Siedler IV, Original-CD, Dunkles Volk 3,
Im Namen Rolfs
Auf einer fast vollständig von Wasser umgebenen Halb­insel liegt die heilige Stätte der Wikinger, da die Gefolgs­leute von Rolf, bei dem es sich möglicher­weise um den Begründer der Normandie handelt, begraben wurden. Nun sind die Gräber vom Dunklen Volk umzingelt und werden bald verdorren. Die Aufgabe dieser Mission besteht darin, als Wikinger die Auen­land­schaft um die heilige Grabstätte wieder zu begrünen, obgleich das Dunkle Volk über 56 Krieger verfügt, die den eigenen 18 Soldaten entgegen­stehen. Die Lage sieht wie folgt aus:
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         /                   /
        /     ======        /
       /    ==DDD   =/     /
      /    = D  DDD /=    /
     /     =D + TDD =    /
    /      = D  DDD =   /
   / RR    == DDD =\   /
  / S        =====    /
 /                   /
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R eigene rote Wikinger
S ein paar eigene Soldaten
D blaues Dunkles Volk
T dunkler Tempel
+ heilige Grabstätte
= riffreiches Wasser
/ Landbrücken
Zu Beginn ist nur ein kleiner Zipfel des Gebietes um die heilige Stätte verdorrt. Er kann nicht sofort durch Gärt­ner begrünt werden, denn sie fielen sofort den dunk­len Kriegern zum Opfer. Es geht also kein Weg daran vorbei, viele Soldaten und Gärt­ner auszu­rüsten, die dann in das dunkle Land ziehen, wo die Gärt­ner geschützt von den Soldaten die Landschaft um die Grabstätte wieder begrünen.

Will man die Mission in einer Stunde bewäl­tigen und dazu binnen 55 Mi­nu­ten mit ebenso vielen Soldaten an der Grabstätte stehen wie das Dunkle Volk Krieger hat, so muß man es auf 86 bringen, denn es entsteht alle zwei Minuten ein neuer dunk­ler Krieger. Es sind also 68 Soldaten bis zur 50. Mi­nu­te auszurüsten. Das ist zu schaffen, wenn die erste Waffen­schmiede nach 30, die zweite nach 40 Mi­nu­ten voll durch­arbeitet. Dazu benötigen sie Eisen. Doch nicht nur sie, denn es sind neben 30 Schaufeln auch Werkzeuge zu fertigen. Die insgesamt etwa 120 Eisen­porti­onen kann eine Eisen­mine in 40 bis 45 Mi­nu­ten fördern. Dafür muß sie ab der 10. Mi­nu­te voll durch­arbeiten. Das nötige Fleisch kann so früh nur von einem Jäger kommen.

Dunkle Krieger kämpfen immer mit voller Kampfkraft, wir auf fremdem Boden anfänglich aber nur mit halber. Deshalb sollte das Gold nicht ignoriert werden. Wahl­weise können mit ihm höher­wertige Soldaten ausge­rüstet oder Zier­objekte zur Steige­rung der allge­meinen Kampfkraft aufge­stellt werden. In einer Stunde auf 100 Prozent zu kommen, erfordert viele Zier­objekte und damit viele Gold­barren, deren Her­stellung Kohle verschlingt, die der Eisen­produktion nicht vorent­halten werden darf. Deshalb kann die Gold­produktion erst spät beginnen.

In der Nähe der Grabstätte halten sich vier eigene Soldaten auf, die in allen gese­henen Spielen und gelesenen Beschrei­bungen ihrem Schicksal überlassen werden. Ich habe sie retten können, indem ich sie Richtung NNO an das Ufer der Halbinsel und von dort über die nord­östliche Landbrücke nach Hause laufen ließ. Das behin­dert den anfäng­lichen Aufbau nicht, der mit einem kleinen Wohnhaus, einer Jagd­hütte und einem kleinen Turm im Nord­osten beginnt. Mit dem Jäger darf nicht gewartet werden, weil die Tiere bald ver­scheucht sind und nur er Fleisch für die Eisen­mine liefern wird. Der Turm erschließt das Gebiet für die Eisen­mine, eine erste Kohle­mine und eine Fischer­hütte. Die gean­gelten Fische ernähren zunächst den Arbeiter in der Kohlemine, später die in den Goldminen.

Nach einer Minute beginnt der Aufbau der Holz­wirtschaft, die später auf sechs Holz­fäller, drei Förster und drei Säge­werke ausge­baut wird. Der erste Stein­metz kann acht Minuten warten. Nach 20 Minu­ten kommt ein wei­terer an das gleiche Stein­feld. Da wegen spar­samen Gebiets­ausbaus keine wei­teren Steine in Sicht kommen, wird nach 40 Minu­ten noch eine Stein­mine gebaut. Den Anfängen der Holz­wirt­schaft folgt bereits nach vier Minuten die Montan­indu­strie mit einer Eisen­mine, einer Kohle­mine und einer Eisen­schmelze, um schnell in einer Werk­zeug­schmiede die erforder­lichen Arbeits­geräte herzu­stellen. Zunächst zur Ausrü­stung der Arbeiter in neuen Gebäu­den, später 30 Schau­feln für Gärtner.

