Hybris
wuerg, 06.08.2026 20:27
Hybris ist maßlose Vermessenheit bis hin, sich für gottgleich zu halten. Das Eigenschaftswort dazu lautet hybrid, dessen negative Konnotation in den letzten 100 Jahren verschwand, als es Mode wurde, jede Mischung als Hybrid zu bezeichnen, nicht nur mehr solche aus einer guten und einer wertloseren Komponente, wie sie in Mischlingen gesehen wurden.
Viele Jahre kannte ich dieses Wort nur von Hybridrechnern. Das war kein Mensch, der überschlagsmäßig im Kopf rechnete, etwas genauer mit dem Rechenschieber, präziser mit siebenstelligen Logarithmen oder gar (elektro)mechanischen Rechenmaschinen, sondern eine Mischung aus wenig genauer, aber sehr schneller analoger Elektronik und damals noch teuren und langsamen Digitalrechnern.
Zwischenzeitlich leben wir mit einer Hybrid-Invasion. Damit sind nicht Menschen aus fremden Ländern gemeint, sondern jeder Mist: Stahlbeton, Hybridspeicher, Hybridautos, in denen es neben einem normalen Verbrennungsmotor auch Elektromotoren über den Anlasser und die Fensterheber hinaus als Antrieb gibt. Rückwirkend gilt auch die Nutzung von Segeln und Ruderern als Hybridantrieb.
Manche sehen in ihrer Hybris überall Hybridität, wo es nicht nur gilt das Unitäre zu übersteigen, sondern sogar das Binäre hinter sich zu lassen. Hybride Identität,toxische hybride Männlichkeit. Dort gibt es nicht nur zwei, sondern viele Komponenten, ein riesiges Spektrum wie in der seit der Besetzung der Krim modernen hybriden Kriegsführung, in der (man glaubt es kaum) nicht nur am Boden, zur See und in der Luft gekämpft wird, sondern auch mit unlauteren Mitteln wie Propaganda, Täuschung, gar Attentat, als hätte es das früher nicht gegeben, weil Internet, Drohnen und GPS fehlten.
Deshalb ist ganz klar: Wer derzeit von hybrider Kriegsführung spricht, meint die Russen, kurz Putin. Vielleicht noch Selenskyj, der zu allerlei Attacken gegen Freund und Feind neigt. Herr Dobrindt hat diesen Begriff wieder zurückgezogen. Wahrscheinlich fiel spät, aber besser als gar nicht auf, daß die Sprengstoffdrohne auf dem Leipziger Flughafen wohl nicht russischen Ursprunges ist. Und falls doch, war der Zünder absichtlich funktionsuntüchtig, um zu sagen: Es wäre auch mehr möglich gewesen! Ähnlich den Oreschnik-Raketen, die nur mit ihrem Gewicht einschlugen, ohne konventionelle oder gar atomare Sprengköpfe.
Auf Basis meiner mageren Kenntnis, zu der aber die Anwesenheit mit Munition beladerer ukrainischer Frachtflugzeuge gehört, erscheint mir plausibel, die Drohnen seien nicht in Moskau oder aus dem benachbarten Wald gesteuert worden, sondern mit Sichtkontakt zum Beipiel aus diesen Flugzeugen heraus. Und bevor ich an Russen denke, kommt mir eher ein deutscher Einsatz in den Sinn, um sich noch vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt in einen Krieg zu retten. Aber die Wirklichkeit wird einfacher sein, auch wenn sie wie zu Nordstream erst nach Jahren ans Licht kommt.
Viele Jahre kannte ich dieses Wort nur von Hybridrechnern. Das war kein Mensch, der überschlagsmäßig im Kopf rechnete, etwas genauer mit dem Rechenschieber, präziser mit siebenstelligen Logarithmen oder gar (elektro)mechanischen Rechenmaschinen, sondern eine Mischung aus wenig genauer, aber sehr schneller analoger Elektronik und damals noch teuren und langsamen Digitalrechnern.
Zwischenzeitlich leben wir mit einer Hybrid-Invasion. Damit sind nicht Menschen aus fremden Ländern gemeint, sondern jeder Mist: Stahlbeton, Hybridspeicher, Hybridautos, in denen es neben einem normalen Verbrennungsmotor auch Elektromotoren über den Anlasser und die Fensterheber hinaus als Antrieb gibt. Rückwirkend gilt auch die Nutzung von Segeln und Ruderern als Hybridantrieb.
Manche sehen in ihrer Hybris überall Hybridität, wo es nicht nur gilt das Unitäre zu übersteigen, sondern sogar das Binäre hinter sich zu lassen. Hybride Identität,
Deshalb ist ganz klar: Wer derzeit von hybrider Kriegsführung spricht, meint die Russen, kurz Putin. Vielleicht noch Selenskyj, der zu allerlei Attacken gegen Freund und Feind neigt. Herr Dobrindt hat diesen Begriff wieder zurückgezogen. Wahrscheinlich fiel spät, aber besser als gar nicht auf, daß die Sprengstoffdrohne auf dem Leipziger Flughafen wohl nicht russischen Ursprunges ist. Und falls doch, war der Zünder absichtlich funktionsuntüchtig, um zu sagen: Es wäre auch mehr möglich gewesen! Ähnlich den Oreschnik-Raketen, die nur mit ihrem Gewicht einschlugen, ohne konventionelle oder gar atomare Sprengköpfe.
Auf Basis meiner mageren Kenntnis, zu der aber die Anwesenheit mit Munition beladerer ukrainischer Frachtflugzeuge gehört, erscheint mir plausibel, die Drohnen seien nicht in Moskau oder aus dem benachbarten Wald gesteuert worden, sondern mit Sichtkontakt zum Beipiel aus diesen Flugzeugen heraus. Und bevor ich an Russen denke, kommt mir eher ein deutscher Einsatz in den Sinn, um sich noch vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt in einen Krieg zu retten. Aber die Wirklichkeit wird einfacher sein, auch wenn sie wie zu Nordstream erst nach Jahren ans Licht kommt.
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