32
Nachdem ich zur Zahl 30 zusammen­getragen habe, was ich so weiß und gelesen habe, bleibt als kleinste noch nicht behan­delte und auch recht uninter­essante Zahl die 32. Die Bibel ist schnell abge­hakt. Darin findet nur ein paarmal 32 Könige und 32 Jahre. So muß die Himmels­scheibe von Nebra mit ihren 32 Sternen die Bibel ersetzen. Mit dem Mond sind es 33 abgebil­dete Gestirne, womit der Zusam­menhang zu den 32 Sonnen­jahren, die recht genau 33 Mond­jahren ent­sprechen, herge­stellt scheint.

Im Alltag findet man 32 Grad Fahren­heit für den Schmelz­punkt des Wassers, also als Entspre­chung für 0 Grad Celsius, weshalb die 32 in der berühmten Umrechnungs­formel F=9C/5+32 vorkommt. In Deutsch­land aber trifft man die 32 eher als die Zahl der Karten im Skat­spiel an. Mit den fehlenden Werten 2 bis 6 sind es 52, mit einem Reiter zwischen Bube und Dame 56. Kommen 22 Trümpfe hinzu haben wir die 78 Tarot­karten, mit denen man auch spielen kann, ohne an sie zu glauben.

Und damit habe ich auch die Kurve bekommen zur heiligen 22 und der fibonacci­haften Zer­legung

32 = 10 + 22 = 10 + (10+12) = (3+7) + (3+7+12)

in weitere heilige Zahlen, insbeson­dere in zehn Ziffern (früher Zahlen von 1 bis 10) und die 22 hebrä­ischen Buch­staben, die gemeinsam im Lebens­baum verwur­stelt sind.

Es geht natürlich auch anders. So besteht 32 wie auch die Zahl 23 aus den Ziffern 3 und 2, daß man in beide alles legen kann, was der Zerlegung ihrer Quer­summe 5=3+2 zugemessen wird. So kann die 3 für den Mann und die 2 für die Frau stehen, die zusammen 5, eine Familie, die Zahl des Menschen ergeben, obgleich dem Menschen auch 6 und der Frau 4 zugerechnet wird. Aber die 3 kann auch für die Drei­faltigkeit Gottes und die 2 für die Zwei­faltig­keit aus Mann und Frau stehen, die 32, 23 und 5 also für die Gemein­schaft von Gott und Mensch.

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30
Anders als bei der Zahl 40 meint man sich zur Zahl 30 nicht fragen zu müssen, warum sie gerne in der Bibel vorkommt, denn ein Monat hat für schlichte Gemüter bis in die heutige Zeit 30 Tage. Für einen Mond­monat ist es ein halber Tag zuviel, für ein Zwölftel des Jahres ein halber zuwenig. Daß in der Bibel ein Monat mit 30 Tagen gerechnet wird, macht die Sintflut­geschichte deutlich. Neben 40 Tagen ist auch mehrfach von 150 Tagen die Rede: „Und das Gewässer stand auf Erden hundert­und­fünfzig Tage“, nämlich vom 17. Tage des zweiten bis zum 17. Tage des siebten Monats. Die Jahres­zahl ist nicht erwähnt.

Explizit kommen 30 Tage in der Bibel kaum vor. Um Aron und Moses wurde 30 Tage geweint. Das ist schon die Hälfte aller Stellen. Dagegen sind 30 Jahre viel häu­figer. Jesus begann sein öffent­liches Wirken mit 30 Jahren. Das kann eine Anleh­nung an David sein, der mit 30 Jahren König wurde. Weniger an Joseph, der mit 30 Jahren seine Reise durch Ägypten begann. Immer wieder aber ist in der Bibel zu lesen, daß ein taug­licher Jude im Alter von 30 bis 50 Jahren seinen Dienst abzu­reißen hatte: „von dreißig Jahren an bis ins fünf­zigste Jahr, alle, die zum Dienst taugen, daß sie tun die Werke in der Hütte des Stifts.„

Da im Alten Testament jede Kleinigkeit irgend­welche erwähnens­werten Maße hat, kommen natürlich auch 30 Ellen gerne vor. Besonders an meinen Lieblings­stellen 1. Kö­nige 7,23 und 2. Chro­nik 4,2: „Und er machte das Meer, gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen breit, ganz rund, fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen konnte es umspannen.“ Wäre da nicht von „ganz rund“ die Rede, könnte es sechseckig gewesen sein. So aber haben wir hier den Schriftbeweis für π=3.

Natürlich nicht vergessen darf man die Silber­linge, für die Jesus von Judas verraten wurde. Warum es gerade 30 waren, weiß wohl keiner so genau. Es hilft auch nicht weiter, sich die Stellen im Alten Testa­ment anzu­sehen, in denen 30 Lot Silber vor­kommen. Auf jeden Fall steht die Zahl 30 für das Blut Christi, zumin­dest bei den buch­staben- und ziffern­getreuen Inter­preten.

