Generation Praktikum
Mit nur etwas Glück hätte ich im heutigen Praktikanten-Quiz von Spiegel-Online vier von zehn Antworten richtig treffen müssen. Hier die Auswertung:

Sie haben 3 von 10 Punkten.

Nun, der Riesen-Experte für die Belange des Prekariats sind Sie nicht. Wahrscheinlich bekamen Sie schon früher von Mutti 50 Pfennig fürs Spülen und zum Diplom eine führende Position in Papis Firma übertragen - die ganze Diskussion um Ausbeutung hoch qualifizierter Akademiker in Billigjobs halten Sie für völlig überzogen. Die sollen sich einfach mal anstrengen, statt immerzu nur zu meckern, Ihnen wurde ja auch nix geschenkt!


Spon

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00er Jahre
Anläßlich der Frage, ob eine Ü70-Party für betagte Senioren ist oder sich dort keine vor 1970 geborenen Menschen sehen lassen sollten, kamen mir wieder die namenslosen Jahrzehnte in den Sinn. Wie nennen wir die Jahre von 2000 bis 2009, wie die von 1910 bis 1919. Die goldenen Zwanziger kennt jeder, von den Zehnern oder oder Nullern habe ich noch nichts gehört. Schreiben läßt es sich leichter, vor allem in ungebührlicher Abkürzung. Die die Google Treffer dazu:
00er Jahre     574
10er Jahre   1.320
20er Jahre     769
30er Jahre     913
40er Jahre     483
50er Jahre   1.190
60er Jahre   1.230
70er Jahre   1.270
80er Jahre   1.300
90er Jahre   1.270
Die Norm seit Gründung der Bundesrepublik scheint 1.300 zu sein. Die Vierzigerjahre heißen Kriegs- und Nachkriegsjahre. Erstaunlich ist die Bereitschaft, von 00er Jahren zu schreiben, während die vielen 10er Jahre sich dadurch erklären, daß darunter auch die Jahre mit 0 am Ende verstanden werden.

Herberg
Zwanzighundert

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Ünn-Party
Im Kompetenzteam wurde Generation 50 Plus sofort mit Ü 30 gekontert. Zu beiden Vorschlägen blieb aber wie in den meisten Fällen eine Diskussion aus. Trotzdem wurde ich angeregt, die Google-Treffer zu den Ü-Partys zu zählen. Hier die Highscore-Liste:
 1. Platz:   Ü30 party  140.000
 2. Platz:   Ü26 party   11.000
 3. Platz:   Ü25 party    8.910
 4. Platz:   Ü40 party    5.210
 5. Platz:   Ü20 party    3.950
 6. Platz:   Ü29 party    2.580
 7. Platz:   Ü16 party    1.610
 8. Platz:   Ü17 party    1.360
 9. Platz:   Ü50 party    1.276
10. Platz:   Ü18 party      706
11. Platz:   Ü28 party      636
12. Platz:   Ü33 party      526
13. Platz:   Ü35 party      209
14. Platz:   Ü21 party      158
15. Platz:   Ü60 party      153
16. Platz:   Ü90 party      137
17. Platz:   Ü70 party       92
18. Platz:   Ü31 party       87
19. Platz:   Ü45 party       60
20. Platz:   Ü44 party       52
Erwartungsgemäß dominiert die Ü30-Party. Sie ist zu feiern, wenn man einen Mann fürs Leben sucht und merkt, daß er keinen Wanderpokal will. Ü29 erklärt sich noch durch das Mißverständnis, man könne mit dreißig noch zu keiner Ü30-Feier einladen. Aber was findet bei Ü26 statt? Das gleiche wie bei der Ü25-Feier der Quarter-Life-Crisis?

Die Ü14-Party hat es mit nur 26 Treffern nicht in die Liste gebracht, obwohl man doch feierlich aus der Kirche austreten und seine erste mündige Straftat begehen könnte. Gut gefallen haben mit auch die 16 Treffer für Ü3. Wahrscheinlich ist das nicht die dritte Vorsorgeuntersuchung, sondern der Wechsel ins vierte Semester. Und ebenso bedauere ich die nur 43 Treffer für Ü100, was aber nicht wesentlich weniger als die 51 für die Ü Ei Party sind.

