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Waren Preise
wuerg, 04.08.2023 14:38
Vor Jahren beantwortete ich artig ein paar Fragen, um meinen CO2‑Fußabruck bestimmen zu lassen. Statt eines Lobes wurde mir frech ausgedruckt, ich könne weniger Fleisch essen. Eine Unverschämtheit, zumal ich weder Auto fahre noch fliege. Und deshalb können mir Vegetarier im Verein mit Ernährungs- und Nachhaltigkeitswissenschaftlerinnen ihre tendenziösen Rechnungen vorbeten wie sie wollen. Sie gehen mir am Arsch vorbei.
Ich esse zunehmend teures Gemüse, weil es wohl wirklich gesund ist. Dazu fahre ich aber nicht mit dem Rad zu Penny, sondern bevorzuge frische Ware. Die gibt es bei Edeka und auf dem Wochenmarkt, solange es sich noch für den Händler lohnt. Daß ich bei ihm für mehr Geld eine höhere Qualität erhalte, will ich lieber nicht beschwören. Es bleibt jedoch in der Region und bei arbeitenden Menschen, es fließt nicht in grünwaschende Werbekampagnen.
Was Penny unter wahren Preisen versteht, sind eher vermutete Kosten der Nahrungsproduktion samt Vertrieb und Profit. Warum sollte ich diese Kosten als Preis zahlen, wenn wie breit erklärt die Belastungen der Umwelt und der Gesundheit weiterhin von anderen ausgeglichen werden, letztlich vom Steuerzahler? Wo ist die Gerechtigkeit, wenn alternativ der Endverbraucher, egal ob arm oder reich, die Gesamtbelastung löhnen muß? So bleiben die wahren Preise in Wahrheit eine Werbekampagne, die vielleicht einen positiven Effekt hat, wenn eine Diskussion darüber beginnt, ob Lebensmittel unterschiedlich besteuert werden sollten.
Wer viel Geld für Werbung ausgibt, mir ständig Prospekte einwirft, mich mit 16‑fachen Payback-Punkten, Gutscheinen, Rabatten, Sonderangeboten und einer sog. App lockt, kann nicht nur den kleinen Verlust einstecken, der dadurch entsteht, daß viele ihre Würstchen woanders kaufen, sondern auch den Erlös für ein grünes Projekt direkt neben den Krombacher-Bäumen spenden. Ich belasse es dabei, meinen Pfandbon in den Spendenkasten zu werfen und an der Kasse bar ohne Abzüge zu zahlen. Auch beeindruckt es mich nicht, daß Penny seinen Mitarbeitern eine Woche lang mindestens 20 Euro als wahres Gehalt zahlt und dafür nur das Weihnachtsgeld streicht. [1]
[1] "Wahres Gehalt": Penny zahlt Angestellten eine Woche lang das, was sie eigentlich verdienen sollten. Der Postillon. 31.07.2023.
Ich esse zunehmend teures Gemüse, weil es wohl wirklich gesund ist. Dazu fahre ich aber nicht mit dem Rad zu Penny, sondern bevorzuge frische Ware. Die gibt es bei Edeka und auf dem Wochenmarkt, solange es sich noch für den Händler lohnt. Daß ich bei ihm für mehr Geld eine höhere Qualität erhalte, will ich lieber nicht beschwören. Es bleibt jedoch in der Region und bei arbeitenden Menschen, es fließt nicht in grünwaschende Werbekampagnen.
Was Penny unter wahren Preisen versteht, sind eher vermutete Kosten der Nahrungsproduktion samt Vertrieb und Profit. Warum sollte ich diese Kosten als Preis zahlen, wenn wie breit erklärt die Belastungen der Umwelt und der Gesundheit weiterhin von anderen ausgeglichen werden, letztlich vom Steuerzahler? Wo ist die Gerechtigkeit, wenn alternativ der Endverbraucher, egal ob arm oder reich, die Gesamtbelastung löhnen muß? So bleiben die wahren Preise in Wahrheit eine Werbekampagne, die vielleicht einen positiven Effekt hat, wenn eine Diskussion darüber beginnt, ob Lebensmittel unterschiedlich besteuert werden sollten.
Wer viel Geld für Werbung ausgibt, mir ständig Prospekte einwirft, mich mit 16‑fachen Payback-Punkten, Gutscheinen, Rabatten, Sonderangeboten und einer sog. App lockt, kann nicht nur den kleinen Verlust einstecken, der dadurch entsteht, daß viele ihre Würstchen woanders kaufen, sondern auch den Erlös für ein grünes Projekt direkt neben den Krombacher-Bäumen spenden. Ich belasse es dabei, meinen Pfandbon in den Spendenkasten zu werfen und an der Kasse bar ohne Abzüge zu zahlen. Auch beeindruckt es mich nicht, daß Penny seinen Mitarbeitern eine Woche lang mindestens 20 Euro als wahres Gehalt zahlt und dafür nur das Weihnachtsgeld streicht. [1]
[1] "Wahres Gehalt": Penny zahlt Angestellten eine Woche lang das, was sie eigentlich verdienen sollten. Der Postillon. 31.07.2023.
