Siedler IV, Original-CD, Mayas 3,
Ein Unglück kommt selten allein
Mit den eigenen roten Mayas in Nord­westen sind die blauen Römer im Südosten und die grünen Wikinger im Nord­osten zu besiegen. Sie verfügen über 26 und 52 Soldaten gegen 34 eigene.
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R eigene rote Mayas
B gegnerische blaue Römer
G gegnerische grüne Wikinger
H heilige Stätte für Eisenbarren
1 Angriff auf die blauen Römer
2 Angriff auf die grünen Wikinger 
Ein normaler und ruhiger Aufbau einer starken Wirtschaft scheitert am fehlenden Eisen. Zwar können auf der süd­öst­lichen Halbinsel 55 Eisen­barren gezaubert werden, doch reichen die allein nicht aus. Gewinnt man aus ihnen 55 Soldaten und überfällt damit die Römer, kann zwar üppiges Eisen­vorkommen erobert werden, doch sind die Streit­kräfte so sehr dezimiert, daß ein Angriff der Wikinger das Ende bedeuten kann. Es ist also angezeigt, die Eisen­vorkommen an der römischen Grenze zu erreichen, bevor die Römer sie in ihr Gebeit einver­leiben.

Zwar ist es möglich, mit 15 Pionieren die heilige Stätte schnell zu erreichen und unter einer halben Stunde aus den gewon­nenen Eisen­barren Soldaten zu produ­zieren, doch muß dann die gesamte Wirtschaft auf dieses Ziel ausge­richtet sein. Ist es erreicht, können die Römer ver­nichtet werden, doch die Gesamt­lage ist wegen der Vernach­lässi­gung anderer Ziele miserabel.


Ist der Steinkopf gebaut, schenken die Götter 55 Eisenbarren

Egal, ob man einen lang­atmigen Aufbau bevor­zugt oder einen schnellen Sieg im Schilde führt, es ist besser, mit Turm­bauten schnell an die Eisen­vorkommen an der römischen Grenze zu gelangen. Die Eisen­barren auf der Halbinsel laufen nämlich nicht weg. Dazu muß man nicht hetzen oder einen gesunden Aufbau vernach­lässigen. Es ist sogar von Vorteil, wenn die Römer sich zunächst das Vorkommen schnappen. Dann muß man keinen eigenen Turm bauen, sondern einfach nur deren Turm erobern.

Diese Eroberung ist besonders einfach, wenn die Römer keine Boden­truppen mehr haben. Deshalb kann neben der Erlan­gung der Eisen­barren und dem Errei­chen des Eisen­vorkommens ein drittes Ziel verfolgt werden, nämlich die Vernich­tung der kleinen römischen Türme im Osten. Danach bleiben dem Römer nur noch seine Turm­besat­zungen in zwei voll besetzten großen Türmen, die nur unter sehr großen Verlusten zu erobern sind. Dafür fehlen lange Zeit die Soldaten.

Zunächst dachte ich, es sei gut, die Ost­gebiete der Römer erst kurz vor der Inbetrieb­nahme ihrer Kaserne zu erobern, weil dann schon Eisen gefördert wurde und auch andere Roh­stoffe herum­liegen. Doch ein früher Angriff auf die Römer scheint besser. Es fallen zwar keine Erze an, dafür aber frühzeitig reichlich Rohstoffe aus dem römischen Rest­gebiet. Die können nämlich gefahrlos von Dieben abgeräumt werden können, da die Bodentruppen vernichtet sind und Turm­besat­zungen sie nicht beschießen.

Damit liegt meine Vorgehens­weise fest: Es wird eine solide Wirtschaft ohne Über­produk­tion aufgebaut und mit Türmen zügig das Eisen­vorkommen ange­strebt. Gleich­zeitig arbeiten sich Pioniere auf das Heiligtum zu. Nach einer halben Stunde stehen so Eisen­erz und Eisen­barren zur Verfü­gung. Bereits nach einer Viertel­stunde ist der Römer durch die Erobe­rung seiner Ost­gebiete gelähmt und Quelle weiterer Betriebs­mittel. Liegt man fast gleichauf mit den zügig Soldaten produ­zieren Wikingern, werden diese ange­griffen und im äußersten Nord­osten besiegt. Die dorthin nicht mehr nach­zieh­baren Soldaten machen sich über die restlichen Römer her.

