Siedler IV, Original-CD, Dunkles Volk 6,
Alles was glitzert
In dieser von vielen Siedlern gerühmten wie gefürch­teten Mission glitzert nichts, und es kommt auch kein dunkles Volk vor. Vielmehr müssen die mit nur 15 Sol­daten, wenig Land und knappen Ressourcen geseg­neten Mayas die mitein­ander verbün­deten Römer und Wikinger besiegen. Diese verfügen anfäng­lich über 78 bzw. 54 Sol­daten und viel Land auf der südlichen Halbinsel, die zu Fuß nur über gut bewachte Land­brücken zu erreichen ist. Die Lage sieht wie folgt aus:
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      /     / \         W /
     /   BBB | GG        /
    /   BBBBBBGGGG      /
   /  BBBBBB   GGG     /
  /           GG G    /
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R eigene rote Mayas
B gegnerische blaue Römer
G gegnerische grüne Wikinger
W Wrack mit Gold und Eisen
/ Landbrücken
Verharrt man in der leichten Variante regungslos, produ­zieren die Wikinger ab der 35. Minute Soldaten, die Römer beginnen fünf Minuten später. Zusammen bringen sie es auf über sieben Soldaten pro Minute und verfügen nach 85 Minuten über 440 Mann. Um diese Zeit greifen sie an, glück­licher­weise nur mit beschei­denen Truppen. Wer einen Sieg in vielen Stunden plant, benötigt bis dahin eine gute Vertei­digung. Schneller ist es, ihnen zuvor­zukommen, zunächst die Wikinger kampf­unfähig zu machen und sich dann den Römern zu widmen.

In den ersten zehn Minuten geht es mit zwei Stein­metzen, drei Holz­fällern, zwei Förstern, einem Säge­werk, zwei mittleren Wohn­häusern und vier kleinen Türmen zunächst um Holz, Steine, Siedler und Gebiets­erwei­terung Rich­tung weiterer Stein­vor­kommen. Nach 20 Minu­ten wird die Werk­zeug­schmiede erstellt. Bis dahin wird noch gebaut, was die anfäng­lichen Res­sourcen hergeben.

Mit den geschmie­deten Werkzeugen wird die Wirt­schaft ausgebaut. Nach 62 Minu­ten geht es mit 62 Sol­daten zu den Wikin­gern, und zwar über die östliche der beiden mitt­leren Land­brücken, hinter der nur ein kleiner Turm der Wikinger wacht. Es macht nichts, daß nach dessen schneller Erobe­rung das von ihm bewachte Land an die benach­barten Römer fällt, denn es geht entlang der Küste weiter zu den drei großen Türmen der Wikinger, die von Süd­westen kommend einer nach dem anderen fallen. Sie haben die öst­lichen Land­brücken bewacht, über die weitere Soldaten nach­rücken können. Pioniere über­brücken das letzte Stück und schaffen eine Land­verbin­dung zum eroberten Gebiet.

Bis dahin sind 73 Minuten vergangen. Trotz der geringen Kampf­kraft von 82 Pro­zent und der Einnahme dreier voll besetzter großer Türme sind nur 46 Soldaten gefallen, weniger als die 52 der Wikinger. Dank der florie­renden Wirt­schaft stehen zwischen­zeitlich gut 100 eigene gegen die gleiche Anzahl gegne­rischer Soldaten zur Verfü­gung, doch werden sie nicht reichen, denn die Gegner verfügen über viele Türme und vor allem jeweils eine Burg. In der für eine Erobe­rung des umfang­reichen Gebietes erforder­lichen Zeit erhöhen sich jedoch Truppen­stärke und Kampf­kraft noch erheb­lich.

Nach 82 Minuten ist die Burg der Wikinger zerstört, und ein großer Teil der etwa 200 Siedler räumt die damit eroberten Güter ab. Bis dahin sind auf beiden Seiten etwa 100 Soldaten gefallen, und es stehen nunmehr 128 gegen 97 gegne­rische Soldaten zur Verfügung, die immer noch ein sehr großes Gebiet erobern müssen. Das gelingt dank nach­rückenden frischen Soldaten in stolzen 99 Minuten.