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Heute schon gekotzt?
wuerg, 01.08.2023 17:42
Man kann nicht vollständig unterbinden, daß Gehirnzellen und ihre Verbindungen für Schwachsinn verbraten werden. Wegen Ramstein und der lautlichen Brutalität blieb mir Rammstein hängen. Nun drängen Lindemann, suck box und facefuck nach. Auch ein Ausschnitt aus einer Diskussion, in der eine Dame bei Maybrit Illner in dubio pro reo neugrün, woke, feministisch umdichtete. Doch nachdem ich dank Herrn Solmecke weitere Gehirnzellen verbriet, komme ich zu dem Schluß: Ja, für den Angeklagten, dem keine Rechtsverstöße nachgewiesen werden konnten. Nein, wenn man die Verkommenheiten bedenkt, die er freimütig einräumt.
Recht und Ordnung sind die eine Sache, Sitte und Anstand eine andere. Vielleicht gelingt es den zivilisierten Menschen eines Tages, sich von durchsexualisierten, gewaltbereiten, verkommenen und einfach dummen Menschen abzusetzen, sie nicht mehr zur Kenntnis nehmen zu müssen, seien es dekadente Musiker oder Mädchen aus der row zero. Bis dahin rate ich letzteren, keine Gratisgetränke anzunehmen.
Recht und Ordnung sind die eine Sache, Sitte und Anstand eine andere. Vielleicht gelingt es den zivilisierten Menschen eines Tages, sich von durchsexualisierten, gewaltbereiten, verkommenen und einfach dummen Menschen abzusetzen, sie nicht mehr zur Kenntnis nehmen zu müssen, seien es dekadente Musiker oder Mädchen aus der row zero. Bis dahin rate ich letzteren, keine Gratisgetränke anzunehmen.
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Glückliche Zahlen
wuerg, 20.07.2023 21:17
Das Sieb des Eratosthenes streicht in seiner naiven Form mit den natürlichen Zahlen beginnend im n-ten Schritt die echten Vielfachen von n+1. Entfernt man dagegen jede (n+1)-te verbliebene Zahl so entsteht das Sieb von Josephus. Man kann sich im Sieb des Eratosthenes auf die Streichung der echten Vielfachen der (n+1)-ten im Sieb verbliebenen Zahl p(n) beschränken. Macht man das auch in Josephus-Manier und streicht jede p(n)-te Zahl aus dem Sieb, so entstehen die pseudo-lucky numbers. [1] Bis 71 sieht das wie folgt aus:
Streicht man p(n)=n+1 nicht, was zunächst die 2 im ersten und sodann die 3 im dritten Schritt betrifft, so entsteht eine ganz andere Folge
Gibt es pseudo-lucky numbers, so auch wirklich glückliche [2]. Sie entstehen in Josephus-Analogie aus dem Sieb des Eratosthenes, wenn man die Siebschritte etwas vermenschlicht und für p(n) statt der (n+1)-ten verbliebenen Zahl einfach die kleinste nach p(n-1) aus dem vorangehenden Schritt wählt. Dazu wird p(0)=1 gesetzt. Also für die lucky numbers: Man beginnt mit allen natürlichen Zahlen und p(0)=1. Im n-ten Siebschritt ist p(n) die minimale im Sieb verbliebene Zahl größer p(n-1), woraufhin jede p(n)-te daraus entfernt wird. Bis 71 sieht das wir folgt aus:
Wieder kann man sich der 2 erbarmen und p(n)=n nicht streichen, muß dieses Privileg allerdings auch der 3 zugestehen:
Die Prominenz der glücklichen Zahlen beruht vermutlich auf einem ihrer Urheber, Stanislaw Marcin Ulam. [3] Es bestand wohl die Hoffnung, durch sie etwas über Primzahlen herauszufinden, zumal sie ähnlich entstehen und eine nur leicht geringere Dichte aufweisen. So gibt es bis zur einer Million 78.498 Primzahlen und immerhin 71.919 glückliche Zahlen, gut in der Nähe von 10^6/ln(10^6)≈72.382.
Wie man das Sieb des Eratosthenes ohne die 1 starten kann, um nur die Primzahlen ohne die 1 zu erhalten, so beginnt man das Sieb der glücklichen Zahlen normalerweise mit den ungeraden, um das Problem mit der 2 zu umgehen und wieder einfach die (n+1)-te Zahl im Sieb als p(n) nehmen zu können. Da liegt es nahe, die gleiche Methode auch auf den geraden Zahlen zu probieren:
[1] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Pseudo-lucky numbers A249876. Lucky numbers heißen im deutschen Sprachraum glückliche Zahlen. Für pseudo-lucky numbers ist mir keine verbindliche Bezeichnung bekannt. Gut wäre scheinglücklich.
[2] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Glückliche Zahlen A00959, glückliche Primzahlen A031157 (darunter auch das Paar 37-73), ungerade zusammengesetzte unglückliche Zahlen A032584, glückliche Quadratzahlen A031162, glückliche Zwillinge A031160.