Man kann auch ein paar mathema­tische Kleinig­keiten zur Zahl 30 finden. Sie ist das Produkt der ersten drei Primzahlen, und das Produkt der ersten sechs Prim­zahlen ist dreißig­tausend und dreißig, was aber wegen 7·11·13=1001 nicht vom Sockel haut. Natürlich ist 30 auch ein Teiler­protz, weil die Summe 1+2+3+5+6+10+15+30=72 der acht Teiler mehr als doppelt so groß ist wie 30 selbst. Das ist aber nur das 2,4‑fache, während es 24 bereits auf den Fak­tor 2,5 bringt. Zudem hat 24 eben­falls acht Teiler, womit 30 auch in dieser Diszi­plin zweit­rangig bleibt. Aber 30 ist die größte Zahl n, daß alle zu n teiler­fremden Zahlen unter­halb von n Prim­zahlen sind. Und sowohl der Ikosa­eder als auch der Dode­kaeder haben 30 Kanten.

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40
In einer der nicht immer erquick­lichen Diskus­sionen im Blog Religions­freiheit kam auch die Zahl 40 zur Sprache, die unbestritten sehr oft in der Bibel vorkommt, trotz­dem aber nicht nur mich enttäuscht. Und so war sie bis heute nach 30 und 32 die dritt­kleinste natür­liche Zahl, der ich bisher noch keinen eigenen Beitrag gewidmet habe.

Zunächst ist festzu­stellen, daß 40 keines­wegs öfter in der Bibel vorkommt als 30 oder 50. Sie ist aber von höherer Bedeutung, weil sie im neuen Testa­ment domi­niert und häufiger in bedeu­tenden Zusammen­hängen wie Tagen, Jahren und Gerech­ten vorkommt. Vierzig beson­dere Jahre sind mehr als eine Gene­ration und ein unüber­seh­barer Ein­schnitt im Leben eines Volkes. Vierzig Tage sind deutlich mehr als ein Monat und eine lange Zeit im Verlaufe eines Jahres.

So liegt man sicherlich nicht ganz falsch, 40 mit viel oder lang gleich­zusetzen, zumindest für eine gerundete Zahl zu halten. Manchmal ist sie auch nur eine unter vielen wie in der einer Reihe der 50, 45, 40, 30, 20 und dann nur noch 10 Gerech­ten, um deret­willen Sodom verschont worden wäre. Auf keinen Fall wird eine beson­dere mystische Bedeu­tung vo­liegen, wie man sie sich bei 42=6⋅7 vor­stellen könnte. An jeder Seite zehn Säulen zu haben, das ist nicht viel.

Trotzdem sollte man nach einem ordent­lichen Grund für die&nbso;40 in der Bibel suchen. Und dazu ist es sicher­lich nicht falsch, ihr erstes Vorkom­men zu betrachten. Das ist bei der Sint­flut im 7. Kapi­tel des 1. Buches Mose. Die hielt zwar ein Jahr, doch regnete es nur 40 Tage und Nächte. Hier treffen zwei nicht so glas­klare, dennoch aber mögliche Bedeu­tungen für die Zahl 40 aufein­ander: Der Zeitraum von etwa 6 Wochen und das Wasser.

Wenn man keine guten Uhren und Winkel­messer hat, dann ist es nicht leicht zu erkennen, wann die Sonne wieder an der gleichen Stelle steht, also ein Jahr um ist. Es liegt deshalb nahe, das Jahre­sende auf den Tag zu legen, an dem der Unter­gang eines bestimmten Sternes im Westen am Abend­himmel letzt­malig zu sehen ist. Oder umgekehrt den Jahres­beginn auf den Tag, an dem der Aufgang dieses Sternes im Osten am Morgen­himmel erst­malig beobachtet werden kann. Die Spanne von etwa 40 Tagen zwischen diesem Abend­letzt und dem Morgen­erst trennt das alte vom neuen Jahr.

Eine Beziehung zur bibli­schen Zahl erscheint mir sehr plausibel, macht aber auch deutlich, daß es sich eben nur um eine unge­fähre Angabe, eine gerundete Zahl ohne versteckte Detail­bedeutung handelt. Die Baby­lonier begannen ihr Jahr nach dem Morgen­erst der Plejaden Mitte März mit dem Monat Nisanu. Deren Luni­solar­kalender haben die Juden über­nommen. Auf diese Weise floß wohl die Zahl 40 in das alte Testa­ment ein, als die Zahl der Tage, an denen die Plejaden nicht am Himmel zu sehen sind.

Nach den Berech­nungen von Burkard Stein­rücken wurde für Babylon und Israel auf dem 32. Breiten­grad die Zeit von genau 40 Tagen um 1000 vor Christus erreicht. Mit jedem Breiten­grad ist es ein halber Tag mehr, mit jedem Jahr­tausend wurde es ein Tag weniger. Als die Genesis um 500 vor Christus geschrieben wurde, waren es also ziemlich genau 40 Tage, und wahr­schein­lich hatte sich dieser Zeitraum bereits als feste Größe einge­bürgert. Wer dagegen getreu den Buch­staben der Bibel die Sintflut auf 2348 vor Christus datiert, kommt für den Berg Ararat auf dem 40. Breiten­grad auf stolze 47 Tage.