Von den eigenen 335 Soldaten sind 225 gegen 155 Römer und 86 Wikinger gefallen. Unter den Über­lebenden waren keine 40 Prozent Schwert­kämpfer, obgleich sie zu 72 Prozent in Dienst gestellt wurden. Wären nicht die meisten der gut 200 freien Siedlern mit dem Abräumen der eroberten Gebiete beschäf­tigt gewesen, hätten sie die sich in den Schmieden stauenden Waffen zur Kaserne tragen können, um die mili­tärische Über­legen­heit noch deut­licher zu gestalten. In so kurzer Zeit erreicht wurde sie auch nur, weil die Römer und Wikinger zusam­men nur zwei Soldaten pro Minute produ­zierten, im Gegen­satz zu den eingangs erwähnten sieben im Falle regungs­losen Verhar­rens.

Mit 99 Minuten wurde zwar die Drei­stellig­keit vermieden, schöner aber wären weniger als andert­halb Stunden. Dazu wurde auf Gold­minen ver­zichtet, für die höher­wer­tigen Soldaten also nur die mit Dieben beschaff­ten 24 Gold­barren vom Wrack verwendet. Weil von dort auch 21 Eisen­barren kamen und weitaus weniger Werkzeuge zu schmieden waren, wurde auf eine der vier Eisen­schmelzen ver­zichtet. Ebenso auf eine Eisen­mine und vier Kohle­minen. Zur Ernäh­rung reichten ein Jäger, zwei Fischer und Brot aus zwei Getreide­farmen. Natür­lich konnte auch die Baustoff­produk­tion um eine Stein­mine, vier Holz­fäller, ein Säge­werk und einen Förster redu­ziert werden. Die genau abge­stimmte Produk­tion machte Lager über­flüssig. Da nicht alle Stein­vor­kommen erreicht werden mußten, redu­zierte sich die Zahl der Türme. Mit dem über­schüs­sigen Material wurden zur Erhöhung der Kampf­kraft viele Wohn­häuser gebaut. Somit standen auch viele Träger zur Verfü­gung als es die Wikinger auszu­plün­dern galt, was sich jedoch in Grenzen hielt, da keine Lager zu füllen waren.

Die Soldaten waren schwächer, standen aber schneller zur Verfügung. So konnten bereits nach 50 Minu­ten 64 Sol­daten zu den Wikin­gern mar­schieren. Nach 58 Minu­ten war deren Burg erobert. Doch so zügig konnte es nicht weiter­gehen, da die 71 verblie­benen ange­schla­genen Soldaten geringer Stufe bei nur 75 Prozent Kampf­kraft auf fremden Gebiet den 85 Römern mit ihrer Burg weit unter­legen waren. So dauerte es 88 Minuten bis zum Sieg. Von den letztlich 275 Soldaten waren 220 gegen nur noch 109 Römer und 69 Wikinger gefallen. Vor der Burg der Römer standen zum Schluß nur noch ganze sechs Schwert­kämpfer und sieben Bogen­schützen. Immerhin über­haupt noch Schwert­kämpfer, gleich­wohl sie zunächst mit 80, später zu 100 Prozent aus der Kaserne kamen.

Der in den Bergen reichlich zu findende Schwefel soll wohl zum Bau von Feuer­speiern verleiten. Grund­sätzlich sind sie auch dann recht günstig, wenn nur ein einziger herge­stellt und auch nie nachge­laden wird. Leider zerstören sie Türme und nehmen sie nicht ein, wodurch deren Umland beim Gegner bleibt. In dieser Mis­sion kommt hinzu, daß sie vom Über­setzen mit Schiffen abgesehen nur über die westliche Land­brücke auf die südliche Halbinsel gelangen können, sofern die dort wachende Burg der Römer zerstört ist. So bleibt eigent­lich nur ein sinn­voller Einsatz: Wenn gegen Ende die verblie­benen Kämpfer die römische Burg nicht mehr ein­nehmen, aber vom Feuer­speier ablenken können, zerstört er diese Bastion mit 14 seiner 32 Geschosse. So wurde der Sieg in 85 Minuten errungen.