[3] Neben Ulam werden stets Gardiner, Lazarus und Metropolis genannt, weil die vier gemeinsam im Jahre 1956 die heute glücklich genannten Zahlen vorstellten. Wer die drei anderen sind, scheint vergessen. Ich dachte zunächst an eine Internet-Kopie-Kopie-Kopie eines Schreibfehlers, weil Gardner einiges über glückliche Zahlen schrieb. Doch der heißt Martin, der andere Verna Gardiner. Und Tony Gardiner war noch etwas zu jung.
[4] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Even-lucky numbers (ELN) A045954 und ihre Hälften A045989
[5] Natürlich gibt es auch die mir fremde Siebtheorie als mathematische Disziplin, wozu die hier vorgestellten Siebe wohl so gut wie nichts beitragen. Mir reichen die Erinnerungen an die analytische Zahlentheorie mit ihren nervigen Umsummierungen.
Sieb des Eratosthenes | Josephus-Problem | Sieb von Josephus | ludic numbers
1 2 3 4 5 6 7 n p(n) 12345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901 1 2 |X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X| 2 5 | | O | X | | | | X | | | | X | | | | X | | | | X | | | | X | | | | X | 3 7 | | | O | | X | | | | | | X | | | | | | X | | | | | | X | 4 11 | | | | O | | | | | X | | | | | | | | | | X | | | 5 13 | | | | | O | | | | | | X | | | | | | | | | | 6 17 | | | | | | O | | | | | | | | | X | | | | | 7 21 | | | | | | | O | | | | | | | | | | | | X 1 3 5 7 11 13 17 21 23 25 31 35 41 43 45 47 55 57 63 65Im ersten Schritt (n=1) ist p(n)=2 die zweite (n+1=2) Zahl unter allen natürlichen. Deshalb wird jede zweite Zahl gestrichen, auch p(n)=2 selbst. Es bleiben die ungeraden Zahlen. Im folgenden Schritt (n=2) ist p(n)=5 die dritte im Sieb verbliebene Zahl. So fällt mit 9, 19, 29, 39, ... jede fünfte durch das Sieb. Das sind die auf 9 endenden Zahlen. Für n=3 ist p(n)=7, womit 15, 33, 51 und 67 im Abstand von 18 durchfallen. Nun p(4)=11, wodurch 27 und 61 entfallen, p(5)=13 entfernt 37, p(6)=17 die 53 und p(7)=21 schließlich 71.
Streicht man p(n)=n+1 nicht, was zunächst die 2 im ersten und sodann die 3 im dritten Schritt betrifft, so entsteht eine ganz andere Folge
1 2 3 4 5 6 7 n p(n) 12345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901 1 2 |O|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X| 2 3 ||O | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | 3 5 ||| O X | | | | X | | | | X | | | | X | | | | X | 4 11 ||| | O | | | | | X | | | | | | | | | | 5 13 ||| | | O | | | | | | X | | | | | | | 6 17 ||| | | | O | | | | | | | | | X | | 123 5 11 13 17 19 25 29 35 41 47 49 55 59 65 71die der On-Line Encyclopedia of Integer Sequences unbekannt ist. Um die Flut der Siebe zu mehren, könnte ich sie dort einreichen.
Gibt es pseudo-lucky numbers, so auch wirklich glückliche [2]. Sie entstehen in Josephus-Analogie aus dem Sieb des Eratosthenes, wenn man die Siebschritte etwas vermenschlicht und für p(n) statt der (n+1)-ten verbliebenen Zahl einfach die kleinste nach p(n-1) aus dem vorangehenden Schritt wählt. Dazu wird p(0)=1 gesetzt. Also für die lucky numbers: Man beginnt mit allen natürlichen Zahlen und p(0)=1. Im n-ten Siebschritt ist p(n) die minimale im Sieb verbliebene Zahl größer p(n-1), woraufhin jede p(n)-te daraus entfernt wird. Bis 71 sieht das wir folgt aus:
1 2 3 4 5 6 7 n p(n) 12345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901 1 2 |X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X| 2 3 | O X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X 3 7 | | O | | | X | | | | | | X | | | | | | X | | | 4 9 | | | O | | | | X | | | | | | | | X | | | 5 13 | | | | O | | | | | | | X | | | | | | 6 15 | | | | | O | | | | | | | | X | | | 1 3 7 9 13 15 21 25 31 33 37 43 49 51 63 67 69Im ersten Schritt ist p(1)=2 die kleinste Zahl nach p(0)=1. Damit entfallen wiederum die geraden Zahlen. Die 2 ist weg, doch die 3 noch da, also p(2)=3, womit 5, 11, 17, 23, ... durchfallen. Nun ist 7 die kleinste Zahl nach der 3 im Sieb. Es werden 19, 39 und 61 gestrichen. Durch p(4)=9 verschwinden 27 und 57, p(5)=13 entfernt die 45 und p(6)=15 schließlich die 55. Die folgenden Schritte sind überflüssig, da schon p(7)=21 bei nur noch 17 Zahlen im Sieb.
