Schleckerfrauen
Es sei dahingestellt, ob eine Transfer­gesell­schaft Wunder­werke voll­bringt, doch muß ich einer Betriebs­rätin von Schlecker schon recht geben: Für die Rettung von Grie­chen­land und Wulff ist genügend Geld da, nicht aber für die Schlecker­frauen. Und woran ist es geschei­tert? Zum ersten an einer 10‑Milli­onen-​Bürg­schaft der Bayern, die sich vom Rest der Republik haben zu Angebern hoch­päppeln lassen. Zum anderen an einem unbe­kannten Minister einer Splitter­partei, die Geld lieber den Reichen in den Arsch steckt. Und zum dritten an einem Seehofer, der nicht wider­sprechen kann oder will. Bald muß Opel wieder gerettet werden, obgleich deren Autos schon Jahr­zehnte keiner fahren will. Und Spanien wartet auch schon. Will man sich dann gleicher­maßen knau­serig zeigen? Banken müssen wegen ihrer Krisen bereits höhere Sicher­heiten bilden. Und ich bin der Meinung, auch normale Betriebe sollten die Lohn­kosten eines Jahres zurück­legen oder ver­sichern müssen, die im Falle eines Konkurses aus­schließ­lich an die Mitarbeiter fließen, nicht an die Gläu­biger.

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Transfergesellschaft
klingt bekannt. Gab es das nicht bereits bei der Telekom, als man sich all der Beamten entledigen wollte? Jene wurden dann bei Arbeitsämtern - oder waren das schon Arbeitsagenturen? - wiederverwendet.

Es ist, da brauchen wir uns nichts vorzumachen, eine reine Kumpelentscheidung, dem einen Betrieb nicht zu helfen, aber dem anderen Betrieb schon. Sicherlich haben die entscheidungstragenden Politiker ihre Scherflein bei den zu rettenden Betrieben und Banken hinterlegt, wohl kaum einer aber bei Schlecker. Objektivität in Entscheidungen kann nicht vorausgesetzt werden, leider. Das erforderte nämlich eine strikte Trennung von persönlichen Interessen zu den Interessen, die man als Politiker eigentlich vertreten sollte: jenen des Volkes, das einen wählte. Nun, an der FDP kann man ja sehen, dass da nur ein sehr geringer Anteil des Volkes jene Personen wählte, vermutlich allerdings jener Prozentsatz der bekannten 20-80-Regel, der die berüchtigten 80% des Vermögens besitzt. Und damit die entscheidende (Finanz)Kraft.

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Es ..
... ist genug Geld da.
Fragt sich nur:
Für wen?
Und vor allem:
Für was?

Noch Fragen?

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Haben Sie es zu Ihrer Aufgabe gemacht, tote Blogs zu erwecken? Plötzlich lese ich nicht nur "Zahlwort" auf der Startseite, sondern auch "religionsfreiheit". Tatsächlich trage ich mich mit dem Gedanken, wieder etwas zu schreiben. Sonst hätte ich auch gar nicht geguckt und Ihren Kommentar übersehen. Fragen habe ich keine!

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