Neobiota
Wenn Youtube-​Film­chen lang­weilig werden, sehe ich mir auch Kommen­tare an, die zumeist völlig für den Arsch sind. Doch heute las ich eine lustige Nostra­da­mus unter­gescho­bene Prophe­zeiung:

Sie werden über das Meer kommen wie die Heu­schrecken, aber es werden keine Tiere sein. Sie werden ganze Land­striche plün­dern, Gefan­gene machen und Tod zurück­lassen.

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Ein funktionierender Geheim­dienst weiß, daß eine Inva­sion bevor­steht, ein wehr­hafter Staat kann 50.000 nur ver­ein­zelt mit Mache­ten und Mes­sern Bewaff­nete ohne wei­teres auf­hal­ten, am Grenz­über­tritt hin­dern, auch wenn es im wesent­lichen nur junge Männer waren. Gut, einige mögen Trans­frauen gewesen sein, aber wohl nur wenige vom Geschlecht Kind, Rent­ner, cis-​Frau oder Flucht­hel­fer:in.

Wie ich bei meiner Suche nach der Zahl 67 erfuhr, sollen 67 beim Grenz­über­tritt ums Leben gekom­men sein, obwohl die Schleu­ser sicher­lich gegen ein klei­nes Auf­geld auch einen Schwimm­kurs oder ein Gummi­boot ange­boten haben. Zumin­dest die Ertrun­kenen können als Hitze­tote im Rahmen eines Bade­unfalls gezählt werden.

Nun muß man die Plün­derer durch­füt­tern und irgend­wie zer­streuen. Einige sollen zurück­gekehrt sein. Ihr Geld für die Schleuser ist weg, die haben ja auch ihren Ver­trag erfüllt. Nun müs­sen sie ihren Ver­wand­ten sagen, daß nicht nur das gesam­melte Geld in den Sand gesetzt wurde, son­dern sie auch nicht nach­gezo­gen werden können.

Die Verbliebenen sind zwar noch nicht im Schengen­raum, doch die Spanier werden sie abho­len und in alle Him­mels­rich­tungen laufen lassen. Minde­stens 5000 von diesen Jungs werden in unse­ren Anker­zen­tren sich als Anker­per­sonen durch­füt­tern lassen, um später ihre Groß­familie nach Deutsch­land zu holen. Bis dahin werden sie uns etwa eine Milli­arde geko­stet haben. Ein Flie­gen­schiß im Ver­gleich zu den bereits vor­hande­nen Lasten.

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Ich frug mich natür­lich, warum die Inva­soren nicht einfach mit einem Ruck­sack über den Zaun geklet­tert oder ent­lang der Eisen­bahn­schie­nen gelau­fen sind, son­dern abge­sehen von dem einen mit Fahrrad ohne oder nur mit leich­tem Gepäck wie einem wasser­dicht ver­pack­ten Mobil­tele­fon, des­sen Akku­mula­tor inzwi­schen leer sein sollte, ge­schwom­men sind, denn Massen hätte man doch über­all gewäh­ren las­sen.

Haben sie wirklich darauf vertraut, die spani­sche Recht­spre­chung sei so blöd, jeden der nach einem Bade aus dem Wasser steigt als schiff­brü­chig nicht nur an Land, son­dern auch ein­wan­dern zu lassen? Für einen einzel­nen mag es eine gute Idee sein, die Grenze mög­lichst unauf­fäl­lig zu um­schwim­men, wenn er in der Lage ist, den Kopf nur alle 50 Meter aus den Wasser zu strecken. So wie es vor allem Jugend­liche machen, die eine Buhne um­schwim­men, um sich den Ein­tritt ins Strand­bad zu sparen. Sie könn­ten recht leicht drüber­klet­tern oder wie marok­kani­sche Dilet­tanten au­fäl­lig herum­pad­deln, werden dann aber vom Bade­mei­ster gese­hen.

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Na dann lieber Zitronen und Orangen in Bichlbruck ohne den ganzen Bledsinn vorher!

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Die Google-KI sagt, es gäbe keinen Zusam­men­hang zwischen Zitronen, Orangen und Bichl­bruck. Das mag sich ändern, wenn die Zitro­nen­schütt­ler aus Ceuta dort ange­kommen sind.

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Ich erwartete weniger, hoffte aber, irgend­ein Gut­mensch würde sich hier bekla­gen, daß ich von Neo­biota und Heu­schrecken spre­che und dazu noch einen Nostra­damus unter­gescho­benen Spruch wieder­hole. Dies geschah auch, weil es eine hohe Kunst ist, einen Aus­spruch so zu fäl­schen, daß er voll­kommen echt wirkt, wie es seiner­zeit mit Renate Künast gelun­gen ist.

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