Formeln
Selbst mir ist unangenehm aufgefallen, daß in meinen Einlassungen zunehmend nicht nur Zahlen, sondern auch Formel vorkommen, die in einem sequentiellen Text sehr schlecht aussehen. Grundsätzlich kann man zwar alles in einer geeigneten Formalisierung und notfalls hexadezimal niedergeschrieben in einem Textfile allein mit druckenden Zeichen unterbringen, doch leidet die Leserlichkeit schnell. Für kleine Formeln und Tabellen mag es noch gehen, für Bilder scheidet das Verfahren praktisch schon aus. So könnte ich der Versuchung erliegen, reinen Text mit anderen Elementen zu mischen. Dich Text ist Text, da gibt es keine unterschiedlichen Schriftgrößen, keine Farben, keine Sonderzeichen, keine Animation. Jede graphische Aufmotzung muß in einem einfachen Text durch Beschreibung ersetzt werden.

So das hier einer liest, wird er sich sofort sagen, HTML sei doch eine gute Möglichkeit, plain text zu schreiben, der dann hinterher wie vom Schriftsetzer aussieht, in den man auch noch alle möglichen Objekte wie Bilder einfügen kann. Gewiß, gewiß, nur muß es der Purist eigentlich ablehnen, daß gewisse Zeichen interpretiert werden und achtlos hingeschrieben sich bösartig auswirken. Davon ist die Geschichte der Datenverarbeitung voll, und die bitteren Erfahrung haben dennoch kaum jemanden davon abgehalten, Leerzeichen in Filenamen zu schreiben. So werde ich also dabei bleiben: In einen Text kommen mir keine Steuerzeichen. Und was sich so nicht ohne weiteres ausdrücken läßt, wird davon getrennt dargestellt. So war es früher in Büchern auch, da es noch zu teuer war, Text und Bilder auf die gleiche Seite zu drucken.

Schreibt man aber in einem Blog, so wird man ja für dämlich gehalten, wenn man nicht reichlich Attribute und sog. Tags verwendet. Zunächst hatte ich mir gestattet, das <a>-Tag im Anschluß an den Text zu benutzen. Und spätestens hier bemerkt der Fachmann: Der konnte ja <a> erfolgreich schreiben! Als nächstes hatte ich mir auch gestattet, das <pre>-Tag zu verwenden. Wenn nämlich Text nur Text ist und keine Schriftgrößen- und arten kennt, dann muß man damit rechnen, daß andere ihn in Proportionalschrift anzeigen. Und das sieht gelegentlich sehr häßlich aus. Und vielleicht werde ich mit der Zeit noch liberaler und ein Absatz, den ich vor zwei Tagen schrieb, gestaltet sich dann wie folgt:

Diese Frage ist nicht nur für die vierte Potenz (k=4) interessant. Und es gilt wohl immer noch die alte und weitgehend überprüfte Vermutung, daß die korrekte Anzahl g(k) der ganzzahlige Anteil von 2k+qk-2 ist. Da kommt sie also wieder vor, die Quinte q. Jede Zahl läßt sich bekanntlich als Summe von vier Quadratzahlen schreiben. Tatsächlich ist g(2)=4 der ganzzahlige Anteil von 22+(3/2)2-2=4,25. Für Kubikzahlen ergibt sich g(3)=9 wegen 23+(3/2)3-2=9,375. Für Biquadrate liegt g(4)=19 nur sehr knapp unter 24+(3/2)4-2=19,0625. Trotzdem ist 19 richtig, und weniger können es wegen der Zahl 79 schon nicht sein.

Wer nun einen Browser hat, der schon den vorangehenden Text nicht gut darstellt und sei es nur eine häßliche Erhöhung des Zeilenabstandes durch hochgestellte Zeichen, der wird verstehen, daß ich so auch in Zukunft nicht schreiben werde. Es ist nicht nur blindenfeindlich, sondern macht auch noch zuviel Mühe. Richtig große Formeln schreibt man mit der Hand. Und haben sie ausnahmsweise einen Wert auch für andere, dann mit Tex oder gemäß den Vorschriften für den mathematischen Formelsatz von einem profesionellen Schriftsetzer erstellt. Zumindest ich bilde mir nämlich nicht ein, durch den Kauf von Word oder FrontPage dessen Fähigkeiten ersetzen zu können.

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Da hatte ich mir doch soviel Mühe gegeben, die Formeln so zu schreiben, daß sie nicht mittendrin umgebrochen werden und auch bei sehr schmalem Fenster noch ordentlich aussehen, und muß nun feststellen, daß mit kleinerem Fenster gar nicht neu umgebrochen wird.

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