Wieder kann man sich der 2 erbarmen und p(n)=n nicht streichen, muß dieses Privileg allerdings auch der 3 zugestehen:
1 2 3 4 5 6 7 n p(n) 12345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901 1 2 |O|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X| 2 3 ||O | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | | X | 3 5 ||| O X | | | | X | | | | X | | | | X | | | | X | 4 11 ||| | O | | | | | X | | | | | | | | | | 5 13 ||| | | O | | | | | | X | | | | | | | 6 17 ||| | | | O | | | | | | | | | X | | 123 5 11 13 17 19 25 29 35 41 47 49 55 59 65 71Erneut entsteht eine ganz andere Folge, die nicht in der On-Line Encyclopedia of Integer Sequences zu finden ist.
Die Prominenz der glücklichen Zahlen beruht vermutlich auf einem ihrer Urheber, Stanislaw Marcin Ulam. [3] Es bestand wohl die Hoffnung, durch sie etwas über Primzahlen herauszufinden, zumal sie ähnlich entstehen und eine nur leicht geringere Dichte aufweisen. So gibt es bis zur einer Million 78.498 Primzahlen und immerhin 71.919 glückliche Zahlen, gut in der Nähe von 10^6/ln(10^6)≈72.382.
Wie man das Sieb des Eratosthenes ohne die 1 starten kann, um nur die Primzahlen ohne die 1 zu erhalten, so beginnt man das Sieb der glücklichen Zahlen normalerweise mit den ungeraden, um das Problem mit der 2 zu umgehen und wieder einfach die (n+1)-te Zahl im Sieb als p(n) nehmen zu können. Da liegt es nahe, die gleiche Methode auch auf den geraden Zahlen zu probieren:
1 2 3 4 5 6 1 2 3 4 5 6 n p(n) 13579135791357913579135791357913 p(n) 2468024680246802468024680246802468 1 3 |OX||X||X||X||X||X||X||X||X||X|| 4 |O|X|||X|||X|||X|||X|||X|||X|||X|| 2 7 ||-O|-||-X|-||-||-|X-||-||-||-X| 6 ||O-||X-|||-||X-|||-||X-|||-||X-|| 3 9 ||-|O-||--|-|X-||-|--||-||-|X--| 10 |||-O|--|||-|X--|||-||--|||-|X--|| 4 13 ||-||-O|--|-|--||-|--|X-||-|---| 12 |||-|O--|||-|---||X-||--|||-|---|| 5 15 ||-||-|O--|-|--||-|--|--||-X---| 18 |||-||--O||-|---||--||--|||-|---X|Links im Bild entstehen aus den ungeraden Zahlen wieder die lucky numbers, rechts aus den geraden die even-lucky numbers (ELN). [4] Ja, des Siebens ist kein Ende. [5]
[1] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Pseudo-lucky numbers A249876. Lucky numbers heißen im deutschen Sprachraum glückliche Zahlen. Für pseudo-lucky numbers ist mir keine verbindliche Bezeichnung bekannt. Gut wäre scheinglücklich.
[2] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Glückliche Zahlen A00959, glückliche Primzahlen A031157 (darunter auch das Paar 37-73), ungerade zusammengesetzte unglückliche Zahlen A032584, glückliche Quadratzahlen A031162, glückliche Zwillinge A031160.
[3] Neben Ulam werden stets Gardiner, Lazarus und Metropolis genannt, weil die vier gemeinsam im Jahre 1956 die heute glücklich genannten Zahlen vorstellten. Wer die drei anderen sind, scheint vergessen. Ich dachte zunächst an eine Internet-Kopie-Kopie-Kopie eines Schreibfehlers, weil Gardner einiges über glückliche Zahlen schrieb. Doch der heißt Martin, der andere Verna Gardiner. Und Tony Gardiner war noch etwas zu jung.
[4] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Even-lucky numbers (ELN) A045954 und ihre Hälften A045989
[5] Natürlich gibt es auch die mir fremde Siebtheorie als mathematische Disziplin, wozu die hier vorgestellten Siebe wohl so gut wie nichts beitragen. Mir reichen die Erinnerungen an die analytische Zahlentheorie mit ihren nervigen Umsummierungen.
Sieb des Eratosthenes | Josephus-Problem | Sieb von Josephus | ludic numbers
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Ludic Numbers
wuerg, 14.07.2023 22:22
Die Übertragung des naiven Siebes von Eratosthenes (im n-ten Schritt werden die echten Vielfachen von n+1gestrichen) zum Sieb von Josephus (jede (n+1)-te der verbliebenen Zahlen wird entfernt) läßt deutlich weniger Zahlen übrig. Um auf eine mit den Primzahlen vergleichbare Dichte zu kommen, soll nunmehr analog zum normalen Sieb des Eratosthenes nur nach der (n+1)-ten verbliebenen Zahl p(n) jede folgende p(n)-te gestrichen werden. Für den Bereich bis 71 sieht das wie folgt aus:
Setzt man den Prozeß bis ins Unendliche fort, so bleiben die ludic numbers 1, p(2), p(3), p(4), ... übrig. [1] Einen verbindlichen deutschen Namen haben sie meines Wissens nicht. [2] Und sie beginnen von den Primzahlen abweichend mit der Eins. [3]
Genaue Angaben über die Dichte der ludic numbers scheint es nicht zu geben. Sie ist wohl den Primzahlen ähnlich, bleibt aber etwas dahinter zurück. Jedenfalls bis 1 Million. Darunter gibt es 78.498 Primzahlen, aber nur 66.164 ludic numbers. Dazwischen liegt 10^6/ln(10^6)≈72.382. Trotzdem entsprechen die ersten acht den nichtzusammengesetzten Zahlen. Erst darauf folgt 19 als die kleinste nonludic prime.
