollte eigentlich stehen, daß er wieder einmal eine dicke Akte bei Polizei und Verfasungsschutz hat und wohl nach Verbüßung einer lappedudeligen Jugendstrafe gerade aus dem Gefängnis in eine Wohnung entlassen wurde, auf die andere Berliner lange warten müssen.
Alleinstellungsmerkmal dieser Tat ist die Zielgruppe. Nicht irgendwelche Menschen auf Festen oder im Park, sondern vielfältige Demonstranten und derer Schaulustige, die letzlich Opfer unseres Wohlgefallens an vielfältig Unzivilisierten wurden. Kein Einzelfall, sondern gestriger Schlußpunkt einer Reihe, die sich schon am heutigen Tage fortsetzen wird. Auch diesmal natürlich Zufallsopfer, doch aus einer Gruppe, die sich intersektional ihren Mördern an den Hals wirft.
[1] Selbst ein rechts angehauchter Youtuber meinte, man müsse von einem islamistischen, nicht einem muslimen Anschlag sprechen. Zwar sind unsere Umtriebe vergangener Jahrhunderte im heutigen Sprachgebrauch nicht mehr christlich zu nennen, doch katholikistisch habe ich noch nicht gehört. Damals wie heute sehe ich Ablenkung, Duldung, Unterstützung und klammheimliche Freude auch unbeteiligter Glaubensbrüder und -schwestern, wenn letztere auch nicht nur diese Drecksarbeit den Männern überlassen.
‚Glücklicherweise‘ handelte es sich wohl um einen Moslem [1], zwar ein deutscher, doch kein Nicht-Migrant (früher Biodeutscher). Immerhin ein Mann! Doch im Vordergrund sollte eigentlich stehen, daß er wieder einmal eine dicke Akte bei Polizei und Verfasungsschutz hat und wohl nach Verbüßung einer lappedudeligen Jugendstrafe gerade aus dem Gefängnis in eine Wohnung entlassen wurde, auf die andere Berliner lange warten müssen.
Alleinstellungsmerkmal dieser Tat ist die Zielgruppe. Nicht irgendwelche Menschen auf Festen oder im Park, sondern vielfältige Demonstranten und derer Schaulustige, die letzlich Opfer unseres Wohlgefallens an vielfältig Unzivilisierten wurden. Kein Einzelfall, sondern gestriger Schlußpunkt einer Reihe, die sich schon am heutigen Tage fortsetzen wird. Auch diesmal natürlich Zufallsopfer, doch aus einer Gruppe, die sich intersektional ihren Mördern an den Hals wirft.
[1] Selbst ein rechts angehauchter Youtuber meinte, man müsse von einem islamistischen, nicht einem muslimen Anschlag sprechen. Zwar sind unsere Umtriebe vergangener Jahrhunderte im heutigen Sprachgebrauch nicht mehr christlich zu nennen, doch katholikistisch habe ich noch nicht gehört. Damals wie heute sehe ich Ablenkung, Duldung, Unterstützung und klammheimliche Freude auch unbeteiligter Glaubensbrüder und -schwestern, wenn letztere auch nicht nur diese Drecksarbeit den Männern überlassen.
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Kontaktschuld
wuerg, 22.07.2026 16:46
Ich habe mich beim Che zu einem Kommentar zu seinen Ausführungen über das soziale Geschlecht hinreißen lassen. Dankenswerterweise ist er darauf eingegangen. Natürlich erwartete ich nicht, er würde nach Jahrzehnten der Beschäftigung mit derartigen Themen mir einfach zustimmen. Andere blieben lieber stumm, hatten kein Interesse oder fürchteten die Kontaktschuld.
So bin ich dankbar, daß der wohl auch in dieser Angelegenheit abtrünnige, aber noch nicht übergelaufene Bersarin sich mit einem ebenfalls kritischen, meinem zwar nicht unter-, aber nebengeordneten Kommentar zu Wort meldete und so anderen die Gelegenheit bot, sich ohne Angst zu äußern. Dankenswerterweise vermied er darin das überhebliche Wort Identität für alte Eigenschaften und neue Erfindungen.
Ich will dort keinen mit weiteren Einlassungen zu Identität, Gleichheit, Äquivalenz, Gleichwertigkeit, Willkür und Schwachsinn verschrecken, bin Jens Spahn aber dankbar, Benennung, Besprechung und letztlich auch Abschaffung von Auswüchsen einen Schritt voran gebracht zu haben. Die Kontaktschuld schwindet, die Angst vor der eigenen Meinung ebenfalls, selbst wenn es bei vielen nur rechtzeitige Anpassung an kommende Verhältnisse ist.
