CO2
wuerg, 18.01.2026 21:37
Als ich letztes Jahr meinen Rechner aufräumte, fand ich eine 5 Jahre alte Berechnung, was denn 10 Euro pro Tonne ausgestoßenem Kohlendioxyd einen Autofahrer kostet:
Ein Liter Benzin wiegt etwa 750 Gramm. Davon sind 645 Gramm Kohlenstoff, durch dessen Verbrennung 2,36 Kilogramm Kohlendioxyd ausgepufft werden. Hinzu kommen etwa 500 Gramm zur Herstellung des Benzins. Bei einer Abgabe von 10 Euro pro Tonne entstehen gute 2,8 Cent pro Liter, etwa 20 Cent auf 100 Kilometer, wenn ich stolze 7 Liter auf 100 km ansetze. [1]
Es begann harmlos mit 25 Euro pro Tonne, zum Jahreswechsel waren es 55, im laufenden Jahr können es bis zu 65 Euro werden, also weiterhin jährlich knapp 3 Cent mehr pro Liter. Die addieren sich mittlerweile auf 16 Cent neben der Mineralöl- und Mehrwertsteuer. Eine moderate Erhöhung, wenn ich (born 311) als Busfahrer die Fahrpreisentwicklung betrachte. Deshalb kommen mir keine Tränen. Soll das Kohlendioxyd im Auspuff doch einfach zu Trockeneis gekühlt werden. Das kann bis zu 2000 Euro pro Tonne verkauft werden.
Die Erdatmosphäre enthält etwa 400 Tonnen CO₂ pro Mensch, wofür sein Auto etwa 2 Millionen Kilometer fahren muß. Das ist in einer Lebensspanne zu schaffen, doch hat glücklicherweise kaum einer ein Kraftfahrzeug. Auch verschwindet CO₂ im Meer und im Boden. Zudem vernichtet ein Baum Jahr um Jahr etwa 16 Kilogramm. Dafür kann man zwar nur 80 Kilometer fahren, doch gibt es etwa 400 Bäume pro Kopf, was jedem über 30.000 Kilometer pro Jahr gestattete, den Deutschen mit stolzen 1000 Bäumen sogar 80.000 km.
Doch leider geht nur etwa 1/6 der jährlichen weltweiten 40 Gigatonnen auf das Konto von Kleinwagen. Diese Gesamtmenge wegzuputzen sind glücklicherweise nur 300 der 400 Bäume pro Kopf erforderlich. Der unbestrittene Anstieg der CO₂-Konzentration der Luft (derzeit 0,0425 Volumenprozent) ist also mehr darauf zurückzuführen, daß unser erhöhter Ausstoß zu einem steigenden Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Vernichtung führt, also nicht in 100 Jahren mit einer Verdoppelung zu rechnen ist.
Wenn es den CO₂-basierten Klimawandel aufzuhalten gilt, dann mögen sich die Fachkräfte des globalen Südens auf den Hosenboden setzen und der Welt Formen der klimaschonenden Energiegewinnung bescheren, denn dem Norden, insbesondere dem amerikanischen Grönland und der russischen Tundra wird etwas Erwärmung nicht schaden. Sinnvoll wären Kernspaltung und -fusion, um den Kohlenstoff in der Erde zu lassen sowie Wind, Mond und Erde nicht zu bremsen.
Dann könnten Autos weiterhin mit Benzin fahren, denn anders als vor 60 Jahren gedacht, als ein Kollege sich in die Batterieentwicklung zu Varta begab, lautet das Mooresche Gesetz dort nicht Verdoppelung in zwei, sondern vielleicht in 20 Jahren. Es reicht, jederzeit genügend preiswerten Strom dort zu haben, wo er ohne Zwischenspeicherung verbraucht wird. Mit Kernkraft müssen wir uns über die Klimaerwärmung wegen Energieerzeugung über Jahrhunderte keine Sorgen mehr machen, denn bis zu dem Punkt, da die Abwärme selbst die Temperatur der Atmosphäre nenneswert erhöht, ist es noch ein weiter Weg.
[1] Neu zugelassene deutsche Privatwagen sollen mit 106,8 Gramm CO₂ pro Kilometer nur knapp über der EU‑Norm liegen. Doch diese utopischen 4,5 Liter auf 100 Kilometer werden nur im Testlabor erreicht. Für die alten Autos der realen Welt gehe ich von 7 Litern aus.
