888
Die 888 ist heute zur 2000-​Jahr-​Feier des 8.8.8 natür­lich nicht zu über­sehen. Im Vor­feld der gerade eröff­neten olympi­schen Spiele hat auch der letzte vernom­men, daß die Chi­nesen an die 8 glauben. Und 888 steht ihnen für die drei wich­tig­sten Dinge im Leben: Geld, Reich­tum und Ver­mögen. Wer heute gehei­ratet hat, schont alle drei und feiert erst nach der Olym­piade. Wer letztes Jahr ein Kind gezeugt hat, ver­schafft seinem Nach­wuchs den Vorteil der Achter-​Geburt, näm­lich über­füllte Klassen­zimmer und deut­lich mehr Wett­bewerb im Leben.

In unserem christ­lichen Kultur­kreis, dessen norma­tive Kraft nicht nur den Chi­nesen, sondern der ganzen Welt mit dem gre­goriani­schen Kalender erst den heutigen 08.08.08 oder 08/08/08 bescherte hat, steht 888 nicht für Glücksspiel unter 888.com und auch nicht für Geldofs Live-Aid mit nach­gestell­tem HH, sondern für Jesus. Manche meinen diese 888 von irgend­welchen 8+8+8=24 Tagen ablei­ten zu können, andere von Jesu Beschnei­dung [1]. Sinn­voller erscheint mir
Jesus = Ι Η Σ Ο Υ Σ
      = Jota + Eta + Sigma + Omikron + Ypsilon + Sigma
      = 8 + 10 + 200 + 70 + 400 + 200
      = 888

[1] Lukas 2,12: Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnit­ten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutter­leibe empfangen ward.

Jahr-2000-Feier | Live 8 | 88

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An der griechischen Buchstaben­summe 888 für Jesus gibt es eigent­lich wenig zu rütteln. Und so wundert mich, warum gerade eine Inter­net­seite mit 888 im Namen [1] darlegt, warum es nicht 694 sei, weil das Endungs-​Sigma nicht den Wert 200, sondern nur 6 habe. Das ist Käse. Den Wert 6 hat das Stigma, das nur so ähnlich wie ein Endungs-​Sigma aussieht. Außerdem schrieb man seinerzeit vornehmlich groß. Und ein großes Endungs-S gibt es auch in der deutschen Schrift nicht.

[1] Numerologie des Namens Jesu (888).

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Herr wuerg, ich weiß, dass ich jetzt offtopiclich werde und entschuldige mich auch gleich an dieser Stelle dafür, aber als "alt" faszinierter Mensch ihres Zahlenwerks komme ich jetzt einfach nicht umhin:

Ich habe ja keinen blassen Schimmer, ob Sie abseits Zahlenkolonnen auch Buchstaben lesen und wenn ja welche den ihrigen Geschmack treffen, würde Ihnen aber nach knapp 1450 von etwa 1600 Seiten Lektüre Thomas Pynchons "Gegen den Tag" empfehlen wollen. Das könnte Ihr Interesse treffen, weil es erstens (unter anderem) um Mathematik geht, es zweitens ohnehin schön geschrieben ist und drittens ich das so überhaupt nicht verstehe, was da mathematisch aufbereitet wird und es daher wohl bestens für Sie geeignet erscheint.
Ach ja: Es geht um Hamiltons Quaternionen, um die Riemannsche Zeta-Funktion undsoweiter und spielt um die Jahrhundertwende (19./20. JH)

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Wenn ich dieses Buch der Reihe der ungelesenen hinten anfüge, dann werde ich wohl nie dazu kommen. Aber ich werde einmal sehen, ob ich es vorziehen kann, wenn die Wiki­pedia die mathema­tischen Aspekte auch nur als wenige unter vielen erwähnt. Quater­nionen sind schon einmal nicht schlecht. Aus ihnen könnte die Welt bestehen. Und die Zeta­funk­tion birgt immer noch ein Geheimis, dem einer unserer Mitblogger [1] nur noch drei Jahre gibt.

[1] Klaus Lange: Riemann Vermutung per Induktion beweisbar? deSignale, blogger.de.

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