Vierteilung
Die Zahlen 4, 8 und 12 kommen dem nahe­lie­genden Bedür­fnis des Men­schen ent­gegen, einen perio­dischen Prozeß in vier Teile zu glie­dern. Drei wären recht unprak­tisch, weil ein drei­geteil­ter Kreis nicht in die recht­eckige Welt paßt. Zwei sind zu wenig, denn sie wechseln sich nur ab, daß ihre Abfolge nicht mehr die Dreh­richtung einer Kreis­bewe­gung zu bezeich­nen vermag. Diese Vier­telung zeichnet natür­lich die Zahl 4 aus und hebt deren Viel­fache hervor. Dazu gehören die 4, 8 oder gar 16 Him­mels­rich­tungen. Auch sind 12 Monate im Jahr ein Glücks­fall, der vier Jahres­zeiten oder Quar­tale zu drei Mona­ten gestat­tet. Und die Woche mit ihren 7 Tagen wird nicht zufällig nur knapp unter der Zeit für eine Mond­phase, dem Viertel des Mond­umlau­fes zurück­bleiben. Das Bedürf­nis der Vier­tei­lung erfreut sich sogar dort großer Beliebt­heit, wo es nicht um perio­dische Vor­gänge geht und sie eigent­lich sinnlos ist: Alle 25 Jahre feiern wir ein Jubi­läum, mit 25 muß man heute eine Quarter­life­crisis haben und der 250. Todes­tag ist nicht irgend­einer. Die Zeit Jesu in der Wüste wird wohl nur deshalb mit 40 Tagen ange­setzt sein, weil ein Viertel davon 10 Tage sind. Daß alle vier Jahre ein Schalt­jahr ist, liegt weit­gehend an der Jahres­länge mit fast einem viertel Tag über 365. Alle 400 Jahre aber das alle 100 Jahre ausge­fallene Schalt­jahr wieder einzu­setzen, ent­springt nicht allein dem Bedürf­nis, den Früh­lings­anfang nicht weg­laufen zu lassen, sondern auch dem Denken in Vierer­zyklen, denn 500 Jahre wären einfacher und besser gewesen.

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Was die 16 Himmelsrichtungen angeht, muss ich leider immer unwillkürlich wuergen, wenn mir der rechtschaffen bekloppte Fernsehtitel "Nord bei Nordwest" irgendwo unterkommt.

Laut der allwissenden Müllhalde haben die sich bei dem Nonsensetitel natürlich gar nichts gedacht, außer, dass es ein bisschen so klingt wie der berühmte Filmtitel auf Ausländisch, und das ist anscheinend sehr lustig.

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