Generation 50 Plus
Ü 30
Ü14-Party

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Ü14-Party
In der FR von heute lese ich: Sieben Tatverdächtige nahm die Polizei fest. Der Älteste von ihnen ist 17. Der Jüngste 14. Alle sollen türkischer oder arabischer Herkunft sein. "Alles Südländer", sagt Koschmieder, als würde das etwas erklären.

Natürlich erklärt das vieles. Wenn der Schreiberling wirklich anderer Meinung wäre, hätte er sich drei der vier Kurzsätze sparen können.

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1428
Im Islam gibt es keine Geister, die zu Neujahr mit Raketen und Knallkörpern vertrieben und mit Alkohol wieder gerufen werden müssen. Ich hätte aber schon erwartet, daß der Jahreswechsel wenigsten zur Kenntnis genommen wird. Eben, eine Stunde nach Sonnenuntergang war ich beim türkischen Gemüsehändler. Bei ihm war alles wie immer. Seine Kinder an der Kasse guckten nur ungläubig, als ich sie mit dem Jahr 1428 konfrontierte.

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Hausaufgaben, Teil 1
Welcher Monat ist der längste? Es ist der Oktober, er hat 31 Tage und dazu noch eine Stunde von der Zeitumstellung. Solche Aufgaben fördern das Denken und verdeutlichen die Lebensweisheit, daß es neben einer korrekten Antwort, oftmals um Präzisierung der Fragestellung geht. Auch als Hausaufgaben für Schüler sind solche Aufgaben gerechtfertigt, solange der Lehrer selbst sie jederzeit durchschaut. Das scheint mir nicht immer der Fall zu sein. Paradebeispiel sind Zinseszinsaufgaben:

Du hast 511,29 Euro, die mit 3,6 Prozent verzinst werden. Wieviel befindet sich nach 18 Monaten auf deinem Konto? Jede Antwort zwischen 520,48 und 539,66 Euro sollte die volle Punktzahl erhalten, wenn sie ordentlich begründet ist. Gemeint ist neben kostenloser Kontoführung natürlich eine nachschüssige jährliche Verzinsung am Jahresende, Einzahlung des Startkapitals zu Jahres­beginn, Verzinsung auch der Cent-Beträge und vor allem Kontoauflösung, nicht Kontostand nach 18 Monaten.

Leider hatte ich meiner Tochter zu genau erklärt, was in solchen Zinseszins­aufgaben fast immer gemeint ist, nämlich Kontoeröffnung am Jahresbeginn und Verzinsung am Jahresende. So hat sie für eine 18-monatige Laufzeit korrekt keine Zinseszinsen berechnet. Nur weil dadurch die Note noch ausreichend blieb und der Lehrer die halbe Punktzahl wegen guter Begründung gab, habe ich von Diskussionen mit ihm abgesehen.

Und weil man immer mitdenken, präzisieren, und auch übertragen können sollte, habe ich als Überschrift Hausaufgaben gewählt, gleichwohl es in diesem ersten Beispiel ein Aufgabe aus einer Klassenarbeit war.

Liste aller Hausaufgaben

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1.1.2007
In wenigen Minuten endet der erste Tag des neuen julianischen Jahres, jedenfalls für unsere Zeitzone und unter der Annahme, daß ein neuer julianischer Tag um Mitternacht beginnt und nicht erst mit dem Aufgang der Sonne. Immer noch gibt es Regionen und Glaubensbereiche, die sich am julianischen Kalender orientieren und sich dabei wohl noch als besonders christlich vorkommen, gleichwohl ich als Protestant es verstehe, wenn man nicht sofort katholischen Kalenderreformen nachgibt.

Der julianische Kalender macht keine Ausnahmen von der Regel, alle vier Jahre einen Schalttag einzufügen, ist somit im Mittel genau 365,25 Tage lang und sollte von geschichtlichen Betrachtungen abgesehen heute nur noch deshalb interessant sein, weil auf seiner Basis die meßtechnische Jahreslänge definiert wurde. Ein Jahr hat 31.557.600 Sekunden, das sind 365,25 Tage zu 86400 Sekunden. Der normale Tag ist einen Futzel länger, das die Jahreszeiten bestimmende tropische Jahr etwas kürzer.

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