Eszett
Das Eszett im deutschen ASCII-Code bei 126 wurde von der Tilde verdrängt, und wer schon einmal Wörter wie SCHEIßE in Überschriften gesehen hat, wird mir zustimmen, daß Eszett als 27. Buchstabe ausfällt, da es leider kein großes Eszett gibt und es deshalb SCHEISSE, nicht aber SCHEISZE heißen muß.

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Vor fast fünf Jahren bedauerte ich, daß es kein großes Eszett gibt und schon gar nicht als 27. Buch­staben im deut­schen Alpha­bet. Den hatte ich vermißt, denn mit 27 Buch­staben und zehn Ziffern hätte ich wegen 27·(27+10)=999 drei­stellige Nume­rierungen durch eine zweistellige alpha­numerische Dar­stellung ersetzen können.

Nun gibt es "offiziell" das große Eszett, und ich bin keines­wegs glücklich, war es doch eine Besonder­heit der deut­schen Sprache, keines zu haben. Oder auch nicht, denn es gibt ja auch kein großes Endungs-S. Außerdem ist es durchaus üblich, Ligaturen in Einzel­buch­staben zu trennen, wenn man sie groß schreibt.

Auch die moderne Ersetung durch SS muß nicht irritieren, auch wenn dadurch Mehr­deutig­keiten entstehen. Es ist doch ganz normal, daß ein Wort aus dem Kontext gerissen nicht eindeutig inter­pretierbar ist. Und von Späßen abgesehen ist es ebenso normal, sich verständlich auszu­drücken und Verwech­selungen möglichst auszuschließen.

Nun aber ist ein Schritt getan auf dem Wege zur Gleichberechtigung des Eszett, die für mich erst abgeschlossen ist, wenn Eszett den Status der drei Umlaute eingenommen hat und zumindest die deutsche ASCII-Darstellung das große Eszett 32 Positionen unterhalb des kleinen absiedelt, also ^ verdrängt. Vielleicht wäre ich auch zufrieden, wenn "&SZlig;" ein großes Eszett (&SZlig;) anzeigt, wie es " ß" mit dem kleinen Eszett (ß) macht.

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