Während für uns runde Zahlen nur einfacher aussehen, waren sie in der hebrä­ischen Darstel­lung auch wirk­lich kürzer. Die 40 wurde mit einem einzigen Buch­staben geschrieben. Da 40 in der Folge 1, 2, 3, …, 9, 10, 20, 30, 40 die Position 13 ein­nimmt, war es der 13. Buch­stabe, das Mem. Und dieses Mem steht für Wasser (majim), das sich eigentlich mit zwei Mem schreibt. Es wird dem Buch­staben Mem als Bedeu­tung zuge­messen. Und die Form des Mem soll aus Wellen­linien oder der Dar­stellung eines Brunnens abge­leitet sein.

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Next Uri Geller
Ich kann mich noch an Uri Gellers ersten Löffel im deut­schen Fern­sehen erinnern. Damals setzte ich auf Chemi­kalien. Es soll aber auch ein­facher mit einem zuvor erweich­ten Löffel gehen. Ich meine mich auch an eine kleine Notiz ein Jahr später in der Bild­zeitung zu erinnern, laut der Uri Geller einge­räumt haben soll, was jeder vernünf­tige Mensch so und so wußte: Es war ein ganz normaler Zauber­trick!

Doch mit Tricks allein kann nur ein wirklich guter Zauber­künstler Geld ver­dienen. Und die werden seit „Next Uri Geller“ nicht müde, zweierlei aus ihrem Ehren­kodex zu berichten: Tricks dürfen erstens nicht verraten und zweitens nicht als über­natür­lich ausge­geben werden! Aber Uri Geller und seine Kandi­daten sind ja gar keine Zauber­künstler, sondern Menta­listen, die ohne Tricks arbeiten und wirklich überna­türliche Fähig­keiten besitzen!

Nach CSI habe ich mir gelegent­lich Teile von %bdquo;Next Uri Geller“ angesehen, auch das gestrige Finale mit dem winzigen Raven neben „Next Heidi Klum“. Er hat tatsäch­lich mit einer Wieder­holung gewonnen. Es konnte nicht wieder eine Rohrpost aus dem mittigen Tischbein sein. Dafür war es zu dünn und die Box diesmal durch­sichtig mit einem Zylinder drin. Desto größer meine Enttäu­schung: Raven klappte das Glas­fenster zu und fummelte ewig den Zettel vom Tisch in den Zylinder. Ein rich­tiger Zauber­künstler kann das mit einer Hand in zwei Sekunden!

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Anne Will
Es ist entwürdigend: Zwei Nobelpreis­träger müssen deko­rativ am Katzen­tisch von Anne Will sitzen, artig antworten, wenn sie gefragt werden, und einer von vielen Diskus­sionen über unser Bildungs­system zuhören. Kann nicht einmal über Physik und Chemie gespro­chen werden? Dürfen immer nur Poli­tiker, Sportler, Schau­spieler, Lehrer und Inter­essen­vertreter voll­wertig teil­nehmen? Würde ein Oskar-​Gewinner oder ein Tor­hüter in gleicher Weise an den Rand gedrängt?

Fernsehen

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Al Nobel
Von Al Gore, Kohl und Bono war im Vorfeld zu lesen. Und von diesen dreien hätte ich Helmut Kohl genommen. Der stand zur rich­tigen Zeit am rich­tigen Platz, an dem ein anderer Kanzler nicht unbe­dingt schlechter ausge­sehen hätte. Ihm wäre also nach dem Glück der Geschichte, unter deren Mantel er sich wähnte, auch noch der Frie­dens­nobel­preis zuge­fallen. Aber er hat sich wenigstens nicht ange­biedert, nicht Bekannt­heit in fernseh­taug­lichen Dusel gewan­delt.

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Blogschließung
Was ich im Internet gar nicht ausstehen kann, sind gestern gespei­cherte Links, die morgen schon nichts mehr bringen, weil sie nunmehr Geld kosten, weil sie ver­schoben wurden oder weil der Autor der Meinung war, sie unter­lägen seiner Willkür. Manchmal gibt es gute Gründe, die zu nennen manche dennoch nicht nötig haben. Ich jeden­falls habe für 24 Stunden keinen Zugriff gestattet, weil mir auf die Schnelle kein besseres Mittel gegen einen wahr­scheinlich automa­tischen und tausend­fachen Zugriff auf meine Vampir­zahlen einfiel. Mancher mag sich über sog. Traffic freuen, egal von welchem Idioten auch immer. Ich dagegen ärgere mich über die Verfäl­schung meiner Rang­liste.

Es kann auch alles einen guten Grund haben, und es stecken tatsächlich Menschen hinter den Zugriffen. Möglicher­weise kamen Vampir­zahlen gestern im Fernsehen, oder die Lehrpläne sehen im neuen Schuljahr Vampir­zahlen statt der bisher so beliebten Qudrat­zahlen vor. Dafür spräche, daß in den sog. Referrern nicht eine Zeile mit vier­stelligem Zähler, sondern viele Zeilen mit teilweise sehr geringen Anzahlen und verschie­denen Schreib­weisen auftraten. Wer etwas darüber weiß, sollte sich nicht scheuen, es hier einfach zu vermerken.

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