Donald Trump
Vor neunthalb Jahren warf ich Trump, Orban und Erdogan noch in einen Topf, in dem sich nunmehr nur noch Erdogan befindet. Ich wies darauf hin, daß Wahl­ver­lierer gerne Ergeb­nisse anzwei­feln, man aber aner­kennen muß, wofür sich die Wähler ent­schieden. Inzwi­schen meinen ganz andere als die damals üblichen Ver­däch­tigen, den Wähler­willen miß­achten zu müssen, Thüringen und Rumänien sind Vorreiter, und uns wird offen mit Annul­lie­rung von Wahlen oder einem AfD-​Verbot gedroht.

Ich lobte auch die Deutschen, die sich eingedenk ihrer Ver­gangen­heit mit Israel-​Kritik und Nazi-​Verglei­chen zurück­hielten. Beides ist inzwi­schen salon­fähig geworden. Und man sollte keinen Gedanken daran ver­schwen­den, dagegen juri­stisch vorzu­gehen, wenn sie nicht gerade aus dem Munde eine AfD-​lers kommen. Nicht nur gegen die ist jedes Mittel recht. Bevor­mun­dung greift um sich. Im Ansatz auch Bestra­fung einfacher Meinungs­äuße­rung. Die Gleich­schal­tung von Medien und Justiz schreitet voran.

Nun aber zu Trump, über den man in seinem letzten Wahlkampf bestän­dig hören konnte, was uns und der Welt drohe. Einiges davon traf zum Ent­setzen der Kri­tiker ein. Aber noch darf ins Weiße Haus ein­ziehen, wer gewählt wurde. Berech­tigte Angst mag und sollte in manchen Volks­schich­ten herr­schen. Die diffuse der Gutmen­schen dagehen ergeht sich darin, vor Trump zu warnen, ihn zu diffa­mieren, sich lustig zu machen. Inhalt­lich lese ich wenig, die Ver­treter der ein­zigen Theorie wirken zahnlos.

Weshalb schreibe ich das heute? Weil ich soeben eine Kritik am Bil­dungs­stand der Deut­schen und der Ameri­kaner mit der reiße­rischen Über­schrift lese, Trump wisse nicht, was 17 mal 6 sei. Das wäre wie die 360-​Grad-​Wende lustig, gäbe es die Häme nicht. Dazu mein näch­ster Kom­mentar.

Trump, Orban, Erdogan

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TRUMP-MATHE — 17⋅6=? — Mit TV-Beweis: Kann Donald Trump DAS aus­rechnen?“ mit Bild von Donald Trump in jungen Jahren. [1]

Da sitzt dieser noch glattge­sichtige Donald Trump mit seinen Kindern, und sie werden von einem Reporter hoffent­lich nur unter anderem nach dem Ergeb­nis von 17 mal 6 gefragt. Die Kleinen gucken dumm und kichern, Ivanka sagt, das sei nicht prakti­kabel. Doch Donald Trump nimmt die Heraus­forde­rung an, korri­giert sich nach „it's eleven twelve“ auf „one twelve“ und besteht im weiteren Verlauf darauf, daß es nicht 102, son­dern 112 sei. Das ist Trump!

Schön, daß im Video den über­hebli­chen Zuschau­ern noch­mals groß und breit erklärt werden muß, wie man das rechnet: 17⋅6, mach' daraus 10⋅6=60 und 7⋅6=42, ergibt in Summe 102. Und dann zu noch grö­ßeren Zahlen, dem Ver­mögen von Trump. So geht das!

[1] Dennis Rudolph: Kann Donald Trump Grund­schul-​Mathe? Mit Video­beweis! | US‑Bil­dung, PISA-​Studie, PIAAC. Rätsel und böse Tricks, Youtube, April 2025.

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Es ist zwar nicht meine Art, dennoch fasziniert mich die im Umgang mit Geschäfts­leuten und anderen dubiosen Personen erworbene Fähig­keit, sie zu verwirren und besten­falls über den Tisch zu ziehen. Als er dem Iran 48 Stun­den gab, hoffte ich auf den kleinen Jungen in ihm, der bis drei zu zählen droht und bei zwei­einhalb zuschlägt. Nun soll er das wenig­stens ange­deutet haben, wird aber sicher­lich seine Drohung, Millionen auszu­rotten, nicht wahr machen. Jeden­falls jetzt noch nicht. Erst wenn alle ihn mit der Drecks­arbeit allein gelassen haben.

