Großziffern
Stellt man eine Zahl nicht zur Basis 10, sondern 1000 dar, so benötigt man nicht nur zehn Ziffern, sondern tausend sog. Groß­ziffern. Rechen­künstler verbinden mit jeder dieser Groß­ziffern eine anschau­liche Vorstel­lung und kennen im Ideal­fall das zuge­hörige (kleine) Einmal­eins aus tausend mal tausend Produk­ten aus­wendig. Sieht man die Groß­ziffern aber als drei normale Ziffern, so unter­scheidet die Darstel­lung in Großziffern sich nicht von der normalen Dezimal­schreib­weise, wenn man bei der führenden Groß­ziffer auf die führenden Nullen verzich­tet. So würde die Zahl 10203040506070809 in Großziffern 010.203.​040.506.​070.809 lauten. An den Menschen angepaßt auch 10.203.​040.506.​070.809, wodurch der Eindruck einer geglie­derte Dezimal­zahl entsteht. Wer sich an die Unart von IP‑Adressen gewöhnt hat, mag auch 10.203.​40.506.​70.809 schreiben.

Auf diesen Großziffern oder der Gliederung in Dreier­blöcken baut unsere Zahl­benen­nung auf. Jede Zahl­wort­reform wird darauf Rück­sicht nehmen müssen. Da die Menschen der ganzen Welt auch nicht von der Bennen­nung der Ziffern­posi­tionen abweichen werden, ist die obige Zahl 10203040506070809 also in der Form 10‑t5-203-​t4-040-‑t3-506-​t2-070-​t1-809‑t0 auszusprechen, wobei es der jeweiligen Sprache über­lassen bleibt, wie die Dreier­blöcke und die Positions­angaben t0, t1, t2, … auszu­sprechen sind. Dank der Über­einstim­mung mit den engli­schen Zahl­wörtern wird eine deutsche Zahl­wort­reform weiterhin t2 mit Mil­lion und t1 mit Tausend bezeich­nen und auf t0 völlig verzichten. Ab t3 aber entsteht ein gewisses Problem.

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