So bin ich dankbar, daß der wohl auch in dieser Angelegenheit abtrünnige, aber noch nicht übergelaufene Bersarin sich mit einem ebenfalls kritischen, meinem zwar nicht unter-, aber nebengeordneten Kommentar zu Wort meldete und so anderen die Gelegenheit bot, sich ohne Angst zu äußern. Dankenswerterweise vermied er darin das überhebliche Wort Identität für alte Eigenschaften und neue Erfindungen.
Ich will dort keinen mit weiteren Einlassungen zu Identität, Gleichheit, Äquivalenz, Gleichwertigkeit, Willkür und Schwachsinn verschrecken, bin Jens Spahn aber dankbar, Benennung, Besprechung und letztlich auch Abschaffung von Auswüchsen einen Schritt voran gebracht zu haben. Die Kontaktschuld schwindet, die Angst vor der eigenen Meinung ebenfalls, selbst wenn es bei vielen nur rechtzeitige Anpassung an kommende Verhältnisse ist.
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Auferstanden aus Ruinen
wuerg, 15.07.2026 21:22
Auf einer AfD-Veranstaltung machte der Kabarettist Uwe Steimle ein paar Witze, die er besser gelassen hätte und in mir den Gedanken aufblitzen ließen, er sei die Sarah Bosetti der Rechten. Auch das mit Siegmund und Chrupalla wohl nicht abgesprochene Absingen der ostdeutschen Nationalhymne hätte ich gelassen, denn man weiß nicht, was stärker wirkt, das Entsetzen der Gesamtbevölkerung oder die Ostalgie der demnächst zur Wahl Aufgerufenen.
Aber schön, daß in der nachfolgenden Diskussion nun zur Sprache kommt, daß der Text in der DDR wie die ersten Strophen des Deutschlandliedes zwar nicht verboten war, doch nicht mehr zu offiziellen Anlässen gesungen werden durfte, ähnlich der Deutschlandfahne heute.
Heidewitzka, Herr Kapitän
Aber schön, daß in der nachfolgenden Diskussion nun zur Sprache kommt, daß der Text in der DDR wie die ersten Strophen des Deutschlandliedes zwar nicht verboten war, doch nicht mehr zu offiziellen Anlässen gesungen werden durfte, ähnlich der Deutschlandfahne heute.
Heidewitzka, Herr Kapitän
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Geschäftsordnung
wuerg, 11.07.2026 16:24
Wer jemals in einer Partei auch nur etwas aktiv war, kennt sie, die Beidarmigen mit ihren Anträgen zur Geschäftsordnung. Als Delegierte auf Parteitagen lungern diese immer gleichen gerne in der Nähe des Mikrophons herum. Wer sich die Übertragung des AfD-Parteitages angesehen hat, weiß, daß nach spätestens zwei Redebeiträgen ein Antrag auf Ende der Debatte, zumindest Schließung der Rednerliste gestellt wird. Oft ist das zielführend und zeitsparend, wenn so und so klar ist, wie die nachfolgende Abstimmung ausfallen wird.
Eine Steigerung besteht darin, sich bessere Durchsetzungschancen zu sichern, indem man zuvor die Geschäftsordnung oder andere Vorschriften ändert. Das ist ein immer beliebter werdendens Mittel, die AfD auszugrenzen. Eine leichte Übung besteht darin, mit einfacher Mehrheit Einspruchsmöglichkeiten oder Minderheitenrechte zu beschneiden. Begleitend kann man sie von finanziellen Zuwendungen fernhalten, ihnen Posten verwehren, gar nachträglich aberkennen.
Noch glücklicher kann man sich schätzen, mit Zweidrittelmehrheit nicht nur die Geschäftsordnung ändern und einfache Gesetze beschließen, sondern selbst die Verfassung anpassen zu können. Fall auf Linie gebrachte Verfassungsgerichte wider Erwarten einschreiten, ist zumindest teilweise der beabsichtigte Schaden bereits entstanden. Paradebeispiel war die Auflösung der Schuldenbremse mit einer bereits abgewählten Mehrheit.