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Wie erwartet hat Trump nach der Andeutung eines Schlages abermals die Frist ver­längert. Ob ihm dies als Erfolg oder Scheitern ausge­legt wird, hängt vom Exe­geten ab. Im Vorfeld war zu lesen, die Ameri­kaner benö­tigten Zeit, um neue Waffen heran­zuschaf­fen, weshalb ein Waffen­still­stand ihnen gelegen kommt. Außerdem wird die halbe Welt dankbar für sinkende Ölpreise sein. Auf anderen Seite der tradi­tionel­len Trump- und Israel­gegner, die bestän­dig betonen müssen, keine Anti­semiten zu sein, sieht man die Härte der Mullahs als Sieg. Sie hätten einen alten Zehn­punkte­plan verkauft und so den 72 Jung­frauen nochmals eine Frist einge­räumt.

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Ja, der Ölpreis sinkt immer, wenn der "mächtige Mann" etwas Hoffnungsvolles sagt, aber er ist immer noch so hoch, dass es vorerst kein neues Heizöl in meinem Öltank geben wird. :(

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Ziehe ich die Steuerdifferenz zwischen Diesel- und Heizöl von der­zeit gerin­gen ((47,04−14,04+0,20)−(6,135+16))⋅1,19=37 Cent vom Tank­stellen­preis für Diesel ab, so sind Sie mit 1,35 Euro pro Liter Heizöl noch gut bedient.

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Ja, so kann man das zwar sehen, aber bei einem Verbrauch von ca. 2000 Liter Heizöl im Jahr, käme ich auf 225 Euro pro Monat (Plus die Kosten für die Wartung der Heizung, den Schornsteinfeger und die Stromkosten für die Heizanlage) NUR für Warmwasser und Heizung - und kann mich nicht wirklich darüber freuen.

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Angesichts der gegenüber Benzin brutto um etwa 22 Cent gerin­geren Steuer war Diesel schon vor dem Krieg mit dem Iran zu teuer, doch noch ver­kraft­bar, da Die­selöl schwe­rer ist und weiter fährt. Die hohe Nach­frage für Lkw, vor allem aber nach Heizöl trieb den Preis aber weit über den von Benzin.

Genium, Sie müssen bei nur 2000 Litern samt Liefer­gebühr derzeit etwa 1,35 Euro brutto pro Liter Heizöl hin­legen. Vor drei Mona­ten waren es nur 90 Cent, während Corona schlappe 40 bis 60. Vorbei ist auch ein Preis­ver­fall im Sommer. Ich würde eher auf ein Ende des Krie­ges setzen. Wer Angst vor weite­ren Stei­gerun­gen hat, der ham­stert früh­zeitig.

Sie kommen auf 225 Euro monatlich ohne die von Ihnen genann­ten Zusatz­kosten und ohne gegent­liche Neu­an­schaf­fung einer Hei­zungs­anlage. Ich rechne insge­samt im laufen­den Jahr mit 110 Euro monat­lich statt bisher 90 für Heizung und Warm­wasser, da ich mich weigere zu frieren und kalt zu duschen. Ob Sie ver­gleichs­weise gut daste­hen, hängt davon ab, wie­viele Leute Sie beheizen.

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Mit 110 Euro monat­lich statt bisher 90 für Heizung und Warm­wasser, können Sie m.E. durchaus zufrieden sein, dafür bezahle ich (incl. der vielen Zusatzkosten) mehr als das Dreifache.

Wenn ich hier in meiner Region heute 2000l Heizöl bestellen würde, würde ich 2720,10 Euro Brutto bezahlen, also 226,68 Euro im Monat (für mich alleine). Vor einigen Wochen wären es noch 3.243,70 Euro Brutto und 270,31 Euro, also ganze 43,63 Euro mehr als jetzt im Monat gewesen. Was zu den zuvor erwähnten Zusatzkosten noch dazu kommt, sind die Kosten für Brennholz, dessen Preis sich im vorletzten Jahr von 70 Euro der Raummeter auf 140 Euro verdoppelt hat, denn ich bin so verfroren, dass ich, wenn es sehr kalt ist, auch den Ofen anmachen muss, um mich richtig wohl zu fühlen.

Kalt duschen kann ich gar nicht, aber weil auch das Wasser und Abwasser wesentlich teurer geworden ist, bade ich nicht mehr so oft und dusche nicht mehr so lange wie früher.