Nach vielen Irrwegen habe ich es so in der leichten Variante innerhalb von 54 Minuten geschafft. In der normalen Variante sind die Wikinger aggres­siver. Sie breiten sich schneller aus und greifen auch recht bald an. Ob die Römer es ebenfalls tun, weiß ich nicht, da ich sie nie soweit kommen ließ. Dank meiner Übung gelang mir ein um zwei Minuten schnel­lerer Aufbau mit einem erfolg­reichen Angriff auf die Wikinger, die samt den Römern in 52 Minuten geschlagen wurden. Viel schneller kann es nicht gehen, denn es sind viele Soldaten auszu­rüsten. Und die müssen auf ihrem langen Marsch sechs große Türme erobern.


Der letzte Turm der Wikinger beim großen Tempel ist gefallen

Ab der 35. Minute konnte ich 6 Soldaten pro Minute, später bis zu 12 produ­zieren. Die Wikinger begannen schon mit der 25. Minute, brachten es aber nur auf 2 pro Minute. Nach einer Drei­viertel­stunde wäre der Aus­gleich mit etwa 100 Soldaten auf beiden Seiten erreicht worden. Am Ende hatte ich 180 Soldaten produ­ziert von denen 90 gegen 90 Wikinger und 30 gegen 26 Römer fielen. Das ging nur, weil einige hoch­wertige Krieger darunter waren. Der Rest von 60 sieht üppig aus, verteilt sich aber auf drei Truppen, gegen die Wikinger, gegen die Römer und vor der eigenen Kaserne. Vor allem die erste umfaßt viele Verwun­dete und würde bei kleinerer Truppen­stärke schnell aufgerieben.

Beschreibungen im Internet nennen anderthalb bis zwei Stunden. Die wenigen bis hier noch verbliebenen Youtube-Filmer benötigen wenig mehr als diese zwei Stunden.

Übersicht | Links | drei-voelker (pdf, 2,654 KB)



Vorgehen im Detail

In der normalen Variante wird sofort wird ein kleiner Turm Richtung Süden gebaut. Die Hämmer werden auf 10 Bau­arbeiter und 3 Geologen verteilt, die Schaufeln auf 10 Planierer und 10 Pio­niere, die sich über die schmale Landbrücke zur heiligen Stätte auf der südöst­lichen Halbinsel vorar­beiten. Zwar wären 15 Pioniere besser, doch mit nur 5 Planie­rern leidet die Bau­wirtschaft. Der nörd­liche große Turm wird abge­rissen. An seine Stelle kommt ein Holz­fäller. Ein weiterer östlich vom Sägewerk. Nördlich ein mitt­leres Wohnhaus.

Nach einem zweiten Steinmetz und einem weiteren kleinen Turm Richtung Süden wird auch der zweite große Turm abge­rissen. An die Holz­wirt­schaft kommen zwei Förster, und nördlich davon ein zweites mitt­leres Wohnhaus. Während die Geologen im Norden des Gebirges nach Kohle suchen, wo bald zwei Kohle­minen beauf­tragt werden, versam­meln sich alle Soldaten im Osten des Heimat­gebietes und ziehen sodann in den Krater an der römischen Grenze. Ein dritter Steinmetz kommt direkt in das eroberte Stein­gebiet. Auch ein drittes mitt­leres Wohnhaus wird gebaut. Das alles geschieht in den ersten vier Minuten.

Bald kann ein weiterer kleiner Turm nach Süden gebaut werden. Dazu kommt einer in Richtung Land­brücke, die von den Pionieren weitgehend frei­geschau­felt wurde. Nachdem an das neu erreichte Steinfeld ein vierter Steinmetz gesetzt und ein Lager am Südufer des Sees beauf­tragt wurden, ziehen die Soldaten an die römische Ostgrenze. Schnell werden noch eine Kohle­mine, eine Eisen­schmelze und eine Werk­zeug­schmiede beauftragt. Dann erobern die Soldaten die zu diesem Zeitpunkt nur zwei kleinen römischen Türme im Osten. In weniger als neun Minuten stehen die Römer gelähmt und ohne Boden­truppen da.