Wenn durch den Aufbau einer Brotkette die letztlich vier Kohleminen gut versorgt sind und die zwei Waffen­schmieden voll durch­arbeiten, kann es zur Stärkung der Truppen an das Gold im Südge­birge gehen. Dort sind neben drei Gold­minen auch zwei Eisen­minen möglich, auf die aber verzich­tet wird, weil sie für einen schnellen Sieg keinen Beitrag mehr leisten können. Das Gold dagegen ermög­licht die Auf­wertung der Soldaten oder die Errich­tung von Zie­robjekten zur Steige­rung der Kampf­kraft in der langen Zeit, da die Soldaten von der Heimat auf die Halb­insel zur Grab­stätte mar­schieren.

Nach einer Drei­viertel­stunde zieht eine erste Gruppe von etwa 25 ein­fachen und 10 hoch­wertigen Soldaten an die Front und postiert sich südlich der Grab­stätte. Mit etwas Glück werden sie von einer kleinen Truppe ange­griffen, die schnell aufge­rieben wird. Man kann auch solche Gruppen suchen und ver­nichten. Beides verbes­sert die Kraft­verhält­nisse. Große Truppen dunkler Krieger greifen nicht an. Andern­falls würde man nicht mit einer Truppe voran­ziehen, sondern auf den Rest von leider nur 40 Soldaten warten, der zusam­men mit den 30 Gärtner anrückt.

Haben sich nach knapp einer Stunde alle südlich der Grab­stätte versam­melt, liegt die Kampf­kraft bei 90 Prozent und wird inner­halb der nächsten Minuten auf 110 anwachsen. In dieser Zeit müssen die Gärtner vom Kreuz in der Mitte der Grab­stätte ausge­hend ein kreis­förmiges Gebiet wieder begrünen. Die Soldaten müssen nicht nur heran­eilende dunkle Krieger bekämpfen, sondern auch die eigenen grünen Gärtner beschützen. Außerdem sollten sie die dunklen Gärtner nicht auf die Grün­fläche lassen. Das schei­tert oft, doch gelang es auch einmal unter 65 Mi­nu­ten.



Die heilige Grabstätte wurde begrünt

Gerne wäre ich unter einer Stunde geblieben. Da zum Schluß Fische übrig waren, habe ich auf einen zweiten Fischer verzich­tet. Und weil das Gold nicht schnell genug in Zie­robjekten verbaut werden konnte, gab es auch eine Gold­schmelze weniger. Das erlaubte eine fünfte Kohle­mine und eine dritte Eisen­schmelze. Zudem wurden die Waffen­schmieden früher fertig. Doch letzt­lich nützte es nichts. Ein paar Soldaten mehr eine Minute früher an der Front sind zwar von Vorteil, ent­schei­den­der ist aber die Reak­tion des Dunklen Volkes. Greift es mit voller Wucht an, ist man ver­loren. So ist es bei den glück­lichen 65 Mi­nu­ten ge­blieben.

In den beiden voran­gehenden Missionen und denen der Drei-​Völker-​Kam­pagne wirkten sich bei zügigem Spiel die Erschwer­nisse der normalen Variante kaum aus. Hier ist es erst­malig anders. Das Dunkle Volk produ­ziert von Anfang an minde­stens viermal soviele Soldaten. Steckt man sich deshalb andert­halb Stunden als Ziel, ist mit 230 dunklen Kriegern zu rechnen. Drei Waffen­schmieden und drei Eisen­schmelzen reichen aus, um zahlen­mäßig gleich­zuziehen. Es bleiben sogar genügend Eisen­barren für Werk­zeuge und Schau­feln übrig. Natür­lich ist eine zweite Eisen­mine erfor­der­lich. Die Zahl der Kohle­minen wird sogar auf acht ver­dop­pelt, um zusätz­lich alles Gold aus drei Gold­minen verar­beiten zu können.

Auch die Brot­produktion wird verdop­pelt, es bleibt aber bei einem Fischer, der für die Gold­minen ausreicht, denn durch die große Gebiets­aus­dehnung können drei Jäger für genügend Fleisch sorgen. Das alles erfordert viel Bau­mate­rial durch elf Holz­fäller und fünf Sägewerke. Es bleibt bei drei Förstern, denn Bäume gibt es dank der großen Gebiets­aus­dehnung reich­lich. Auch Steine, weshalb die Stein­mine durch einen dritten Stein­metz ersetzt werden kann. Und da alles recht üppig anfällt, werden fünf statt drei Lager gefüllt.



Heimatgebiet mit vielen Gebäuden

Das hört sich gut an, dennoch sind andert­halb Stunden nur schwer zu erreichen. Nach 94 Minuten standen 189 Wikinger gegen 168 dunkle Krieger. Gefallen waren bereits 58 bzw. 82. Die Gärtner hatten noch vier Minuten zu arbeiten. Sie zu beschüt­zen und Angriffe abzu­wehren war trotz einer Kampfkraft von 125 Prozent nicht einfach. Die nur 100 Front­soldaten waren bereits etwas ange­schlagen und alle von unter­ster Stärke, weil das Gold ausschließ­lich in die Zier­objekte floß. Diesmal waren zwar mehr Schwert- und Axt­kämpfer dabei, denn die dunklen Krieger werfen nur zu Beginn mit was auch immer. Danach schlagen sie auch mit Streit­äxten zu. Glücklicher­weise kamen sie den nach­rückenden Soldaten entgegen, fehlten also an der Front. So war ein Sieg unter 98 Mi­nu­ten möglich. Zwar ein zwei­stelliges Ergebnis, doch leider über andert­halb Stunden.

Übersicht | siedler-4 (pdf, 5,498 KB)

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