Hamed Abdel-Samad
Nunmehr neben einer Stadt­rand­biblio­thek, die soziale Auf­gaben vor litera­ischen zu erfül­len hat, wohnend fiel mir ein wei­teres schnell veral­tendes Buch „Der isla­mische Faschis­mus“ von Hamed Abdel-​Samad [1] in die Hände. Schon der Titel läßt die Frage aufkommen, ob man trotz ver­ständ­licher Ver­suchung einen Faschis­musver­gleich nicht spä­teren Gene­rati­onen von Histo­rikern über­lassen sollte.

Im Buch wird keine isla­mische Bewe­gung, kein Revo­lutions­versuch ausge­lassen und eine schier end­lose Reihe von Exper­ten mit unaus­sprech­lichen Namen zitiert, um zu belegen, was ich schon wußte: Der Islam ist eine säbel­ras­selnde Reli­gion, über­legen wird zuge­schlagen, in der Defen­sive gejammert, eine gefähr­liche Mischung aus Über­heb­lich­keit und Minder­wertig­keits­gefühl. Rück­besin­nun­gen auf die Quellen führen gerne zu Gewalt. Das wird erst ein Ende finden, wenn der Koran mit der Bibel neben Grimms Märchen im Regal steht.

[1] Abdel-Samad, Hamed: Der islamische Faschismus. Droemer, 2014.

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Auch in der Stadtrand­biblio­thek geht der Trend zum Zweit­buch „Zur Freiheit gehört, den Koran zu kriti­sieren“, ein Streit­gespäch zwischen Hamad Abdel-​Samad und dem islami­schen Theo­logen Mouha­nad Khor­chide. Eigent­lich ist es keines. Der eine weist dauernd auf die brutale Sprache des Koran hin, der andere möchte ihn histo­risch-​kritisch gelesen wissen. Keiner kommt auf den erlö­senden Trichter, daß es kein Gottes­wort gibt, Koran wie Bibel einfach nur unge­naue Dar­stel­lungen aus einer vergan­genen Zeit sind, nach denen leider immer noch brutal gelebt wird.

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