So liegt die Schnapsidee nahe, für die Wahl eines neuen Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt eine Zweidrittelmehrheit vorzusehen, solange man sie noch selbst hat. Würde das nicht vom Verfassungsgericht kassiert, könnte Sven Schulze nicht auf ewig, aber vier Jahre oder bis zu seinem Tode weiterregieren. Danach wäre Sachsen-Anhalt führungslos, solange die AfD gemeinsam mit anderen, denen dieser Zustand ebenfalls auf den Keks gehen wird, nicht die Zweidrittelmehrheit erreicht.
Um das gleiche ohne Verfassungsänderung zu bewirken, ist zumindest eine absolute Mehrheit der AfD zu verhinden. Ich hoffe, es gelingt nicht. Falls doch, bleiben BSW und Überläufer aus der CDU. Alternativ die SPD unter die Fünfprozent-Hürde zu drücken, wird wohl nicht gelingen, da viele Wähler aus Mitleid oder ‚strategisch‘ denkend das verhindern werden.
Eine Steigerung besteht darin, sich bessere Durchsetzungschancen zu sichern, indem man zuvor die Geschäftsordnung oder andere Vorschriften ändert. Das ist ein immer beliebter werdendens Mittel, die AfD auszugrenzen. Eine leichte Übung besteht darin, mit einfacher Mehrheit Einspruchsmöglichkeiten oder Minderheitenrechte zu beschneiden. Begleitend kann man sie von finanziellen Zuwendungen fernhalten, ihnen Posten verwehren, gar nachträglich aberkennen.
Noch glücklicher kann man sich schätzen, mit Zweidrittelmehrheit nicht nur die Geschäftsordnung ändern und einfache Gesetze beschließen, sondern selbst die Verfassung anpassen zu können. Fall auf Linie gebrachte Verfassungsgerichte wider Erwarten einschreiten, ist zumindest teilweise der beabsichtigte Schaden bereits entstanden. Paradebeispiel war die Auflösung der Schuldenbremse mit einer bereits abgewählten Mehrheit.
So liegt die Schnapsidee nahe, für die Wahl eines neuen Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt eine Zweidrittelmehrheit vorzusehen, solange man sie noch selbst hat. Würde das nicht vom Verfassungsgericht kassiert, könnte Sven Schulze nicht auf ewig, aber vier Jahre oder bis zu seinem Tode weiterregieren. Danach wäre Sachsen-Anhalt führungslos, solange die AfD gemeinsam mit anderen, denen dieser Zustand ebenfalls auf den Keks gehen wird, nicht die Zweidrittelmehrheit erreicht.
Um das gleiche ohne Verfassungsänderung zu bewirken, ist zumindest eine absolute Mehrheit der AfD zu verhinden. Ich hoffe, es gelingt nicht. Falls doch, bleiben BSW und Überläufer aus der CDU. Alternativ die SPD unter die Fünfprozent-Hürde zu drücken, wird wohl nicht gelingen, da viele Wähler aus Mitleid oder ‚strategisch‘ denkend das verhindern werden.
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95 ¢
wuerg, 09.07.2026 16:51
Ich habe mich nur ungern und selten durch Portale gewühlt, wo die Arbeit auf mich verlagern. Auch bei Amazon und Konsorten habe ich dieses Jahr noch nichts bestellt. Da viele auch keine elektronische Anschrift nennen, schrieb ich gelegentlich an das Impressum. Doch vor zwei Wochen habe ich wieder 95 Cent investiert, um mich schriftlich zu beklagen, denn ein Brief muß abgelegt, andernfalls zumindest gescant werden, ist also schlecht zu ignorieren.
Ab heute Nachmitag werde ich davon regelmäßig Gebrauch machen, auch wenn die soeben beschlossene Chat-Kontrolle mehr auf das zielt, was man auf dem Mobiltelefon verschiedenen Kommunikationsdiensten anvertraut, denn was ich hier schreibe, kann so und so jedermann lesen, sollte es sogar, macht es aber immer weniger. Sollte ein selbsternannter Tugendwächter wie auf Twitter geschehen, etwas beanstanden, kann er zumindest einigermaßen im Recht ohne weiteres meine Identität ermitteln lassen. Es würde sich nicht lohnen, denn ich bin so alt, daß jede Drohung verpufft.
