39,2 Megatonnen
Das Heizungsgesetz soll bis zu 39,2 Mega­tonnen Kohlen­dioxyd bis 2030, also in maximal 7,2 Jahren ein­sparen. Kritiker wenden schnell ein, daß die Chinesen jeden Tag 32 Mega­tonnen aus­stoßen. Das ist unfair, denn sie bringen es zwar auf 7,7 Ton­nen pro Kopf und Jahr, wir aber auf stolze 9. Trotz­dem handelt es sich bei den 39,2 Mega­tonnen um eine Winz­menge, zumal allein Deutsch­land in dieser Zeit wohl 5000 Mega­tonnen in die Luft blasen wird.

Es bedarf nur einer kleinen kosten­günsti­gen Ein­sparung, dieses Ziel zu erreichen, ohne Eigen­heim­besit­zern Milli­arden in den Arsch zu blasen: Fährt jeder Pkw täglich zwei Kilometer weniger, spart er zumeist mehr als 250 Gramm am Tag, 90 Kilo­gramm pro Jahr und 650 bis Ende 2030. Die 60 Mil­lionen deut­schen bringen es so auf 40 Mega­tonnen, mehr als nach dem Heizungs­gesetz erfor­derlich. Um das durch­zuset­zen, bedarf es keiner kompli­zierten, sondern nur einer anderen unpopu­lären Ent­schei­dung: Anhebung der Mine­ralöl­steuer. Aber das haben die Grünen ja weit hinter sich gelassen.

Oder: Pflanzt man für jeden Deutschen sechs Bäume, binden sie jährlich 5 Mega­tonnen Kohlen­dioxyd. Auch so kommt man auf 36 Mega­tonnen bis Ende 2030. Diese sechs mögen viel erschei­nen, doch gibt es auf der Erde immer noch 370 Bäu­me pro Mensch, in Deutsch­land sogar 1000. Da sind sechs mehr nicht viel. Und sollen doch vor allem die ölför­dern­den Wüsten­staaten Deutsch­land und vor allem Ländern mit Regen­wald CO₂‑Abgaben zahlen, damit sie ihn nicht abholzen.

Und noch eine Rechnung: 39,2 Mega­tonnen sind etwa 500 Kilogramm pro Kopf. Die tech­nisch aus der Luft zu ziehen, kostet derzeit etwa 250 Euro, vorwie­gend für Strom, weit weniger als eine Wärme­pumpe in sieben Jahren verpul­vert. Trotzdem: Es ist besser, weniger Kohlen­stoff zu ver­brennen als dessen Oxyd wieder aus der Luft zu ziehen.

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