Karfreitag, 16.05.1434
Den Protestanten konnte man zwei Feier­tage streichen, während die Katho­liken selbst auf solchen beharren, derern Anlaß ich mir einfach nicht merken kann. Man mag das als Schritt in die richtige Richtung werten, als Befreiung des Staates von der Kirche und ihren Bevormun­dungen. Können Gläubige doch feiern wie und wann sie wollen. Und gerne mag ihnen das Recht verbleiben, dazu der Arbeit unbezahlt fernzu­bleiben.

Rechtzeitig zu Ostern wollen Moslems wieder einmal in die andere Richtung, nämlich zwei eigene Feiertage. Wenn in Saudi Arabien der Übertritt zum Christen­tum nicht mehr mit dem Tode bestraft wird, Bibeln eingeführt, gedruckt oder gar verteilt werden dürfen, wenn in der Türkei, dem Mutter­land unserer Moslems Multi­kulti wie hier öffent­lich zelebriert werden kann und wir dann immer noch christ­liche Feier­tage zum Tausch haben, können wir darüber reden.

Da hierzulande nicht nur fromme Protestanten am Buß- und Bettag von Schule und Arbeit befreit werden können, sondern auch Moslems zum Opferfest, fragt man sich, was denn die Stoß­richtung des medien­wirksamen Herrn Aiman Mazyek und seines Zentral­rates der Muslimen ist. Soll über die formale Aner­kennung als Feiertag hinaus auch die Mehrheits­bevölkerung zu Wohl­verhalten oder gar Arbeits­nieder­legung genötigt werden?

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