Naja und, wie Sie geschrieben haben, müsste ich eigentlich auch noch die 20.500,00 Euro für die neue Heizungsanlage, die ich 2024 habe einbauen lassen, mit einberechnen. Die heizt aber zumindest besser als die alte und verbraucht viel weniger Strom und auch etwas weniger Heizöl als die alte, die ich vor 27 Jahren für 20.000 DM habe einbauen lassen. Aber, obwohl ich auch die ganzen anderen Nebenkosten, die ja alle gestiegen sind, alleine bezahlen muss, stehe ich letztlich immer noch besser da als in einer Mietwohnung und kann nicht nur tun (und lassen) was ich will, sondern empfinde vor allem die Ruhe hier im Haus als den größten Luxus überhaupt.

Und solange ich die Nebenkosten noch bezahlen kann und die viele Arbeit (im Haus und Garten) noch schaffe, werde ich hier bleiben und mir diesen Luxus gönnen. Denn meine Auswanderungspläne hauen leider nicht so hin, wie ich dachte, bzw. gehofft hatte und kommen zurzeit und vorerst (noch) nicht in Frage.

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Ich habe viel mit alten Menschen zu tun, die zumeist begü­tert teil­weise auch allein in ihren Häusern wohnen. Es sei ihnen gegönnt. Die fremd­ländi­sche Groß­fami­lie kann später einzie­hen. Doch irgend­wann wird ein Haus auch mit Trep­pen­lift in den Keller zur Tief­kühl­truhe zur Last. Der Weg in die Garage fällt schwer, die drei Stufen vor der Ein­gangs­tür sind zwei zuviel, aus der Bade­wanne kommt man nicht mehr, neben dem Pflege­dienst muß eine Putz­frau ran, zur Instand­hal­tung sind Hand­werker erfor­der­lich. Alles schön, gut und bezahl­bar. Doch reden gerade diese Alten neben Krank­heiten und Enkeln auch gerne über Geld, beklagen die allge­meine Teue­rung und sehen Fuß­pflege zu 32 Euro als üppig ent­lohnt.

Ich verstehe, wenn man seine Umgebung nicht ver­lassen möchte, halte es aber für über­legens­wert, sich recht­zeitig zu ver­klei­nern, auch an das Allein­leben zu gewöh­nen. Wich­tiger als Kosten­erspar­nis sind dabei die Ver­ein­fachung des Lebens. Kein Garten, keine Balkon­pflan­zen, eben­erdi­ger Zugang, wenig Putz­fläche, keine Tief­kühl­truhe, Fern­wärme statt Hei­zungs­keller. Aber wenn man noch jünger ist, die Ruhe im eige­nen Haus schätzt, gerne im Garten arbeitet und nicht über Geld jammert oder nur die Ver­ände­rung scheut, dann ist das auch in Ordnung.

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Ich weiß, genau so ist es. Was noch dazu kommt, ist die Tatsache, dass Leute wie ich den netten Großfamilien den Wohnraum wegnehmen, solange sie in ihren Häusern bleiben und wenn sie stattdessen eine kleine bezahlbare Wohnung finden (was kaum möglich ist), den Jungen den Wohnraum wegnehmen. Und wenn beides nicht (mehr) geht und sie stattdessen zum Pflegefall werden und in ein Pflege- oder Altersheim kommen, sind sie nur noch eine Belastung für die ganze Gesellschaft, weshalb es für die Allgemeinheit am praktischsten wäre, bzw. ist, wenn Menschen wie ich frühzeitig unter die Erde ziehen und genug Vermögen hinterlassen, um es "gerecht" unter den Erben und dem Staat aufteilen zu können.

Bei diesen Aussichten kommt am Sonntagmorgen
ja wirklich richtig große Freude auf, nicht wahr?

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Ich bin kein Schwarz­maler: Die meisten Alten können noch denken und Treppen steigen. Sie sterben in ihrer Wohnung, ihrem Haus oder nach kurzem Kran­ken­haus­auf­ent­halt. Werden sie pflege­bedürf­tig, sind sie zumeist auf die Hilfe von Ange­höri­gen und das Pflege­geld ange­wiesen und können sich keine Zuzah­lun­gen für Ein­rich­tun­gen lei­sten.

