Eine evolutionäre Sackgasse
Wes Geistes Kind ein Regime ist, erkennt man nicht nur an seiner Brutatlität, sondern auch an der Intensität, mit der es das Denken der eigenen und mit Glück auch der Welt­bevöl­kerung in eine wohl­gefällige Richtung drängt. Wenn man trotz eines Gefühles von Minder­wertigkeit und Benach­teiligung an die eingene Über­legenheit und Auser­wählung glaubt, steht die Evolutions­theorie im Wege. [1] Erdogan möchte sie zunächst aus den Schul­büchern verbannen, weil sie umstritten sei und die Schüler überfordere.

Gewiß muß nicht jeder Furz in die Lehrpläne. Doch die Evolutions­theorie scheint besonders zu stinken. Sie sticht nicht nur in die Nasen von Diktatoren, auch weite Teile der Bevöl­kerung verspüren einen unange­nehmen Geruch. Bilder wie das unter der Überschrift des Artikels [2] lassen auch mich zweifeln. Sieht so das Ergebnis einer erfolgreichen Selektion aus? Möglicher­weise, denn Zuchtwahl gehört auch dazu. Und es kann von evolutio­nären Vorteil sein, sich einem Führer zu unter­werfen, selbst wenn es ihn gar nicht gibt.

[1] Wikipedia/Evolutionstheorie: "In den Strömungen des Islam sind nicht-wissen­schaft­liche Argumen­tations­weisen und eine rein religiös begründete Betrach­tung der irdischen Lebe­wesen generell weit verbreitet."
[2] Erdogan streicht Evolutionslehre aus türkischen Lehrplänen. Süddeutsche Zeitung, 23.07.2017.

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