Theater der Apartheid
Wieder einmal prügeln sich weiße und schwarze Kinder im Schulbus. Der Fahrer läßt alle aus­steigen und sagt: „Die Apart­heid ist vorü­ber, es gibt nicht mehr schwarz und weiß. Ich kenne nur noch Grüne. Und jetzt steigen alle wieder ein, die hell­grünen vorne, die dunkel­grünen hinten.“

Noch darf jeder die Berliner Volks­bühne besuchen und vorne sitzen. Nur dessen Nicht­schwimmer­plansch­becken sollte morgen erst ab 18 Uhr für alle geöff­net sein, damit die Bleich­gesich­ter tagsüber die jähr­lichen 20 Milli­onen für diesen Kultur­tempel erwirt­schaf­ten kön­nen.

Doch nun wurde dieses Event für dunkel­grüne Fach­kräfte ohne Schlauch­boot abge­sagt. Zuerst waren die Duschen kaputt, jetzt ist die virtu­elle Bedrohung durch rechte Hetze gegen Ras­sis­mus schuld. Und zur Strafe darf bis 18 Uhr keiner ins Wasser!

[1] "Volksbad"-​Ver­anstal­tung mit Verein der Schwar­zen Commu­nity abge­sagt. rbb24, 13.08.2026

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Nun ist die Diskussion darüber ausge­brochen, warum man den Schwar­zen oder den Mit­glie­dern ihrer Orga­nisa­tion keine Sonder­behand­lung zuteil werden ließ, sie noch nicht einmal als geschlos­sene Gesell­schaft dekla­riert baden ließ. Natür­lich sind wie an allem die rechten Hetzer schuld.

Dabei wird völlig verkannt, daß Menschen auch ohne abge­bro­chenes Studium des Mar­xismus blitz­schnell in der Lage sind, eine berech­tigte von einer unan­gemes­senen Bevor­zugung, gar Extra­wurst zu unter­scheiden. Frauen, Kinder, Nudisten und viele andere mehr mögen einem eben­falls auf die Nerven gehen, trotz­dem sieht fast jeder ein, daß sie viel­leicht von anderen getrennt, gar unsicht­bar baden möch­ten. Auch Rentner mit ihren Schwimm­nudeln, denen jeden Morgen um 9 Uhr das Plansch­becken reser­viert wird, sind sozial aner­kannt.

Anders manch andere Gruppen. Nicht wegen Haut­farbe, Haar­textur, Ras­sismus, Apart­heid oder Gender, sondern infolge man­geln­der Inte­gra­tion und despek­tierli­chen Beneh­mens im Gast­land. Ihnen gerät ein eigener Badetag nicht als gerech­ter Aus­gleich vorur­teils­getrie­bener Benach­teili­gung, sondern als eine Demon­stra­tion unan­gemes­senen An­spruchs­den­kens. Wenn die Mehr­heit der Anstän­digen unter ihnen die zu große auf­fäl­lige Minder­heit ihrer Brüder in den Griff bekom­men hat, sehen wir weiter.

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Als ich von der Sache mit der Schwimmerlaubnis nur für Schwarze gehört habe, konnte ich es kaum fassen, wie jemand auf eine so idiotische Idee kommen kann und habe mich gefragt, wie dunkel denn die Hautfarbe der Mischlinge hätte sein müssen, um als derartig bevorzugte Schwarze anerkannt zu werden.

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Heute hat Youtube mir die schwär­zeste Frau der Welt hochge­spült, doch kann dies gut eine Fäl­schung gewe­sen sein, und ich will nicht in den Macht­kampf der ‚Models‘ um diesen Titel ein­grei­fen. Dage­gen hätten am N‑Baden sicher­lich auch ein paar Bleich­gesich­ter teil­nehmen können, sofern sie dem Verein Eoto ange­hören, Dunkel­braune sowieso.

Aber diese ungenaue Abgren­zung unter­schei­det nicht von anderen Gruppen. Wer ist noch Baby beim Mutter-​Kind-​Plant­schen? Dürfen da auch Väter mit­machen? Wer darf in die Frauensauna? Kann ein Früh­rentner beim Seni­oren­schwim­men den ande­ren etwas vor­krau­len? Sind als wasser­lös­lich Gele­sene über­haupt erlaubt?