Natürlich sind sie allesamt eine Bela­stung für Ver­wandte und Netto­steuer­zahler, was mich wieder zu der alten Frage führt: Warum werden Menschen älter als für die Auf­zucht ihrer Nach­kommen erfor­der­lich? Um über Enkel zu spre­chen und Uren­kel zu zählen? Oder doch, um mögli­chen Besitz nicht vor­zeitig zu zer­split­tern?

Natürlich sind manche Nach­fahren scharf auf das Erbe. Auf der anderen Seite ist es durchaus ratsam, gerade Immo­bi­lien kon­trol­liert weiter­zuge­ben. Auch den Rat der Kinder oder der noch lebenden Ehe­part­ner zu wür­digen und nicht nur als Bevor­mun­dung, gar Ab­schie­bung zu sehen.

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Keine Sorge, mich will niemand bevormunden (oder Abschieben) und mein Haus wollen die Erben auch erst dann bekommen, wenn sie es verkaufen und zu Geld machen können, weil es zu weit weg von ihren Arbeitsstellen ist, um hier einzuziehen und sie auch gar nicht auf dem Land, sondern in der Stadt wohnen wollen.

Wenn ich die Alten auf dem Land in ihren Häusern mit Gärten mit denen in der Stadt vergleiche, stelle ich fest, dass die ganze Schufterei im Haus und Garten dazu beiträgt, dass sie doch wesentlich länger fit bleiben, denn meine älteren/alten Bekannten in der Stadt, die diese Arbeiten nicht erledigen müssen, bauen doch wesentlich früher ab.

Was mir in den letzten Jahren auch extrem aufgefallen ist, ist, dass die Alten auf dem Land sogar fitter sind, als die Jungen, denn für die Arbeiten, die sie in einer Stunde schaffen (oder geschafft haben), brauchen die Jungen entweder zwei Stunden oder zwei Mann, um es in einer Stunde zu schaffen - wenn sie denn überhaupt (noch) dazu gewillt und in der Lage sind, körperlich anstrengende Arbeiten zu erledigen, denn das sind viele von ihnen nicht (mehr).

Das liegt m.E. daran, dass viele (oder die meisten?) Eltern meiner Generation ihre Kinder viel zu sehr verwöhnt haben, anstatt sie frühzeitig mit in Arbeiten einzubeziehen und daran zu gewöhnen, dass sie mithelfen und Leistung erbringen müssen, bzw. sollten, um sich das angenehme Leben und die luxuriösen Dinge zu verdienen.

Vielleicht werden die Menschen auch deshalb älter als für die "Aufzucht der Kinder" nötig wäre, weil sie nie richtig vollendet, sondern bis ins hohe Alter (und zu den Enkeln) fortgesetzt wird?!

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Eine Stadt-Land-Diskussion führt schnell zu Streit. Ich lasse sie und hätte es auch auf dem Lande gut ausge­halten. Doch meine Frau wollte nicht das Ober­geschoß Ihrer Eltern ausbauen. Der Keller wurde von Miet­noma­den ver­wüs­tet, und nun wohnt meine Schwie­ger­mut­ter [1] allein und gebrech­lich allein in einem schon immer kalten und weit­gehend unge­nutzen Haus, dessen Haupt­wert im Grund­stück besteht.

Asiaten sollen gelen­kig bleiben, weil sie in der Hocke kacken. Daßs Garten­arbeit ähnli­ches lei­stet, will ich nicht bezwei­feln. Dafür sind es für mich ins Schwimm­bad nur 300 und ins Fit­neß­studio 500 Meter.

Wenn es wirklich stimmt, daß junge Men­schen nur halb so schnell arbei­ten wie alte, mag das an ihrer kör­perli­chen Schwäche liegen. Ich vermute aber eher Faul­heit, Des­inter­esse und Inkom­pe­tenz. Das wußte schon Sokra­tes zu bekla­gen.

Dafür, daß Menschen älter werden als für die „Auf­zucht der Kinder“ offen­sicht­lich erfor­der­lich, soll auch den Grund haben, daß sie für die Erzie­hung doch nütz­lich sind, wenn Eltern bis ins hohe Alter nicht selb­stän­dig werden und die Hilfe von Oma und Opa benö­tigen, nicht nur die finan­zielle.

[1] Ich hörte, man bleibe auf ewig ver­schwä­gert, müsse also vor Gericht nicht gegen die Ver­wand­ten eines ehe­mali­gen Ehe­part­ners aus­sagen.

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