fontes, origine, nihilo
Nun scheinen sich ja im Chronisten und Che zwei gefunden zu haben. Ersterer sonnt sich im Renommee des letz­teren, der wahr­schein­lich vergeb­lich auf einen sog. Diskurs hofft. Der „blaue Mond“ taugt nur noch zum voll­umfäng­lich geschul­ten russi­schen Derailer. Ich bin schon eine Weile draußen, weil es nicht mehr um Zahlen, sondern nur noch um Corona ad fontes, ab origine und ex nihilo geht. Aber ich rechne es meiner Pene­tranz zu, daß der Chronist sich nicht mehr zu Kas­kaden von Nullen hin­reißen läßt.

Als ich „Marx ad fontes“ las, blitzen in mir ein Gedanke (Steil­vorlage) und eine Erin­nerung (theore­tische Fest­körper­physik ab ori­gine) auf. So wie ad fontes etwas für das Geschichts­studium ist, kommt man mit dem reinen, auch schon etwas vom Ursprung abwei­chenden Hamilton­operator eines Fest­körpers auch nicht über die Einlei­tung hinaus. Man muß schon ange­messene Nähe­rungen finden, nicht nur in der Praxis.

Ich hätte mir diese dummen Bemer­kungen verkniffen, wenn ich heute nicht ein Büch­lein gekauft und bei meinem ersten Indoor-​Latte seit Monaten zu lesen begon­nen hätte. [1] Um die Null zu erklä­ren, breitet der Autor seine Belesen­heit aus und kann auch an ex nihilo nicht vorbei. Das ist durch­aus inter­essant, doch für einen Inge­nieur sowenig relevant wie Marx für Corona. Trotz meiner Abschät­zig­keit: Ab und zu finde auch ich Gefallen am großen Bogen und senti­men­talen Erinne­rungen.

[1] Umberto Bottazzini: Wie die NULL aus dem NICHTS entstand - und weitere Stern­stunden der Mathe­matik. dtv, München, 2021.

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