Siedler IV, Original-CD, Dunkles Volk 1,
Dunkle Saat
Mit den eigenen roten Römern im Osten sind die blauen Mayas im Westen zu besiegen. Sie ver­fügen anfäng­lich über 33 Soldaten gegen 11 eigene. Die Lage sieht wie folgt aus:
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       / BBB   DD          /
      / BBBBB  D   RRRR   /
     / BBBT T  DDD RRR   /
    /  1  2 T   DD      /
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R eigene rote Römer
B gegnerische blaue Mayas
T große Türme der Mayas
D dunkles Land
1 erster kleiner Angriff
2 zweiter Hauptangriff
Über 24 Bretter, 24 Steine, 8 Fische und 12 Portionen Golderz hinaus gibt es zu Beginn so gut wie nichts. Sie können aber Grundlage einer syste­matisch aufzu­bauenden Wirt­schaft sein, zumal in den nahe­liegenden Bergen Kohle, Eisen, Stein und auch Gold zu finden sind. Außerdem erhält man von einer Wasser­nymphe 33 Eisen- und 46 Gold­barren, wenn man ihr 12 Vasen baut. Die dafür nötigen 12 Gold­barren können aus dem vorhan­denen Golderz geschmol­zen werden. Derart syste­matisch und gemüt­lich kann man nach einer Stunde genügend Soldaten haben, um die Mayas direkt hinter der Land­brücke anzu­greifen, obwohl sie dort eine Vertei­digungs­stellung aus einem großen Turm mit einem kleinen dahinter aufgebaut haben. Ein dunkles Volk gibt es nicht, nur von ihm verlas­senes verdorr­tes Land.

Da die Mayas ihre Kaserne in schwach gesi­chertes Land bauen werden, habe ich kurz überlegt, mit der Maximal­zahl von 10 Soldaten vorzeitig einen Teil dieses Gebietes zu erobern, um den Aufbau der Mayas zu stören. Leider bringt das nichts und kostet nur Nerven. Als nächstes wollte ich dem Ratschlag einiger folgen, auf die Geschenke der Wasser­nymphe verzichten und die Wirtschaft ganz normal aufbauen. Doch die nötige Solda­tenzahl erreicht man so nicht unter einer Stunde. Natürlich kann man die Geschenke nebenbei noch einheim­sen, doch ist dafür Aufwand zu treiben, und sie fallen nur noch wenig ins Gewicht, wenn die Wirt­schaft so und so schon brummt.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich ent­schlossen, die Wirt­schaft nur soweit aufzu­bauen, daß die 12 Vasen gebaut werden können, um anschlie­ßend aus den 33 Eisen- und 46 Gold­barren 20 Soldaten der Stufe 2 und 13 der Stufe 3 zu machen. Maximal stehen mir dann 43 Sol­daten mit 2,1 als mitt­lerer Stufe für einen Angriff zur Ver­fügung. Solange die Mayas bei 33 Sol­daten verharren, reichen sogar weniger An­greifer aus, daß auf den zeit­raubenden Anmarsch der zuletzt ausgebil­deten Soldaten ver­zichtet werden kann.

Wird sparsam gebaut und groß­zügig abge­rissen, sind in 13 Minuten 11 Bretter zu sägen. Das schaffen der vorhan­denen Holz­fäller und sein Sägewerk. Für die nötigen 18 Steine aber ist neben den vorhan­denen Stein­metz ein zweiter zu setzen. Um an die Kohle zu kommen, sind zwei kleine Türme erfor­derlich. Eine Kohle­mine reicht nicht aus, denn für die 12 Vasen und 33 Soldaten müßte sie 45 Portionen Kohle zwischen der 8. und 20. Minute, also 3,7 pro Minute fördern. Zwei Kohle­minen leisten das, wenn sie mit den anfäng­lichen 8 Fischen und von zwei Fischern versorgt werden. Sie produ­zieren recht­zeitig genügend Kohle, um in zwei Gold­schmelzen die 12 Porti­onen Golderz zu Gold­barren zu schmelzen. Zwei, weil dadurch die Produk­tions­zeit von 5 auf 3 Minuten verkürzt wird.

Die 12 Vasen aus je zwei Steinen und einem Gold­barren müssen glück­licher­weise nicht um den See herum gebaut werden, weshalb sie alle auf einen Haufen zwischen Gold­schmelzen und See kommen. Werden sie recht­zeitig in Angriff genommen, zaubert die Nymphe nach 11 Minuten die 33 Eisen- und 46 Gold­barren. Um diese Zeit sollte die erste Waffen­schmiede betriebs­bereit sein, daß in einer Kaserne nach 13 Minuten Soldaten entstehen. Zwischen­zeitlich arbeitet auch die zweite Waffen­schmiede. Und wenn es auch nicht mehr ent­schei­dend ist: Danach wird eine dritte Waffen­schmiede gebaut, um bis zum Spiel­ende alle Ressour­cen verbra­ten zu haben. Dazu ein mitt­leres Wohnhaus, damit auch noch ein paar Siedler übrig bleiben.