1948 überschätzte George Orwell die Möglichkeiten des Jahres 1984 mit der Vorstellung, man könne dann Menschen flächendeckend elektronisch überwachen. Aber numehr ist die Zeit gekommen, da man über die Kapazitäten verfügt, jedes Wort auf ewig zu speichern. Zudem kann man diesen Zetabyte-Wust in kurzer Zeit ordnen, vollständig neu durchforsten und Mißliebigkeiten sofort aussondern. Und was 1984 noch geheim geschah, greift nun schamlos vor aller Augen um sich: Offensichtliche Verfahrenstricks wie mehrfache Abstimmung bis zum Wunschergebnis, Eilverfahren, Sommerpause und negative Mehrheit nebst Druck auf Abweichler, wenn nicht gar Bestechung. Die Guten sind so gut, sie müssen sich nicht rechtfertigen, an Sitte, Anstand, gar Recht halten.
Ab heute Nachmitag werde ich davon regelmäßig Gebrauch machen, auch wenn die soeben beschlossene Chat-Kontrolle mehr auf das zielt, was man auf dem Mobiltelefon verschiedenen Kommunikationsdiensten anvertraut, denn was ich hier schreibe, kann so und so jedermann lesen, sollte es sogar, macht es aber immer weniger. Sollte ein selbsternannter Tugendwächter wie auf Twitter geschehen, etwas beanstanden, kann er zumindest einigermaßen im Recht ohne weiteres meine Identität ermitteln lassen. Es würde sich nicht lohnen, denn ich bin so alt, daß jede Drohung verpufft.
1948 überschätzte George Orwell die Möglichkeiten des Jahres 1984 mit der Vorstellung, man könne dann Menschen flächendeckend elektronisch überwachen. Aber numehr ist die Zeit gekommen, da man über die Kapazitäten verfügt, jedes Wort auf ewig zu speichern. Zudem kann man diesen Zetabyte-Wust in kurzer Zeit ordnen, vollständig neu durchforsten und Mißliebigkeiten sofort aussondern. Und was 1984 noch geheim geschah, greift nun schamlos vor aller Augen um sich: Offensichtliche Verfahrenstricks wie mehrfache Abstimmung bis zum Wunschergebnis, Eilverfahren, Sommerpause und negative Mehrheit nebst Druck auf Abweichler, wenn nicht gar Bestechung. Die Guten sind so gut, sie müssen sich nicht rechtfertigen, an Sitte, Anstand, gar Recht halten.
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Gegendemonstranten
wuerg, 06.07.2026 22:34
Ohne Gespür und Wissen ist es mitunter nicht leicht, einem zusammengesetzten Wort zu entnehmen, in welcher Beziehung dessen Teile stehen. So versammelten sich bisher Gegendemonstranten, um sich am Rande einer Demonstration gegen diese zu wenden. In den letzten Tagen aber gefiel man sich darin, bereits ein Gegendemonstrant zu sein, wenn man nur gegen etwas ist und das auch demonstriert. Mit dem AfD-Parteitag am vergangenen Wochenende scheint dieser Wechsel vollzogen, jedenfalls in den Hirnen Geisteskranker.
Und so ist es wunderbar zu sehen, wie eine jetzt allseits bekannte Frau, die besser bei ihren Aktien geblieben wäre, mit ihrer Anbiederung an die von den Staatsmedien bevorzugte Lesart voll auf die Schnauze fiel. Offensichtlich hatte sie nur eine Überschrift der Bildzeitung zu Übergriffen von Gegendemonstranten auf Journalisten gelesen. Und welcher Couleur müssen die gewesen sein, wenn die Demonstranten doch Antifaschisten waren? Prompt verurteilte sie die Übergriffe auf Schärfste und vermißte eine Distanzierung der AfD, obwohl Alice Weidel sich dazu schon am Vortage deutlich geäußert hatte.
Über diese Peinlichkeit könnte ich wie ihre Mitdiskutanten im Bayrischen Rundfunk hinwegsehen. Es ist aber ein wunderbar ausgearbeitetes Beispiel für die sonst nur hypothetisch in den Raum gestellte Umkehrung: Was würde in den Medien losbrechen, wieviele Brennpunkte gäbe es, wenn die AfD mit derart schäbigen Methoden vorginge, wie sie unter unseren Demokraten sozial anerkannt sind?
Und so ist es wunderbar zu sehen, wie eine jetzt allseits bekannte Frau, die besser bei ihren Aktien geblieben wäre, mit ihrer Anbiederung an die von den Staatsmedien bevorzugte Lesart voll auf die Schnauze fiel. Offensichtlich hatte sie nur eine Überschrift der Bildzeitung zu Übergriffen von Gegendemonstranten auf Journalisten gelesen. Und welcher Couleur müssen die gewesen sein, wenn die Demonstranten doch Antifaschisten waren? Prompt verurteilte sie die Übergriffe auf Schärfste und vermißte eine Distanzierung der AfD, obwohl Alice Weidel sich dazu schon am Vortage deutlich geäußert hatte.