[1] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Ludic numbers A003309, ludic primes A192503, nonludic primes A192505.
[2] Leider findet selbst die wissenschaftliche Begriffsbildung nicht mehr in deutscher Sprache statt, und es nützt auch nichts, amerikanische Serien gesehen zu haben oder den Google-Übersetzer bedienen zu können, um für die ludic numbers einen verbindlichen deutschen Begriff zu finden.
[3] Ich hielte es für sinnvoll, wie beim modernen Sieb des Eratosthenes die 1 außen vor zu lassen, mit der 2 zu beginnen und den n-ten Schritt mit der n-ten statt der (n+1)-ten Zahl auszuführen, also 1 als nonludic zu sehen.
19 | Sieb des Eratosthenes | Sieb von Josephus
1 2 3 4 5 6 7 n p(n) 12345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901 1 2 |O|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X|X| 2 3 ||O-|-|-X-|-|-X-|-|-X-|-|-X-|-|-X-|-|-X-|-|-X-|-|-X-|-|-X-|-|-X-|-|-X-| 3 5 |||-O-|---|-|---|-X---|-|---|-|---X-|---|-|---|-X---|-|---|-|---X-|---| 4 7 |||-|-O---|-|---|-----|-|---|-X-----|---|-|---|-----|-|---X-|-----|---| 5 11 |||-|-|---O-|---|-----|-|---|-------|---|-|---|-----|-X-----|-----|---| 123 5 7 11 13 17 23 25 29 37 41 43 47 53 61 67 71Im ersten Schritt (n=1) ist p(n)=p(1)=2 die zweite Zahl (O) unter allen natürlichen. Entfernt (X) werden deshalb alle geraden Zahlen außer der 2 selbst. Für den zweiten Schritt ist p(2)=3 die dritte unter den verbliebenen (|) Zahlen. So werden 9, 15, 21, 27, ... entfernt. Das ist jede sechste Zahl. Die 4 fehlt, doch die 5 steht noch. Also p(4)=5, wodurch im dritten Schritt 19, 35, 49 und 65 entfallen. Für den vierten ist p(4)=7, wodurch 31 und 59 gestrichen werden. Nun p(5)=11, daß 55 dran glauben muß. Weitere Schritte sind nicht erforderlich, da nach p(6)=13 keine 13 Zahlen mehr im Sieb sind.
Setzt man den Prozeß bis ins Unendliche fort, so bleiben die ludic numbers 1, p(2), p(3), p(4), ... übrig. [1] Einen verbindlichen deutschen Namen haben sie meines Wissens nicht. [2] Und sie beginnen von den Primzahlen abweichend mit der Eins. [3]
Genaue Angaben über die Dichte der ludic numbers scheint es nicht zu geben. Sie ist wohl den Primzahlen ähnlich, bleibt aber etwas dahinter zurück. Jedenfalls bis 1 Million. Darunter gibt es 78.498 Primzahlen, aber nur 66.164 ludic numbers. Dazwischen liegt 10^6/ln(10^6)≈72.382. Trotzdem entsprechen die ersten acht den nichtzusammengesetzten Zahlen. Erst darauf folgt 19 als die kleinste nonludic prime.
[1] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Ludic numbers A003309, ludic primes A192503, nonludic primes A192505.
[2] Leider findet selbst die wissenschaftliche Begriffsbildung nicht mehr in deutscher Sprache statt, und es nützt auch nichts, amerikanische Serien gesehen zu haben oder den Google-Übersetzer bedienen zu können, um für die ludic numbers einen verbindlichen deutschen Begriff zu finden.
[3] Ich hielte es für sinnvoll, wie beim modernen Sieb des Eratosthenes die 1 außen vor zu lassen, mit der 2 zu beginnen und den n-ten Schritt mit der n-ten statt der (n+1)-ten Zahl auszuführen, also 1 als nonludic zu sehen.