Nach einem weiteren kleinen Turm Richtung Süden und dem Abriß zweier Wohn­häuser, werden Kohle, Eisen­barren und Bretter einge­lagert. Ein Fischer kommt an das Nordufer, ein weiteres Lager an das Südufer des Sees. Nun ist etwas Zeit, Fisch an alle Minen zu verteilen, Fleisch, Eisen­barren, Eisenerz und Kohle mit höchster Prio­rität trans­portieren zu lassen und 10 Siedler zu Dieben zu machen. Nach einem weiteren kleinen Turm Richtung Süden, kommt ein zweiter Fischer neben den ersten an den Fluß, eine Waffen­schniede neben die Eisen­schmelze und ein zweiter kleiner Turm Richtung Westen zur Land­brücke.

Bis hier, also in die 13. Minute hinein wurden gegen­über der leichten Variante nur zwei zusätz­liche Gebäude beauf­tragt. Der Überfall auf die Römer startete eine halbe Minute früher, die Turm­bauten gelangen etwas schneller und die Pioniere haben es weiter gebracht. Das sind nicht zu unter­schät­zende Kleinig­keiten, die im weiteren Verlauf zwei Minuten Vorsprung bringen. Die mögen gering erscheinen, doch wird dadurch die Aufhol­jagd gegen die Soldaten­zahl der Wikinger um fünf Minuten verkürzt.

Die Soldaten ziehen nun vor den Waren­stapel der Römer, damit das Ziel­gebiet für die Diebe zu sehen ist. Später stehlen sie nicht nur hier, sondern auch an der neuen Kohle­mine der Römer, sogar ihr Holz, um einem eigenen Mangel vorzubeugen. Ins fertig­gestellte Lager kommen Kohle, Fische und Bretter, denn Kohle und Fisch sind zu horten, Bretter lagern so näher an den Bau­stellen. Da das Lager bald voll ist, wird ein weiteres gebaut. Auch die Werk­zeug­schmiede ist fertig und stellt fünf Angeln und fünf Hämmer her. Eine Angel war zu Beginn vorhanden, eine weitere wird den Römern gestohlen. Damit sind sieben Fischer möglich. Die Hämmer sind für fünf weitere Bau­arbeiter. Für die Schmieden gibt es bereits ausge­rüstete Schmiede, dazu später drei Hämmer von den Geologen.

Nun ist die Landbrücke fast erreicht. Zur Verbin­dung mit dem von den Pionieren erober­ten Streifen wird dort ein kleiner Turm errichtet. Gleich daneben kommt ein großes Wohnhaus, denn es sind viele Träger erfor­derlich, wenn demnächst die Barren herbei­gezaubert werden. Doch noch graben die Pioniere das Heiligtum auf der Halbinsel frei. Die Soldaten südlich der Römer erobern einen neuen unbe­setzten Turm und verkürzen so die Strecke zwischen der Heimat und dem eroberten Gebiet. Dort gibt es zwar nur ein paar Bretter zu holen, doch die ersparen einen Holz­fäller und ein Sägewerk.

Nachdem die Geologen das Eisen­gebiet erforscht haben, geht es nun zum Gold­vorkommen direkt daneben. Dabei ist Vorsicht geboten, denn die Turm­besat­zungen der Römer schießen bis kurz vor die Grenze. Die Pioniere haben das Heiligtum soweit frei­geschau­felt, daß dort der gefor­derte Steinkopf mit Priorität beauftragt werden kann. Zur Vorbe­reitung auf viele Eisen­barren wird in der Heimat eine weitere Waffen­schmiede gebaut, in der neben wenigen Helmen, Bögen und Blas­rohren nur Schwert­kämpfer entstehen sollen. Nachdem auch eine Kaserne beauf­tragt und das letzte mittlere Wohnhaus abgerissen wurde, haben die Pioniere den Durch­bruch geschafft und runden das Gebiet ab, damit die gezau­berten Barren nicht über die Grenze fallen. Außerdem schaufeln sie eine Ver­bindung zu den Gold­barren in der Nähe, die für den Bau des Stein­kopfes nötig sind.

Die Römer haben dankens­werter­weise einen unbe­setzten Turm im Westen gebaut, der sofort erobert wird. Er erspart einen eigenen und schafft nicht nur den Zugriff auf das Eisen, sondern auch auf das Gold daneben. Natür­lich werden dort sofort zwei Eisen­minen und eine Gold­mine gebaut. Da die Grenze zu den Römern nun erreicht ist, können die Diebe mit sehr kurzen Lauf­wegen das ganze römische Reich ausrauben. Auch das Holz aus dem eroberten Gebiet durch sie ein­sammeln zu lassen, wäre recht mühsam, weshalb ein kleiner Turm Richtung Süden die Verbin­dung dorthin schaffen soll.