Ein Liter Benzin wiegt etwa 750 Gramm. Davon sind 645 Gramm Kohlenstoff, durch dessen Verbrennung 2,36 Kilogramm Kohlendioxyd ausgepufft werden. Hinzu kommen etwa 500 Gramm zur Herstellung des Benzins. Bei einer Abgabe von 10 Euro pro Tonne entstehen gute 2,8 Cent pro Liter, etwa 20 Cent auf 100 Kilometer, wenn ich stolze 7 Liter auf 100 km ansetze. [1]
Es begann harmlos mit 25 Euro pro Tonne, zum Jahreswechsel waren es 55, im laufenden Jahr können es bis zu 65 Euro werden, also weiterhin jährlich knapp 3 Cent mehr pro Liter. Die addieren sich mittlerweile auf 16 Cent neben der Mineralöl- und Mehrwertsteuer. Eine moderate Erhöhung, wenn ich (born 311) als Busfahrer die Fahrpreisentwicklung betrachte. Deshalb kommen mir keine Tränen. Soll das Kohlendioxyd im Auspuff doch einfach zu Trockeneis gekühlt werden. Das kann bis zu 2000 Euro pro Tonne verkauft werden.
Die Erdatmosphäre enthält etwa 400 Tonnen CO₂ pro Mensch, wofür sein Auto etwa 2 Millionen Kilometer fahren muß. Das ist in einer Lebensspanne zu schaffen, doch hat glücklicherweise kaum einer ein Kraftfahrzeug. Auch verschwindet CO₂ im Meer und im Boden. Zudem vernichtet ein Baum Jahr um Jahr etwa 16 Kilogramm. Dafür kann man zwar nur 80 Kilometer fahren, doch gibt es etwa 400 Bäume pro Kopf, was jedem über 30.000 Kilometer pro Jahr gestattete, den Deutschen mit stolzen 1000 Bäumen sogar 80.000 km.
Doch leider geht nur etwa 1/6 der jährlichen weltweiten 40 Gigatonnen auf das Konto von Kleinwagen. Diese Gesamtmenge wegzuputzen sind glücklicherweise nur 300 der 400 Bäume pro Kopf erforderlich. Der unbestrittene Anstieg der CO₂-Konzentration der Luft (derzeit 0,0425 Volumenprozent) ist also mehr darauf zurückzuführen, daß unser erhöhter Ausstoß zu einem steigenden Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Vernichtung führt, also nicht in 100 Jahren mit einer Verdoppelung zu rechnen ist.
Wenn es den CO₂-basierten Klimawandel aufzuhalten gilt, dann mögen sich die Fachkräfte des globalen Südens auf den Hosenboden setzen und der Welt Formen der klimaschonenden Energiegewinnung bescheren, denn dem Norden, insbesondere dem amerikanischen Grönland und der russischen Tundra wird etwas Erwärmung nicht schaden. Sinnvoll wären Kernspaltung und -fusion, um den Kohlenstoff in der Erde zu lassen sowie Wind, Mond und Erde nicht zu bremsen.
Dann könnten Autos weiterhin mit Benzin fahren, denn anders als vor 60 Jahren gedacht, als ein Kollege sich in die Batterieentwicklung zu Varta begab, lautet das Mooresche Gesetz dort nicht Verdoppelung in zwei, sondern vielleicht in 20 Jahren. Es reicht, jederzeit genügend preiswerten Strom dort zu haben, wo er ohne Zwischenspeicherung verbraucht wird. Mit Kernkraft müssen wir uns über die Klimaerwärmung wegen Energieerzeugung über Jahrhunderte keine Sorgen mehr machen, denn bis zu dem Punkt, da die Abwärme selbst die Temperatur der Atmosphäre nenneswert erhöht, ist es noch ein weiter Weg.
[1] Neu zugelassene deutsche Privatwagen sollen mit 106,8 Gramm CO₂ pro Kilometer nur knapp über der EU‑Norm liegen. Doch diese utopischen 4,5 Liter auf 100 Kilometer werden nur im Testlabor erreicht. Für die alten Autos der realen Welt gehe ich von 7 Litern aus.
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