19 | Sieb des Eratosthenes | Sieb von Josephus
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20/20
wuerg, 18.04.2023 21:29
Man sagt nicht einfach, ein Ring bestehe zu dreiviertel aus Gold, sondern rechnet in Promille um, nennt es 750er Gold oder macht einen auf vornehm und spricht von 18 Karat, weil er einen Goldanteil von 18/24=3/4=750‰ aufweist. Abstruser ist die amerikanische Angabe der Sehkraft. Hier variiert nicht der Zähler bei festem Nenner, vielmehr ist es umgekehrt. Die normale Sehkraft ist 20/20. Ist sie um 20 Prozent geschrumpft (Visus 0,8), dann lautet sie nicht 16/20, sondern 20/25. Allgemein wird ein Visus von x nicht mit dem Bruch 20x/20, sondern mit der Snellen fraction 20/(20:x) bezeichnet. [1]
Allgemein bekannt scheint 20/20 nur für Scharfsichtigkeit (perfect vision) im übertragenen Sinne, obgleich es nur den Durchschnitt (normal vision) bezeichnet. Nun ist es auch mir als „hindsight is (always) twenty- twenty“ in der Bedeutung „hinterher ist man (immer) schlauer“ untergekommen, was gut als Vorwurf taugt, wenn man sich „hätte, tätte, Fahrradkette“ nicht traut. [2]
Ursprünglich wurde mein Interesse an 20/20 jedoch dadurch geweckt, daß ich als Microvax-Benutzer mit einer Tabellenkalkulation 20/20 zu tun hatte. Bisher habe ich nirgendwo gehört, weshalb dieser Name gewählt wurde. Ich dachte seinerzeit, es läge daran, daß der Bildschirm mit 20 Zeilen zu 20 Spalten gut ausgelastet war. Ich wußte noch nichts von Sehschärfe und amerikanischen Redewendungen.
[1] 20/x bedeutet in 20 Fuß Entfernung zu erkennen, was der Durchschnittsmensch in x Fuß sehen kann. Da 20 Fuß etwa 6 Meter sind, gibt es auch die Bezeichnung 6/6, obwohl kein Augenarzt oder Optiker eine Kegelbahn dieser Länge mehr benutzt. Vielleicht rührt das von amerikanischen Schießständen her.
[2] Leider bekam ich diesen saudummen Spruch nach einem Skatspiel zu hören, weil einem miserablen Spieler das übliche Nachkarten nicht gefiel. Nicht ganz so schlimm: „Es ist ja nur ein Spiel.“
20 | 20/20 | Score | Hindsight
Allgemein bekannt scheint 20/20 nur für Scharfsichtigkeit (perfect vision) im übertragenen Sinne, obgleich es nur den Durchschnitt (normal vision) bezeichnet. Nun ist es auch mir als „hindsight is (always) twenty- twenty“ in der Bedeutung „hinterher ist man (immer) schlauer“ untergekommen, was gut als Vorwurf taugt, wenn man sich „hätte, tätte, Fahrradkette“ nicht traut. [2]
Ursprünglich wurde mein Interesse an 20/20 jedoch dadurch geweckt, daß ich als Microvax-Benutzer mit einer Tabellenkalkulation 20/20 zu tun hatte. Bisher habe ich nirgendwo gehört, weshalb dieser Name gewählt wurde. Ich dachte seinerzeit, es läge daran, daß der Bildschirm mit 20 Zeilen zu 20 Spalten gut ausgelastet war. Ich wußte noch nichts von Sehschärfe und amerikanischen Redewendungen.
[1] 20/x bedeutet in 20 Fuß Entfernung zu erkennen, was der Durchschnittsmensch in x Fuß sehen kann. Da 20 Fuß etwa 6 Meter sind, gibt es auch die Bezeichnung 6/6, obwohl kein Augenarzt oder Optiker eine Kegelbahn dieser Länge mehr benutzt. Vielleicht rührt das von amerikanischen Schießständen her.
[2] Leider bekam ich diesen saudummen Spruch nach einem Skatspiel zu hören, weil einem miserablen Spieler das übliche Nachkarten nicht gefiel. Nicht ganz so schlimm: „Es ist ja nur ein Spiel.“
20 | 20/20 | Score | Hindsight
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AKW-CBD-THC
wuerg, 16.04.2023 22:14
Nun haben es die Grünen und die ewigen AKW-Gegner geschafft. Das letzte Atomkraftwerk ist abgeschaltet. Zu verdanken aber haben sie es nicht Joschka Fischer, sondern Angela Merkel. Wohlige Wärme könnte teurer werden, doch mit Cannabis ist Ersatz Sicht. [1] Schon jetzt können gealterte Gleiskleber sich die gebrechlich gewordenen Glieder mit CBD-Öl und -Salbe einreiben. [2]
In Bremen sollen THC-Süchtige [3] bald im Rahmen eines Feldversuches wahrscheinlich wie Tabakraucher und Mopedfahrer nicht überall, aber in der freien Luft alles vollpesten dürfen. [4] Sie müssen sich dann nicht mehr wie schwedische Alkoholiker zuhause oder im Gebüsch rumdrücken, werden sich frech und demonstrativ ihren Joint anzünden. Darauf kann ich gut verzichten.