In das zwischen­zeitlich fertige dritte Lager kommen Spitz­hacken, Hämmer, Fleisch, Fisch und Eisen­barren. Fleisch und Spitz­hacken, um die Eisen­minen zügig auszu­rüsten. Der Fisch ist zu horten, die Eisen­barren sollen sofort geholt werden und die Hämmer sind so näher an den Schmieden, denn es werden nun im Süden noch eine Waffen­schmiede und eine Eisen­schmleze gebaut. Die Pioniere haben ihre Arbeit auf der Halbinsel beendet und werden in den Krater geschickt, um eine Ver­bindung zu weiterem Gold und zu den Wikin­gern zu schaufeln. Der Bau des Stein­kopfes hat bereits begonnen, denn auch der Turm vor der Land­zunge wurde fertig. Er wird nun abge­rissen. An seine Stelle kommt der dritte Fischer, daneben ein großes Wohnhaus.

In den Süden kommt eine Gold­schmelze, die Geologen geben ihre Hämmer ab und die Zahl der Bau­arbeiter wird auf 15 erhöht. Nun ist alles geordnet und Zeit für eine Verschnauf­pause, in der man zuschauen kann, wie nach knapp 24 Minuten die Eisen­minen in Betrieb gehen. Eine dritte Eisen­schmelze und eine vierte Waffen­schmiede werden gebaut, in der Kaserne die Endlos­produk­tion von Soldaten einge­schaltet. Für die Ver­letzten gibt es ein Laza­rett. Nach 25 Minuten produ­zieren die Wikinger Soldaten. Sie einzu­holen wird schwierig, denn sie haben so und so schon 17 mehr. Nach 26,5 Minuten aber ist der Steinkopf fertig und es gibt 55 Eisen­barren geschenkt. Doch wird es eine Weile dauern, bis aus ihnen Soldaten geworden sind.

Inzwischen haben die Pioniere den nörd­lichen Krater­rand freigelegt, wo eine weitere Goldmine und eine vierte Kohle­mine gebaut werden. Die Ver­letzten aus dem Kampf gegen die Römer kommen ist Laza­rett. Die übrigen Soldaten müssen nun die Pioniere schützen, die sich Richtung Wikinger graben. Gebaut werden eine letzte Eisen­schmelze, zwei Waffen­schmieden, eine weitere Gold­schmelze und ein drittes großes Wohnhaus. Die Diebe haben das römische Reich geplün­dert und kommen nun vor die Wikinger­grenze, wo sie zusammen mit den Pionieren wieder zu Siedlern werden, wenn die Grenze erreicht ist. Dadurch stehen Siedler an der Grenze bereit, um sofort abzutrans­portieren, was bald erobert werden soll.

Nach 35 Minuten geht es dann in Unter­zahl gegen die Wikinger, die zwei kleine Türme und die umlie­genden Minen­betriebe verlieren. Damit ist ihr Schicksal eigent­lich besiegelt, da sie bald keine Soldaten mehr produ­zieren können. Doch darauf wollen sie nicht warten und starten einen Gegen­angriff, der jedoch auf dem erober­ten Gebiet abgewehrt werden kann. Danach ist etwas Ruhe. Es wird ein Sägewerk gebaut, um den Überschuß an Baum­stämmen mitzunehmen, dazu zwei große Wohn­häuser für die massen­hafte Produk­tion von Soldaten, die benötigt werden, denn viele werden fallen im Kampf gegen sechs voll besetzte große Türme der Gegner.

Nach 41 Minuten starten alle im erober­ten Gebiet gesam­melten Soldaten einen großen Angriff. Sie bewegen sich Richtung Nordosten, wo der letzte kleine Turm neben dem großen Tempel auf einer Halbinsel steht. Zunächst geht es gegen die Türme im Haupt­gebiet, darunter zwei große. Die zwischen­zeitlich neu entstan­denen Soldaten wenden sich gegen ent­legene kleine Türme im Osten. Gemein­sam geht es dann weiter gegen die beiden großem Türme vor und auf der Land­brücke zur Halbinsel. Neue Soldaten sind ebenfalls auf dem Weg dorthin. Ist der Kampf um den zweit­letzten Turm voran­geschritten, werden die letzten gebildeten Soldaten auf die schneller zu errei­chenden Römer gehetzt. Nach 52 Minuten ist der Sieg errungen.

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