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Am Theater zum Plansch­becken ist nun ein schnell zusam­menbe­klopp­tes Trans­parent FiCKT EUCH! zu lesen, wahr­schein­lich eine frohe Bot­schaft an alle. Heute ab 12 Uhr sollen die Duschen wieder funk­tio­nieren und die Bade­wanne wieder öffnen. Für jung und alt, schwarz und weiß, Ras­sist und Gut­mensch, denn der Kultur­senator Evers sagt laut Ber­liner Morgen­post [1]: „Die ganze Stadt müsse ein siche­rer Ort sein. ‚Für jeden Men­schen, unab­hängig davon, wie er aus­sieht, wen er liebt, an was er glaubt oder welche Mei­nung er ver­tritt.‘“ – Und wel­chen Weih­nachts­markt er besucht.

[1] Rosenauer, Petzlin: „Fickt euch!“ – Volks­bühne bringt Protest-​Banner vor Pop‑up-​Frei­bad an. Ber­liner Morgen­post, 14.08.2026.

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"Das Banner ist offenbar die Antwort des Theaters. Der Intendant der Volksbühne, Matthias Lilienthal, sagte dieser Zeitung, dass die Worte auf dem Banner den verstorbenen Bühnenbildner der Volksbühne Bert Neumann zitieren. „Leider haben wir das Originalbanner nicht gefunden.“ Mit „Fickt euch!“ seien nicht die Berlinerinnen und Berliner gemeint, sondern diejenigen, die in diesem Zusammenhang von antiweißem Rassismus schwadronieren und damit einen riesigen Shitstorm verursacht hätten: „die AfD, die Springer-Presse und Teile der CDU“."
https://www.derstandard.de/story/3000000335631/veranstaltung-fuer-schwarze-im-berliner-volksbad-nach-drohungen-abgesagt

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Natürlich wurde das Banner nicht heim­lich in der Nacht von Rechts­radi­kalen ange­bracht, sondern vom Theater selbst. Das hat der Inten­dant, der noch kein ein­ziges Stück aufge­führt haben soll, über­deut­lich durch­blicken lassen. Und FiCKT EUCH! ist ja nicht beson­ders origi­nell. Daß man ein solches im Fundus hätte finden, klingt glaub­würdig, erklärte auch die anti­faschi­stisch nach­läs­sige Aus­füh­rung und SchreIb­weIse.

Soeben habe ich die vier Stunden Ulrich Sieg­mund hinter mich gebracht. Darin erwähnt er auch, was weder Ben, noch ich wußten, daß man die gesamte Cor­rec­tiv-​Lüge als Theater­stück im Rahmen der Kunst­frei­heit aufge­zogen hatte. Was davon presse­recht­lich bedenk­lich war, mußten die gie­rigen Weiter­verwer­ter selbst ver­ant­worten. Und so ist es wohl auch mit dem Zentrum für poli­tische Schön­heit und der Volks­bühne. Sie wollten nicht wie anderen Gruppen zuvor unauf­fällig einen Badetag schenken, sondern provo­zieren.

Und wer wie Ihr Standard meint, ein Theater könne völlig frei jeder belie­bigen Gruppe die kosten­freie Nut­zung ihres Plansch­beckens ermög­lichen, der möge bedenken, daß die 300.000 für dieses Mach­werk aus den Milli­onen finan­ziert wurden, mit denen der Steuer­zahler jedes Jahr den weni­gen Besuchern eine Auf­fri­schung ihrer Haltung ermög­licht.

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Was mein Standard dazu meint, weiß ich nicht, aber Sie dürfen mein auf Steuerzahlerkosten angeschafftes Planschbecken (Euro 7,99) zu Ihrer Auffrischung ab sofort völlig kostenfrei nutzen.

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Ist denn noch genug Wasser im Stausee? Und wie kommen Sie an ein Plansch­becken auf Kosten der Steuer­zahler? Arbeiten Sie im öffent­lichen Dienst?

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