Doch das ist noch Zukunftsmusik. Die letzten Atomkraftwerke wurden dagegen gestern kurz vor Mitternacht abgeschaltet, besser heruntergefahren, liefern keinen Strom mehr und strahlen nur noch wenig. Und das gerade in einer Zeit, da Grüne sich mit ihnen wie mit Waffen anfreunden wollten, sind sie doch kleiner und umweltfreundlicher geworden, könnten bald wie die eines Atom-U-Bootes in den leeren Öltank eingebaut werden. [5] Auch ein alter Titanic-Vorschlag wäre zu bedenken: Einkapselung des Atommülls in kleinen Portionen, die in den Vorgärten vergraben werden. Das schließt große Unfälle aus, ist harmloser als Corona.
Eines ärgert mich vor allem am Atomausstieg: Wenn ich in der Vergangenheit der Klimaignoranz verdächtigt wurde, forderte ich den grünen Laberheini auf, mir doch einmal seine Stromrechnung mitzubringen, um einen Blick auf den von ihm verbrauchten Kernbrennstoff zu werfen. Zumindest deutscher ist nun bei seinem Billigstrom nicht mehr dabei. Ich sollte mir anstelle meines Ökostromes aus Wasserkraft ein neues Totschlagargument ausdenken. Ein uraltes bietet sich an: Isch abe gar keine Auto und bin seit Jahrzehnten nicht mehr geflogen. [6]
[1] Es ist ernergiesparender, Hanf im Freiland statt unter der Lampe zuhause anzubauen. Eine euphemistisch Entkriminalisierung genannte Freigabe spart also Strom und ersezt Solaranlagen.
[2] Hat dieses Zeug überhaupt eine Wirkung, zumal darin so gut wie kein THC ist? Ist es trotzdem eine Psychodroge im Sinne von Homöopathie oder Woodoo? Oder mehr eine Pferdekur wie Ivermectin?
[3] Und was muß ich in der Wikipedia lesen: Wie bei Corona ist die Deltavariante des THC besonders psychoaktiv wirksam. Wie im vielfältigen Leben kackt natürlich die cis- gegenüber der trans-Form ab. Und das alles vorwiegend in jungfräulichen weiblichen Hanfblüten. Was macht man mit dem THC-armen männlichen Hanf, wird der ohne Betäubung geschreddert oder zu Hanfseilen?
[4] Die Grüne Kirsten Kappert-Gonther packt ihren Atomkraft- Button in die Kiste und entdeckt Bremen als hervorragenden Standort für ein großangelegtes wissenschaftliches Cannabis-Verkaufs-Projekt. Na klar! Dort ist man dankbar für jeden Halm, und es fällt nicht auf, wenn etwas nicht funktioniert.
[5] Engelke, Anke: Gaspreise. Ladykracher, Youtube, 2023.
[6] Im Rahmen einer nachhaltigen Ausstellung ließ ich meinen CO2-Fußabdruck bestimmen. Der fiel sehr klein aus. Trotzdem wurde ich nicht gelobt, sondern mußte lesen: Du kannst weniger Fleisch essen. Ich esse weiterhin ein Schnitzel statt CO2-äquivalent für Gemüse drei Kilometer zum Supermarkt und zurück mit dem Auto zu fahren.
In Bremen sollen THC-Süchtige [3] bald im Rahmen eines Feldversuches wahrscheinlich wie Tabakraucher und Mopedfahrer nicht überall, aber in der freien Luft alles vollpesten dürfen. [4] Sie müssen sich dann nicht mehr wie schwedische Alkoholiker zuhause oder im Gebüsch rumdrücken, werden sich frech und demonstrativ ihren Joint anzünden. Darauf kann ich gut verzichten.
Doch das ist noch Zukunftsmusik. Die letzten Atomkraftwerke wurden dagegen gestern kurz vor Mitternacht abgeschaltet, besser heruntergefahren, liefern keinen Strom mehr und strahlen nur noch wenig. Und das gerade in einer Zeit, da Grüne sich mit ihnen wie mit Waffen anfreunden wollten, sind sie doch kleiner und umweltfreundlicher geworden, könnten bald wie die eines Atom-U-Bootes in den leeren Öltank eingebaut werden. [5] Auch ein alter Titanic-Vorschlag wäre zu bedenken: Einkapselung des Atommülls in kleinen Portionen, die in den Vorgärten vergraben werden. Das schließt große Unfälle aus, ist harmloser als Corona.
Eines ärgert mich vor allem am Atomausstieg: Wenn ich in der Vergangenheit der Klimaignoranz verdächtigt wurde, forderte ich den grünen Laberheini auf, mir doch einmal seine Stromrechnung mitzubringen, um einen Blick auf den von ihm verbrauchten Kernbrennstoff zu werfen. Zumindest deutscher ist nun bei seinem Billigstrom nicht mehr dabei. Ich sollte mir anstelle meines Ökostromes aus Wasserkraft ein neues Totschlagargument ausdenken. Ein uraltes bietet sich an: Isch abe gar keine Auto und bin seit Jahrzehnten nicht mehr geflogen. [6]
[1] Es ist ernergiesparender, Hanf im Freiland statt unter der Lampe zuhause anzubauen. Eine euphemistisch Entkriminalisierung genannte Freigabe spart also Strom und ersezt Solaranlagen.