Die Vasen sind fertig, die Wassernymphe verschenkt dafür Eisen und Gold

Im Detail: Kleiner Turm zum Berg im Norden, 7 Planierer, 9 Bau­arbeiter, 2 Fischer an den Fluß, weiterer Steinmetz, 2 Geologen zum Berg, 4 Aussichts­türme und 2 kleine Türme abreißen, Fische nur zur Kohlemine, Transport­priorität für Kohle, Fische, Eisen­barren, Goldb­arren und Golderz, zweiten kleinen Turm bauen, ersten abreißen, mittleres Wohnhaus, 2 Kohleminen, Geologen zu Bauar­beitern machen, zweiten kleinen Turm abreißen, 2 Gold­schmelzen, mittleres Wohnhaus abreißen, dem Holz­fäller neue Bäume zeigen, 12 Vasen, 2 Waffen­schmieden, Gold­schmieden abreißen, Geschenke annehmen, 2 Bau­arbeiter zu Siedlern machen, Kaserne bauen und ein­stellen. Das alles in den ersten 11 Minuten zur rechten Zeit, und nach 13 Minuten nehmen die ersten Soldaten Aufstellung.


Der Marsch über die Landbrücke und die großen Türme der Mayas [1]

Schon bevor die ersten neuen Soldaten entstehen, mar­schieren 10 der anfäng­lich vor­handenen über die Landzunge und biegen nach links ab, um den in der Diaspora stehenden großen Turm zu erobern, womit diese Aufgabe den nach­rückenden Haupt­truppen erspart bleibt. Es über­leben besten­falls sechs ange­schlagene Krieger, die zusammen mit der nach­gerückten zweiten Truppe im Westen einfallen und sich nach Nord­osten durch­arbeiten. Eine dritte Gruppe geht den großen Turm vor dem Haupt­gebiet direkt an, danach den nördlich der Landzunge, um sich schließ­lich Richtung Nord­westen durch­zukämpfen. Kurz vor Ende und den Sieg eigent­lich nur abkür­zend kommt die vierte Gruppe an. Sie ver­nichtet zwei für sie stehen­gelassene kleine Türme. Danach treffen sich alle zum Sieg an der gleichen Stelle.


Der Sieg ist errungen, gleich werden die Gebäude und die blaue Grenze verschwinden

Soweit die Vorgehens­weise in der normalen Variante, in der ich die Römmer binnen 22 Minuten zum Sieg führte. In der leichten benö­tigte ich zuvor 24 Minuten, weil ich weniger Übung hatte, die Baufolge schlechter abgestimmt war und ein paar Kleinigkeiten fehlten. So hatte ich die letztlich für Schmiede bestimmten Hämmer der beiden Geologen nicht zeit­weise für Bau­arbeiter genutzt und vor allem die bereits vorhan­denen 10 Soldaten erst zusammen mit neuen los­ziehen lassen. Unter­schiede in beiden Varianten sind wohl nur zu sehen, wenn man mehr Zeit ver­plempert.

Beschreibungen von Siedler4, Gameswelt und Brainsworld liegen im Bereich von anderthalb bis zwei Stunden. Auch Viseradius unter You-Tube benötigt diese Zeit.

[1] Der aufmerk­same Beob­achter wird bemerken, daß die gesamte Land­schaft in hellem Licht erscheint, obgleich dies während des Spieles nur in einem beschränk­ten Umkreis eigenen Landes und eigener Leute der Fall ist. Dazu wurde vorge­gaukelt, die Mission sei bereits gewonnen. So kann man sich die gesamte Land­schaft ansehen, wozu man sonst erst einmal gewinnen oder einem anderen über die Schulter gucken muß. Meine roten Soldaten mar­schieren durch gegne­risches Gebiet, glück­licher­weise aber noch außer­halb der Schuß­weite der großen Türme. Der südliche Turm sieht nur gut aus, denn er kann von normalen Mayas nicht erreicht werden. Die kleine Boden­truppe patroul­liert trotzdem auch zu ihm. Im Bild bewegt sie sich auf den nörd­lichen Turm zu, um ihn zu schützen. Wandere ich auf der Landzunge hin und her, machen sie nördlich davon das gleiche. Offen­sicht­lich berück­sichtigt die sog. KI nicht, daß meine Soldaten nicht über Wasser gehen können.

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Sie
sind ja noch aktiv auf dieser Plattform. Schön

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Ja, ich lebe noch. Und es wäre an der Zeit, erneut über Religionsfreiheit zu diskutieren, sie der normalen Meinungfreiheit unterzuordnen.

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Sie haben doch den contributor-Status im einschlägigen Gemeinschaftsblog, fühlen Sie sich frei, das Fass aufzumachen.

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