Über diese Peinlichkeit könnte ich wie ihre Mitdiskutanten im Bayrischen Rundfunk hinwegsehen. Es ist aber ein wunderbar ausgearbeitetes Beispiel für die sonst nur hypothetisch in den Raum gestellte Umkehrung: Was würde in den Medien losbrechen, wieviele Brennpunkte gäbe es, wenn die AfD mit derart schäbigen Methoden vorginge, wie sie unter unseren Demokraten sozial anerkannt sind?
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Ackergaul – Turnierpferd
wuerg, 04.07.2026 16:30
Heute Neuwahlen der AfD. Draußen laufen ein paar Gewalttäter herum, unterstützt durch Teilnehner einer kostenfreien Kaffeefahrt. Drinnen Ruhe, aber auch Kontroverse, nicht gewalttätig, sondern demokratisch: Gegen den alten Schatzmeister Carsten Hütter, der einen langweiligen Kassenbericht vortrug und sich selbst als Ackergaul sieht, tritt der von ihm Turnierpferd genannte Hannes Gnauk an. Wahl und Stichwahl erfolglos, beide knapp unter 50%. Im neu aufgesetzten Wahlverfahren keine Rückzieher, keine weiteren Bewerber, und das Turnierpferd siegt.
Zwar kennt die AfD, daß man als Erstplazierter die Stichwahl verlieren kann, doch fehlten dem Ackergaul nur wenige Promille aus Enthaltungen und Gegenstimmen. Die entschieden sich kaum für das Turnierpferd. Vielmehr sprangen im zweiten Wahlgang wohl einige, im dritten weitere vom Ackergaul. Ich kann es nachvollziehen: Nach der frechen Rede des Turnierpferdes hätte ich das Ackergaul gewählt, als solches aber spätestens nach der knapp verlorenen Stichwahl zurückgezogen, auch wenn der Gegner gleichfalls die 50% verfehlte. [1]
So sah ich seine Zeit gekommen. Und es kam, wie es kommen mußte: Auch dieses Ackergaul war nicht mit dem Gnadenbrot zufrieden, sondern hielt sich für derart unentbehrlich, daß es sogar zum Stellvertreter des Turnierpferdes kandidierte und deutlich durchfiel. Scheitern statt eines glorreichen Abganges. So hart, wenn auch frei von körperlicher Gewalt ist das Parteileben in polizeigeschützen Versammlungen.
[1] Aber nein, Carsten Hütter setzte seinen Niedergang fort:
Zwar kennt die AfD, daß man als Erstplazierter die Stichwahl verlieren kann, doch fehlten dem Ackergaul nur wenige Promille aus Enthaltungen und Gegenstimmen. Die entschieden sich kaum für das Turnierpferd. Vielmehr sprangen im zweiten Wahlgang wohl einige, im dritten weitere vom Ackergaul. Ich kann es nachvollziehen: Nach der frechen Rede des Turnierpferdes hätte ich das Ackergaul gewählt, als solches aber spätestens nach der knapp verlorenen Stichwahl zurückgezogen, auch wenn der Gegner gleichfalls die 50% verfehlte. [1]
So sah ich seine Zeit gekommen. Und es kam, wie es kommen mußte: Auch dieses Ackergaul war nicht mit dem Gnadenbrot zufrieden, sondern hielt sich für derart unentbehrlich, daß es sogar zum Stellvertreter des Turnierpferdes kandidierte und deutlich durchfiel. Scheitern statt eines glorreichen Abganges. So hart, wenn auch frei von körperlicher Gewalt ist das Parteileben in polizeigeschützen Versammlungen.
[1] Aber nein, Carsten Hütter setzte seinen Niedergang fort:
Hannes Carsten Alexander
Gnauk Hütter Jungbluth Nein Enth.
1. Wahlgang 46,03% 49,04% 4,33% 0,54%
Stichwahl 48,38% 48,20% 3,42% 0,54%
2. Wahlgang 50,95% 44,90% 4,23% 0,18%
Stellvertreter 32,95% 65,90% 1,16% 0,57%
Im Gegensatz zur AfD hätte ich es bei einer Nachkommastelle bewenden lassen, da jeder Delegierte mit knapp 2‰ zu Buche schlägt.... link (0 Kommentare) ... comment
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