[2] Hat dieses Zeug überhaupt eine Wirkung, zumal darin so gut wie kein THC ist? Ist es trotzdem eine Psychodroge im Sinne von Homöopathie oder Woodoo? Oder mehr eine Pferdekur wie Ivermectin?
[3] Und was muß ich in der Wikipedia lesen: Wie bei Corona ist die Deltavariante des THC besonders psychoaktiv wirksam. Wie im vielfältigen Leben kackt natürlich die cis- gegenüber der trans-Form ab. Und das alles vorwiegend in jungfräulichen weiblichen Hanfblüten. Was macht man mit dem THC-armen männlichen Hanf, wird der ohne Betäubung geschreddert oder zu Hanfseilen?
[4] Die Grüne Kirsten Kappert-Gonther packt ihren Atomkraft- Button in die Kiste und entdeckt Bremen als hervorragenden Standort für ein großangelegtes wissenschaftliches Cannabis-Verkaufs-Projekt. Na klar! Dort ist man dankbar für jeden Halm, und es fällt nicht auf, wenn etwas nicht funktioniert.
[5] Engelke, Anke: Gaspreise. Ladykracher, Youtube, 2023.
[6] Im Rahmen einer nachhaltigen Ausstellung ließ ich meinen CO2-Fußabdruck bestimmen. Der fiel sehr klein aus. Trotzdem wurde ich nicht gelobt, sondern mußte lesen: Du kannst weniger Fleisch essen. Ich esse weiterhin ein Schnitzel statt CO2-äquivalent für Gemüse drei Kilometer zum Supermarkt und zurück mit dem Auto zu fahren.
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Nuhr im Zweiten
wuerg, 27.03.2023 22:39
In Ermagelung eines Fernseher sah ich erst heute den Versuch des Jan Böhmermann, Dieter Nuhr und seine Gäste zu parodieren. Wenn man krampfhaft versucht zu belehren wie in der Anstalt, in allem Ernst reden muß wie Oliver Welke oder in die rechte Ecke stellen will wie Jan Böhmermann, dann kann ich über solche Nachahmungen eigentlich nur lachen, wo sie so echt sind, daß man den Spaß wohlwollend den Originalen zuschreibt.
Schon lange vor seiner Verortung im rechten Bereich fand ich Dieter Nuhr wegen seiner Sprache und Art recht nervig, Luke Mockridge war weit vor den Sexismusvorwürfen schon ein elender unlustiger Langweiler und die omnipräsente Lisa Eckhart geht mir wegen ihres Gehabes und der österreichischen Sprache auf den Sack. Nun aber sollte ich dank Böhmermann mir doch das eine oder andere von ihnen wieder antun.
Am lehrreichsten fand ich die Stelle, da der Anschein erweckt werden soll, man habe einen Judenwitz von Lisa Eckhart herausgeschnitten. Danach lacht das dargestellte Publikum derart stark, daß man den Eindruck haben kann oder soll, sie habe tatsächlich einen guten Judenwitz erzählt. Was könnte es sonst gewesen sein? Ein politisch korrekter Witz kann unmöglich solche Lacher hervorbringen.
Wie bei großen Zaubertricks mit Publikumsmassen auf der Bühne, die in Wirklichkeit allesamt eingeweihte Statisten sind, dienten wohl alle Zuschauer allein dazu, an der rechten(!) Stelle zu jolen, um Verblödung, Rassismus und Frauenfeindlichkeit des Publikums der markierten Satiriker aufzuzeigen. Den Rest besorgen die Tontechniker. In einer wirklichen Satire-Satire würde man mehr über eine gute Nachahmung, denn die persiflierten Inhalte lachen.
Schon lange vor seiner Verortung im rechten Bereich fand ich Dieter Nuhr wegen seiner Sprache und Art recht nervig, Luke Mockridge war weit vor den Sexismusvorwürfen schon ein elender unlustiger Langweiler und die omnipräsente Lisa Eckhart geht mir wegen ihres Gehabes und der österreichischen Sprache auf den Sack. Nun aber sollte ich dank Böhmermann mir doch das eine oder andere von ihnen wieder antun.
Am lehrreichsten fand ich die Stelle, da der Anschein erweckt werden soll, man habe einen Judenwitz von Lisa Eckhart herausgeschnitten. Danach lacht das dargestellte Publikum derart stark, daß man den Eindruck haben kann oder soll, sie habe tatsächlich einen guten Judenwitz erzählt. Was könnte es sonst gewesen sein? Ein politisch korrekter Witz kann unmöglich solche Lacher hervorbringen.
Wie bei großen Zaubertricks mit Publikumsmassen auf der Bühne, die in Wirklichkeit allesamt eingeweihte Statisten sind, dienten wohl alle Zuschauer allein dazu, an der rechten(!) Stelle zu jolen, um Verblödung, Rassismus und Frauenfeindlichkeit des Publikums der markierten Satiriker aufzuzeigen. Den Rest besorgen die Tontechniker. In einer wirklichen Satire-Satire würde man mehr über eine gute Nachahmung, denn die persiflierten Inhalte lachen.
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