... newer stories
Polygonalzahlen
wuerg, 06.05.2005 01:56
Weitgehend bekannt ist, wie sich die Dreieckszahlen Dₙ aus Dreiecken und die Quadratzahlen Qₙ aus Quadraten ergeben. Dieses Verfahren kann auf Fünfecke, Sechsecke, Siebenecke usw. wie folgt fortgesetzt werden:
Man sieht, daß für k>4 die geometrische Schönheit zunehmend verloren geht und für große n riesige Löcher entstehen, sofern man die Polygone nicht stark verbiegt. Dennoch werden Punktzahlen dieser Gebilde normale, einfache, gewöhnliche oder schlicht die Polygonalzahlen genannt. Oft heißen sie auch unzentriert oder dezentral, wodurch sie zumindest sprachlich hinter die ebenmäßigeren, runder und symmetrischer aussehenden zentrierten Polygonalzahlen zurückfallen. [2]
Die Bildung der Figuren beginnt für n=1 mit einem Punkt (1). Für n=2 ist es ein k‑Eck mit 2 Punkten pro Kante. Dem Anfangspunkt und seinen beiden Kanten (1–2) überlagert man sodann für n=3 ein k‑Eck mit 3 Punkten pro Kante. Das geht so weiter bis zu einem überlagernden k‑Eck mit n Punkten auf jeder Kante. Die Gesamtzahl der Punkte ist die n‑te k‑Eckzahl
Pkn = n((k−2)n−(k−4))/2 = n+(k−2)Dn−1 = Dn+(k−3)Dn−1 = n2+(k−4)Dn−1
worin Dₙ=P³ₙ=n(n+1)/2 die n‑te Dreieckszahl ist.
[1] Aus lautlichen Gründen gestatte ich mir nur bei den Dreieckszahlen ein Fugen‑S, zumal ich Quadratszahlen nie hörte und mich an Dreieckzahlen nicht erinnern kann. Es ist wie mit dreißig und vierzig.
[2] Das liegt wohl an den alten Griechen, die sich für die zentrierten Polygonalzahlen vermutvlich weniger interessierten. Immer wieder erscheinen derart holprige Attribute. So ist die Zahl zwar nicht zusammengesetzt, gilt aber dennoch als stark zusammengesetzt, da alle kleineren Zahlen weniger Teiler haben. Auch sind alle Körper Schiefkörper, obwohl sie kommutativ, also nicht schief sind. Und im Jahre 2026 werden Einheimische zu Nicht-Migranten. Demnächst sind wir alle Migranten, nur die Einwanderer keine Nicht-Migranten, also von diesem Makel befreit.
[3] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Dreieckszahlen A000217, Quadratzahlen A000290, Fünkfeckzahlen A000326, Sechseckzahlen A000384, alle Polygonalzahlen mit k,n>2 A090466.
[4] Jutta Gut: Figurierte Zahlen.
[5] Wolfram Mathworld. Figurate Number.
Dreieckszahlen | Quadratzahlen | Zweieck | Eineck | zentrierte Polygonalzahlen
1 1 1 1
2 2 2 2 2 2 2 2
3 3 3 3 2 3 3 2 2 3 3 2 2 3
4 4 4 4 4 3 3 4 4 3 3 4 4 3 2 3 4
4 3 4 4 3 3 3 4 4 3 3 4
k=3 4 4 4 4 4 3 3 4
4 4 4 4 4 4 3 4
4 4
n=4 k=4 k=5 4 4
4 k=6
Die vierten Dreiecks-, Quadrat-, Fünfeck-, Sechseckzahlen [1]Man sieht, daß für k>4 die geometrische Schönheit zunehmend verloren geht und für große n riesige Löcher entstehen, sofern man die Polygone nicht stark verbiegt. Dennoch werden Punktzahlen dieser Gebilde normale, einfache, gewöhnliche oder schlicht die Polygonalzahlen genannt. Oft heißen sie auch unzentriert oder dezentral, wodurch sie zumindest sprachlich hinter die ebenmäßigeren, runder und symmetrischer aussehenden zentrierten Polygonalzahlen zurückfallen. [2]
Die Bildung der Figuren beginnt für n=1 mit einem Punkt (1). Für n=2 ist es ein k‑Eck mit 2 Punkten pro Kante. Dem Anfangspunkt und seinen beiden Kanten (1–2) überlagert man sodann für n=3 ein k‑Eck mit 3 Punkten pro Kante. Das geht so weiter bis zu einem überlagernden k‑Eck mit n Punkten auf jeder Kante. Die Gesamtzahl der Punkte ist die n‑te k‑Eckzahl
Pkn = n((k−2)n−(k−4))/2 = n+(k−2)Dn−1 = Dn+(k−3)Dn−1 = n2+(k−4)Dn−1
worin Dₙ=P³ₙ=n(n+1)/2 die n‑te Dreieckszahl ist.
n 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 P3n 1 3 6 10 15 21 28 36 45 55 66 78 Dreieckszahlen Dn=n(n+1)/2 P4n 1 4 9 16 25 36 49 64 81 100 121 144 Quadratzahlen Qn=n2 P5n 1 5 12 22 35 51 70 92 117 145 176 210 Pentagonalzahlen Fn=n(3n−1)/2 P6n 1 6 15 28 45 66 91 120 153 190 231 276 Hexagonalzahlen Hn=n(2n−1) P7n 1 7 18 34 55 81 112 148 189 235 286 342 Heptagonalzahlen Sn=n(5n−3)/2 P8n 1 8 21 40 65 96 133 176 225 280 341 408 Oktagonalzahlen An=n(3n−2)Die Formel für diese Polygonalzahlen läßt auf alle k,n aus ℕ, ja ℤ, ℝ oder mehr fortsetzen. Für festes n sind es Geraden mit Steigung Dₙ₋₁, für festes k≠2 Parabeln. Interessant sind die Zweieckzahlen Zₙ=n, die Eineckzahlen Eₙ=n(3−n)/2 und die Nulleckzahlen Nₙ=n(2−n).
[1] Aus lautlichen Gründen gestatte ich mir nur bei den Dreieckszahlen ein Fugen‑S, zumal ich Quadratszahlen nie hörte und mich an Dreieckzahlen nicht erinnern kann. Es ist wie mit dreißig und vierzig.
[2] Das liegt wohl an den alten Griechen, die sich für die zentrierten Polygonalzahlen vermutvlich weniger interessierten. Immer wieder erscheinen derart holprige Attribute. So ist die Zahl zwar nicht zusammengesetzt, gilt aber dennoch als stark zusammengesetzt, da alle kleineren Zahlen weniger Teiler haben. Auch sind alle Körper Schiefkörper, obwohl sie kommutativ, also nicht schief sind. Und im Jahre 2026 werden Einheimische zu Nicht-Migranten. Demnächst sind wir alle Migranten, nur die Einwanderer keine Nicht-Migranten, also von diesem Makel befreit.
[3] The On-Line Encyclopedia of Integer Sequences. Dreieckszahlen A000217, Quadratzahlen A000290, Fünkfeckzahlen A000326, Sechseckzahlen A000384, alle Polygonalzahlen mit k,n>2 A090466.
[4] Jutta Gut: Figurierte Zahlen.
[5] Wolfram Mathworld. Figurate Number.
Dreieckszahlen | Quadratzahlen | Zweieck | Eineck | zentrierte Polygonalzahlen
... link (1 Kommentar) ... comment
... older stories