Der Feuerspeier beschießt die Burg

Zu Beginn steht bereits ein kleiner Tempel, und es ist genügend Wüste vorhanden. Beides soll wohl die Produk­tion von Mana nahelegen. Da der Bau von Agaven­farmen, Tequila-​Destil­len, kleinen Tempeln sowie Wasser­werken und einem großen Tempel den normalen Fort­schritt erschwert, wurde der Aufbau der Grund­lagen­wirt­schaft auf ein Minimum beschränkt. Nachdem durch drei Holz­fäller, zwei Förster, ein Sägewerk, drei Stein­metze, einen Fischer, eine Getreide­farm, eine Mühle, ein Wasser­werk, eine Bäckerei, drei Kohle­minen und eine Eisenmine alle Werkzeuge verbraucht waren, wurde bewußt auf eine Werk­zeug­schmiede ver­zichtet. Es folgten zwei Eisen­schmelzen, vier Waffen­schmieden, eine Kaserne, eine weitere Kohle­mine und ein Jäger. Die rest­lichen Res­sourcen flossen nicht nur in kleine Türme und mittlere Wohn­häuser, sondern in die Produk­tion von Mana mit neun Agaven­farmen, fünf Tequila-​Destil­len, drei weiteren kleinen Tempeln, drei weiteren Wasser­werken und in einen großen Tempel.

Dank der Eisen- und Gold­barren vom Wrack und mit den aus Mana gezau­berten Geschenken, unter denen auch die Spitz­hacke für die vierte Kohlemine war, konnten bis zu vier Waffen­schmie­den beschäf­tigt werden, daß nach 47 Minu­ten mit 84 zumeist ein­fachen Soldaten über die östliche Land­brücke auf die drei großen Türme der Wikinger mar­schiert werden konnte. Nach ihrer Erobe­rung ging es in den Süden der Wikinger, wo deren gerade entstan­dene Kaserne zerstört wurde. Der spär­liche Rest kämpfte sich nach Westen bis zur Kaserne der Römer durch. Eine zweite Truppe räumte über die mittlere Land­brücke kommend den römischen Norden bis auf die Burg und einen großen Turm auf, ein dritte vernich­tete den Rest der Wikinger, und eine vierte mar­schierte mit den ange­schla­genen Resten der ersten drei Gruppen gegen die römi­sche Burg hinter der west­lichen Land­brücke. Nach 70 Minu­ten waren fast alle tot, aber der Sieg errungen.

Seit meiner Beschrei­bung der fünften Mission des dunklen Volkes ist viel Zeit vergangen. Nicht weil diese von vielen gefürch­tete sechste Mission wirklich schwer war, sondern weil die in ständige Verbesse­rungen gesteckte Zeit so lang und meine Energie schließ­lich erschöpft war. So ging ich die normale Stufe erst nach einem halben Jahr an, obwohl sie in der glei­chen Art zu bewäl­tigen ist, auch wenn die beiden Gegner zu Beginn über mehr Kampf­kraft verfügen. Bei den Römern sind es 70, bei den Wikingern 65 statt 58 Pro­zent für beide. Unter Einbe­zie­hung von Zahl und Stärke der Soldaten sind die Gegner zu Beginn um den Faktor 17 statt nur 14 überlegen. Sonst ist anfangs alles gleich, weshalb beide nicht schneller zu neuen Soldaten kommen. Aber die Römer meinen, nach knapp einer Stunde angrei­fen zu können. Auch deshalb sollten gegen­über der leichten Variante stärkere Soldaten in kürze­rer Zeit zur Ver­fügung stehen.

Die Vorgehens­weise in der normalen Variante lehnt sich stark an die der leichten mit Mana-​Produk­tion an. Da jedoch schneller stärkere Soldaten entstehen sollen, werden nicht nur zwölf statt acht Diebe zum Wrack geschickt, es werden auch Eisen und Kohle früher geför­dert und verar­beitet. Das geht auf Kosten der Wohn­häuser, also der Siedler­zahl, weshalb auf eine sofor­tige Umwand­lung produ­zierter Waffen verzichtet wird, die deshalb einzu­lagern sind. Zum Ausgleich reichen drei Waffen­schmieden, und der Bau einer Kaserne kann bis zur 36. Minute warten. Nach weniger als 40 Minu­ten ent­steigen ihr binnen fünf Minuten 70 Soldaten, daß es mit insge­samt 84 zum Gegner geht. Diesmal nicht zu den drei großen Türmen der Wikinger, sondern über die mittlere Land­brücke in deren Süden, wo sie den Bau einer Kaserne noch nicht einmal begonnen haben. Wieder geht es anschlie­ßend Richtung Westen zu den Römern, wo der gesamte Süden abge­räumt wird, später auch der Nord­westen, in dem nur die römi­sche Burg stehen bleibt.

