9Live 1
9Live fasziniert mich immer wieder, gleichwohl ich noch nie angerufen habe, wie ich ja auch nicht Lotto spiele. Heute sollen sieben Wörter mit F gefunden werden, wobei die übrigen Buch­staben nicht inner­halb der gleichen Position wieder­holt werden dürfen. Die Modera­torin faselt, schon das vierte sei schwierig und recht schnell sind
F A C H
F R A U
F E I N
für wenige Euro über den Tisch gegangen. Auch beim vierten und fünften Wort
F I L Z
F O R M
habe ich andere Moderatoren schon länger zockeln sehen. Dann kommt der Überhit, zwei weitere Wörter für 3000 Euro zu finden. Wie immer hatte ich gleich welche, nämlich
F L U G
F Ü N F
Und schon nach erstaunlich kurzer Zeit von etwa 20 Minuten nannte eine Frau
F L U G
F U G E
womit mein Wort FÜNF sogar noch als achtes möglich wäre. Und so oft ich dieses Schema kürzer mit geringerer Gewinn­summe und länger für eine höhere schon gesehen habe und weiß, daß dadurch echtes Geld verdient wird, zweifele ich immer wieder daran, daß wirklich tausende von Menschen anrufen, zumal über lange Strecken rumge­zockelt wird, in denen man garan­tiert nicht durch­kommt und sogar gesagt wird, man solle erst nach dem Start des Spieles anrufen. Auf den warten wohl alle ganz gierig, die sich für besonders schlau halten, zumal die Mode­ratoren und die Stimme aus dem Hinter­grund nur selten etwas gefunden haben wollen.

Und während ich dies so schreibe, geht es bei 9Live mit Lanotte weiter. Jetzt zwei Frauen, von denen eine die dicken Brüste raus­hängen hat. Entspre­chend schlicht ist auch die zu erbrin­gende Rate­leistung. Nach Mitter­nacht kommt wahr­schein­lich wieder ein Mann, der die Zuschauer eine Stunde und mehr ohne Anruf hin­halten kann. Doch auch seine Aufgaben sind nie wirk­lich schwierig. Es soll nur so aussehen, damit sich jeder für schlau hält und anruft.

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Ich nehme alles zurück. Auch Frauen können zumindest zu zweit und weit­gehend unbe­kleidet andert­halb Stunden auf einen Anrufer warten, der
G O L F
G A N S
G R A B
G I R O
G L U T
fortzusetzen vermag, versprechen über 1000&bvsp;Euro dafür, lassen den Zuschauer in dem Glauben, daß späte­stens kurz vor 2 Uhr wohl einer gewinnen muß, und brechen dann ergeb­nislos ab. Dabei ist die Lösung so schön einfach und passend zur Sendung.

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Vielleicht waren die beiden nackten Frauen doch nicht so erfolg­reich wie es mir ihre männ­lichen Kollegen scheinen. Offen­sicht­lich ist es ihnen in andert­halb Stunden trotz kosten­günstiger zusätz­licher ‚Geld­lei­tungen‘ nicht gelungen, die Betriebs­kosten und den in Aussicht gestellten Gewinn einzu­spielen. Bei guten Geschäften hätte man einen Anrufer durch­kommen lassen und ein neues Spiel mit neuen Ein­künften begonnen.

Jetzt steht die Sonne wieder am Himmel, und 9Live zeigt eine voll beklei­dete Frau. Die ver­spricht noch mehr als Geld, nämlich para­psycho­logi­sche Beratung: Wählen Sie sich ein für den nächsten Zeit­strahl!

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Ich glaube, Menschen wollen verarscht werden. Andere mögen es positiver ausdrücken, es Glaube und Hoffnung nennen.

Moderatorin: Es ist schwierig, noch etwas zu finden. Wir haben ja extrem schnelle Runden.

Hintergrundsprecher: Gut, ich nehme die Leitung 40 noch hinzu.

Moderatorin: Dann geht es aber noch schneller.

Ich beklage mich nicht, bedauere auch keinen, der auf den Leim geht. Schließ­lich ist heute ein Tag, an dem die ganze Earth live verarscht wird. Und wer kann sich schon wie ich glück­lich schätzen, den Grün­dungstag einer neuen Welt­reli­gion nicht erst Jahre oder Genera­tionen später bemerkt zu haben.

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Gestern nach „2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“ wieder dieselben dicken Dinger bei Lanotte. Nach für 9Live kurzer Zeit stand
G R A S
S O L L
L A S T 
T U C H
H E M D
D . . .
an der Tafel und es passierte, worauf ich schon lange wartete, daß beiläufig ein pas­sendes Wort genannt wird, obwohl Mode­ratoren und Redak­tion vorgeben, noch keines gefunden zu haben: „Das ist wirklich das letzte Wort in diesem DING.“

Nachdem eine Modera­torin doch ein Wort gefunden haben will, startet die andere das Spiel mit den Worten: „Dann geben wir ihr eine Chance. Und wenn sie das DING vergeigt, dann […]“. Ob es zum Schluß wirklich das nichts­sagende Scheiß-​Mode-​Wort DING wurde, weiß ich nicht. Dafür war ich zu müde.

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