Während­dessen haben sich in der Heimat auch dank inten­siver Barren- und Waffen­zauberei der Priester viele neue Soldaten ange­sammelt, die etwas abseits des einzigen kleinen Heimat­turmes aufge­stellt werden, um die Römer nicht von einem Angriff abzu­halten. Nach 57 Minu­ten verlieren sie ihre Angriffs­truppe, ohne nennens&shywerten Schaden ange­richtet zu haben. Sofort danach ist die Zeit gekommen, eigent­lich sogar über­fällig, mit der aus den Vertei­digern gebil­deten zweiten Gruppe gegen die drei großen Türme zu ziehen, um im Anschluß die Wikinger völlig zu besiegen. Die ostwärts laufen­den Reste der ersten Gruppe treffen sich mit den west­wärts marschie­renden der zweiten im römi­schen Norden südlich der mitt­leren Landbrücke. Fast zur gleichen Zeit ist eine frische und schlag­kräftige dritte Gruppe über die west­liche Land­brücke vor die Burg der Römer gezogen, wo sie fast voll­ständig aufge­rieben wird, aber dennoch erfolg­reich bleibt, daß der Sieg nach 67 Minuten errungen ist.



Kurz nach der Burg ist auch die Mitte erobert

Die gegenüber der leichten Variante um drei Minuten kürzere Zeit ist nicht nur der zuneh­menden Übung zu ver­danken. Vielmehr scheint es richtig, auf über­mäßig viele Siedler zu ver­zichten, auch wenn deren Wohn­häuser Kampf­kraft ergeben. Statt­dessen wurde gegen Ende ein voller Satz Zier­objekte aufge­stellt, der zumin­dest in den letzten zwei Minuten die Kampf­kraft auf 92 Prozent schraubte. Sie wäre noch höher ausge­fallen, hätten zum Bau der Zier­objekte nicht andere Gebäude abge­rissen werden müssen. Insbe­sondere die Eisen­mine, die Eisen­schmelzen, zwei Waffen­schmieden, aber auch die Kaserne, die neben Holz und Stein die entschei­denden Gold­barren für die Zier­objekte lieferte. So wie es besser ist, gegen Ende Gold eher in die Kampf­kraft als die Stärke von Soldaten zu stecken, die es nicht mehr an die Front schaffen, so wurden auch die letzten 70 Mana nicht für Geschenke verwendet, sondern in eine Aufwer­tung der Truppen inve­stiert, zumal dieser Zauber auch in der Fremde kurz vor dem Angriff erfolgen kann. Ohne diese Stär­kung wären die Angreifer aufge­rieben worden.

Werden ein paar Kleinig­keiten besser gestaltet, sind sicherlich auch 65 Minuten möglich, und es besteht eine gute Aussicht, es in der leichten Variante unter einer Stunde zu schaffen. Doch es warten noch andere Missionen, und es ist auch ein zweifel­haftes Unter­fangen, die Zeiten durch Methoden zu drücken, die sich immer weiter von einem normalen Spiel entfernen. Dazu gehören zu den legi­timen Erfah­rungen voran­gehender Durchgänge vor allem die gewissen­hafte Planung aller Schritte mit ständigen Siche­rungen und Wieder­holungen. Selbst wenn ein Über­mensch alle Details des gesamten Ablaufes sicher beherrscht, kann er dennoch von Abwei­chungen des gegne­rischen Verhal­tens über­rascht werden und muß ohne Wieder­holungs­mög­lichkeit die gezau­berten Waren nehmen wie sie kommen, steht also gegen Ende mit Spitz­hacken und Hämmern da statt mit Waffen und Gold. Alles unter zwei Stunden ist eine gute Leistung. Deshalb nennen Beschrei­bungen im Internet zwei bis fünf Stunden. In diesem Rahmen bewegen sich auch Verfil­mungen unter Youtube. Wer nicht scheitert, baut eine Bastion zur Vertei­digung. Viele setzen aus Angst mit Schiffen über. Doch ist das alles Zeit­ver­schwendung.

Übersicht | siedler-4 (pdf, 5,498 KB)

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